15. März 2010

SCHOTT Konzernzentrale - Ästhetik mit Funktionalität und Nachhaltigkeit vereint

Eine 3500 Quadratmeter große Glasfassade ist Blickfang der neuen Zentrale des Technologiekonzerns SCHOTT. Das 45 Jahre alte Verwaltungsgebäude am Hauptsitz des Unternehmens in Mainz wurde innerhalb von 15 Monaten saniert und erweitert. Federführend bei der Modernisierung war das Frankfurter Architekturbüro JSK Architekten.

Das Flachdach des Atriums besteht aus halbtransparenten Dünnschicht-Photovoltaikmodule von SCHOTT Solar [Bild: Schott AG]

Eine 3500 Quadratmeter große Glasfassade ist Blickfang der neuen Zentrale des Technologiekonzerns SCHOTT an dessen Hauptsitz in Mainz [Bild: Schott AG]

Das beidseitig entspiegelte Spezialglas „Amiran“ im unteren Teil der Fassade der modernisierten SCHOTT Konzernzentrale in Mainz lässt viel Licht ins Gebäude [Bild: Schott AG]

In Gebäudehülle und Innenräumen der modernisierten SCHOTT Konzernzentrale in Mainz kommen diverse Architekturgläser des Technologiekonzerns zum Einsatz, im Bild eine Verglasung mit „Lightpoints“ [Bild: Schott AG]

Das Flachdach des Atriums besteht aus halbtransparenten Dünnschicht-Photovoltaikmodule von SCHOTT Solar [Bild: Schott AG]

„Wir wollten eine repräsentative Konzernzentrale schaffen, die den Werkstoff Glas in den Mittelpunkt einer modernen, transparenten Architektur stellt“, erläutert Frank Bollmann, Leiter Immobilienmanagement bei SCHOTT, „Auch bei der Innenraumgestaltung haben wir großen Wert auf Transparenz gelegt und offene, zeitgemäße Büros gestaltet.“ Ein weiteres Ziel war, die zentralen Konzernfunktionen, die bisher an unterschiedlichen Standorten verteilt waren, an einem Ort zu bündeln.



Die Erweiterung des Gebäudekomplexes vergrößerte dessen Bruttogeschossfläche von rund 5.000 auf 12.000 Quadratmeter. Das 45 Jahre alte Verwaltungsgebäude wurde mit einer vierten und fünften Etage aufgestockt. Zur Straßenseite hin erweiterte man es zudem um einen gläsernen Neubau. In diesem entstand auch ein sich über alle Stockwerke erstreckendes Atrium, das unter anderem zur Produktpräsentation dient. Die Architekten integrierten die ursprüngliche Außenfassade des Verwaltungsgebäudes in den Atriumsbereich. Die neue Glasfassade ließ SCHOTT bis in 3,0 Meter Höhe mit dem beidseitig entspiegelten Spezialglas „Amiran“ ausstatten. Durch seine geringe Reflektion wirkt das Architekturglas beinahe unsichtbar und bringt viel Licht ins Gebäude. Oberhalb davon schließt sich eine Sonnenschutzverglasung an.

300 Quadratmeter halbtransparente Dünnschicht-Photovoltaikmodule „ASI“ THRU von SCHOTT Solar bilden das Flachdach des Atriums. Sie decken einen Teil des Strombedarfs, lassen gleichzeitig Tageslicht einfallen, schützen aber vor thermischer Aufheizung durch direkte Sonneneinstrahlung. Als weitere ökologische Komponente wird Wasser aus dem werkseigenen Grundwasserbrunnen durch den Boden des Atriums geleitet und trägt so zur energiesparenden Klimatisierung des Gebäudes bei. Neben dem Atrium besteht der Gebäudekomplex aus Empfangsbereich, geräumigen Teamzonen, Einzelbüros und Besprechungsräumen. In Foyer, Aufzugsbereich und Konferenzzone setzt das blau durchgefärbte Flachglas „Imera“ als Raumteiler und Gestaltungselement Akzente.

Bei der Bürogestaltung legte SCHOTT Wert auf neueste arbeitsergonomische und -organisatorische Erkenntnisse. Zugunsten von geräumigen und kommunikationsfördernden Teamarbeitsbereichen wurde die Anzahl der Einzelbüros gering gehalten, die Akustik im Hinblick auf die offene Bauweise u.a. durch schallschluckende Oberflächen der Möblierung optimiert. Die Büros bieten Platz für rund 400 Arbeitsplätze.




 
 

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