15. Juni 2011

OLED: Effizienz-Rekordverdächtig

Technologiedurchbruch bei OSRAM: Forscher und Entwickler haben im Labor einen neuen Effizienzrekord bei OLED erzielt. Das Labormuster erreicht 87 lm/W. Der aktuelle Spitzenwert wurde damit deutlich übertroffen. Das Wichtige: Das Labormuster ist sehr produktnah und ebnet damit den Weg für zukünftige sehr energieeffiziente OLED-Produkte mit deutlich höheren Helligkeiten.

Neuer Effizienzrekord bei OLED: Das aktuelle Labormuster erzielt 87 lm/W – 40 Prozent mehr als der bisher gemessene Spitzenwert [Bild: Osram GmbH]

Dem Ziel, massentaugliche OLED zu entwickeln, ist OSRAM im Forschungsprozess einen großen Schritt näher gekommen. Das aktuelle Labormuster erzielt 87 lm/W – der bisher gemessene Spitzenwert wurde um 40 Prozent übertroffen. Damit erreichen OLED im Labor beinahe die Effizienz von Leuchtstofflampen. Wichtig: Die Messung erfolgte unter applikationsgerechten Bedingungen in einer Ulbricht Kugel – also ohne Makroextratoren, d. h. Linsen zur Optimierung der Messergebnisse.



Gemessen wurde bei einer Helligkeit von 1.000 cd/m2 und einer Farbtemperatur von ca. 4.000 K. Ein weiterer Erfolg für das Forschungsteam von OSRAM: Auch bei einer Helligkeit von 5.000 cd/m2 erzielen die Labormuster noch annähernd 75 lm/W. Die eingesetzten organischen Funktionsmaterialien wurden bereits in der Pilotfertigung erprobt und ermöglichen produktrelevante Lebensdauern.

Das OLED-Labormuster wurde in einem reinen Dünnfilmansatz präpariert. Durch eine spezielle Injektionselektrode auf der lichterzeugenden Fläche wird der Strom gleichmäßig über die aktive Fläche verteilt und bietet eine homogene Leuchtdichte aus jedem Betrachtungswinkel. Der ästhetische Eindruck wird nicht durch sichtbare Elektrodenstrukturen gestört. Die Herstellung des Musters ist sehr produktnah erfolgt – Pläne für eine Industrialisierung werden bereits ausgewertet.

„Mit dem Labormuster ist uns ein wichtiger Durchbruch gelungen. Zum ersten Mal haben wir es geschafft, eine solch hohe Effizienz unter Beibehaltung sowohl der ästhetischen als auch der technologischen Eigenschaften wie hohe Lebensdauer, Robustheit und extreme Flachheit in einem Dünnfilmansatz zu erzielen – also das Panel mit den Eigenschaften zu versehen, die auch für die künftige Serienproduktion zentral sind“, so Thomas Dobbertin, Leiter der OLED Technologie für OSRAM.

Die OLED-Forschung von OSRAM wird durch das Verbundprojekt „TOPAS2012“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 13N10474) unterstützt. Im Fokus der Forschungsarbeiten von TOPAS 2012 steht die Entwicklung von OLED als Beleuchtung der Zukunft. „Mit unserem neuen Spitzenwert kommen wir dem  Ziel 100 lm/W zu erreichen einen großen Schritt näher“, so Thomas Dobbertin.




 
 

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