14. August 2012

Straßenlicht aus erneuerbaren Energien

In ihrem Pre-Budget-Report 2006 hat die britische Regierung formuliert, dass bis 2016 alle Wohnneubauten im Land Null-Energiehäuser sein sollen. Auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel sind inzwischen verschiedene Projekte initiiert worden. Eines der größten von ihnen ist das Wohngebiet Graylingwell Park im südenglischen Chichester.

Den Strom für das Wohnprojekt Graylingwell Park im südenglischen Chichester liefern dezentral erzeugte, erneuerbare Energien [Bild: WE-EF, James Newton]

Im Graylingwell Park kommen die WE-EF RFL530-LED Leuchten mit [S60] Linsen für eine asymmetrisch seitlich gerichtete Lichtverteilung zur Anwendung und erfüllen so zuvderlassig die Vorgaben für Klasse S4 (Straßen in Wohngebieten, Geh- und Fahrradwege) der britischen Straßenbeleuchtungsnorm BS5489 [Bild: WE-EF, James Newton]

Damit er für die gesamte Infrastruktur ausreicht, werden ausschließlich energieeffiziente Verbraucher eingesetzt [Bild: WE-EF, James Newton]

Auch die hohe Lichtqualität konnte die Planer überzeugen, denn natürlich darf Effizienz nicht zu Lasten von Sicherheit und Komfort gehen [Bild: WE-EF, James Newton]

Den Strom für die Siedlung liefern dezentral erzeugte, erneuerbare Energien. Damit er ausreicht, um die gesamte Infrastruktur zu betreiben, setzt diese ausschließlich auf energieeffiziente Verbraucher. Bei der Straßenbeleuchtung kommen deshalb LED-Leuchten von WE-EF zum Einsatz.



Naturnähe und Hightech – was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt, schafft das Wohnprojekt Graylingwell Park harmonisch zu verbinden. Auf einem ehemaligen Krankenhausgelände, nur einen Kilometer von Chichesters Stadtzentrum entfernt, wurde der alte Gebäudebestand saniert und um Neubauten ergänzt. Das 34 Hektar große Areal mit parkähnlicher Anmutung bietet seinen Nutzern ein attraktives Wohnumfeld. Der Entwicklungsplan für die Siedlung fokussiert konsequent auf Ökologie und Klimaschutz.

Augenfällig wird dieser Anspruch am allgegenwärtigen Grün: Obstgärten, unversiegelte Naturpfade durch das Gelände und Küchengärten fördern ein alltägliches Leben im Einklang mit der Natur. Aber auch an Architektur und Technik stellten sich hohe Anforderungen hinsichtlich Ressourcen- und Umweltschutz. Denn um die Siedlung CO2-neutral zu betreiben, müssen Energieverbrauch und -erzeugung über die Jahresbilanz ausgeglichen sein. Die Energiegewinnung übernehmen im Graylingwell Park ein Biogaskraftwerk und Photovoltaikanlagen. Damit der von ihnen bereitgestellte Strom für alle Verbraucher ausreicht, kommt modernste Energieeffizienztechnik zum Einsatz. So wurden beispielsweise sämtliche Neubauten als Null- und alle Bestandsbauten als Niedrigenergiehäuser ausgeführt, was drastisch den Heizenergiebedarf senkt. Aber auch die öffentliche Beleuchtung der Siedlung hat einen nur geringen Energieverbrauch.

Die Landschaftsplaner vom Studio Engleback entschieden sich bei der Straßenbeleuchtung des Wohngebiets für RFL530-LED-Mastleuchten von WE-EF. Ein wichtiges Kriterium war dabei der Anschlusswert von nur 24 Watt pro Leuchte. Aber auch die hohe Lichtqualität konnte die Planer überzeugen, denn natürlich darf Effizienz nicht zu Lasten von Sicherheit und Komfort gehen.

Die exakte Lichtlenkung und wirksamen Entblendung der RFL530-LED basieren, wie bei allen LED-Mastleuchten bei WE-EF, auf per CAD optimierten OLC®-Linsen aus PMMA. Im Zentrum von OLC® (One LED Concept) steht die Multiple-Layer-Technik. Im Unterschied zur additiven Aneinanderreihung einzelner Lichtpunkte beleuchtet beim Multiple-Layer-Ansatz jede einzelne LED das gesamte Bewertungsfeld. Dazu erzeugt jede von ihnen eine identische Lichtverteilung. Diese werden schichtweise übereinander gelegt und die Summe aller Layer ergibt eine gleichmäßige Ausleuchtung. Es entsteht eine homogene Lichtverteilung mit sehr gutem Sehkomfort. Weiterer Vorteil: Der Ausfall oder das Absinken des Lichtstroms einzelner LEDs führt nicht zu einer Veränderung der Gleichmäßigkeit, nur die mittleren Beleuchtungsstärken sinken entsprechend.

Im Graylingwell Park kommen die Leuchten mit [S60] Linsen für eine asymmetrisch seitlich gerichtete Lichtverteilung zur Anwendung und erfüllen so zuverlässig die Vorgaben für Klasse S4 (Straßen in Wohngebieten, Geh- und Fahrradwege) der britischen Straßenbeleuchtungsnorm BS5489.

Schon mit seinem klimaneutralen Betrieb leistet der Graylingwell Park einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Aber der Masterplan für das Projekt verfolgt eine nachhaltige Philosophie, die den Ressourcenschutz noch weiter fasst. So waren für die Projektverantwortlichen nicht nur die Umweltauswirkungen der Produkte während ihrer Nutzung, sondern auch über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg wichtig. Im Leuchtenhersteller WE-EF fanden sie einen Partner, der für diese Problematik bereits seit langem sensibel ist.

Die Gehäuse der WE-EF-Leuchten bestehen aus sortenrein recyceltem, kupferarmem Aluminium – also einer Aluminiumlegierung, für deren Gewinn lediglich 5% der ursprünglich einmal aufgewendeten Energie notwendig sind. Insgesamt können bei den Leuchten mehr als 90% der eingesetzten Werkstoffmenge wiedergewonnen werden. Zusätzlich sorgt der modulare Aufbau der Leuchten für Nachhaltigkeit. Erreichen z. B. die LEDs ihr Lebensdauerende oder wird vorzeitig ein Upgrade gewünscht, können die LED-Module einfach gewechselt werden, Leuchtengehäuse und Mast bleiben erhalten.

WE-EF arbeitet derzeit an einer für die Branche ungewöhnlich umfangreichen Analyse des ökologischen Fußabdrucks seiner LED-Straßenleuchten. Mit Partnern wie PE International, einem Spezialisten für Life Cycle Assessments, und dem IBU – Institut Bauen und Umwelt evaluiert das Unternehmen die Auswirkungen von Produktion, Installation, Betrieb und Recycling seiner Leuchten auf die Umwelt. Am Ende der vollständigen Evaluierung steht eine Environmental Product Declaration (EPD) gemäß der Norm ISO 14025. So eine Umweltdeklaration liefert überprüfbare und vergleichbare Informationen zu den Umweltbelastungen durch ein Produkt. Investoren und Betreiber, die auf die Nachhaltigkeit ihrer Projekte Wert legen, fordern solche EPDs immer häufiger ein.




 
 

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