29. Juli 2010

OLED Leuchten – Konzeptstudie zeigt Zukunft des Lichts

Flächiges Licht mit hoher Qualität, emittiert von ultraflachen Bauteilen: OLED bieten zahllose neue Möglichkeiten, Architektur mit Licht zu gestalten. „Mit OLED Technologie sind individuelle Leuchtendesigns möglich, so werden beispielsweise transparente OLED im ausgeschalteten Zustand gar nicht als Leuchte wahrgenommen“, erläutert Gerd Günther, CMO der NOVALED AG, einige weitere Vorteile. Gemeinsam mit dem führenden deutschen Leuchtenhersteller TRILUX entwickelte sein Unternehmen in viermonatiger Projektarbeit die Konzeptstudie „OLED Enspiro“.

NOVALED und TRILUX entwickelten eine gemeinsame Leuchtenstudie mit OLED Modulen [Bild: Novaled/Trilux GmbH]

Neue Möglichkeiten für die Gestaltung mit Licht [Bild: Novaled/Trilux GmbH]

Mit der OLED Enspiro haben die beiden Unternehmen keine Labor-Anwendung entwickelt, sondern eine funktionstüchtige Leuchte, die in dieser oder ähnlicher Form in Büroräumen zum Einsatz kommen könnte [Bild: Novaled/Trilux GmbH]

Diese basiert auf der LED Bürohängeleuchte „Enspiro“ (von TRILUX) und erweitert sie um 20 ultraflache transparente OLED Module. „Es steht außer Frage, dass OLED mittelfristig der nächste Schritt in der Entwicklung der LED Technologie in unserer Branche sein werden – mit besonderen Chancen für Architekten und Planer“, so Dietmar Zembrot, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei TRILUX. 



OLED sind neue, extrem dünne flächige Lichtquellen, die homogen Licht abstrahlen. Ihre besonderen Eigenschaften wie natürliche Lichtfarben und Flexibilität im Design kündigen eine Lichtrevolution an. „Welche Gestaltungsspielräume die neue Technologie eröffnen wird, demonstriert unsere Studie heute schon eindrucksvoll“, so Günther. Auch bei TRILUX zeigt man sich vom Ergebnis beeindruckt: „In der Zusammenarbeit mit einem der führenden Unternehmen im Bereich OLED Technologien haben wir wertvolle Erkenntnisse zur Zukunft des Lichts gesammelt“, so Zembrot.

Mit der OLED Enspiro haben die beiden Unternehmen keine Labor-Anwendung entwickelt, sondern eine funktionstüchtige Leuchte, die in dieser oder ähnlicher Form in Büroräumen zum Einsatz kommen könnte. Die Enspiro wurde aus formal-gestalterischen Erwägungen als Basismodell ausgewählt: Ihre Grundform mit quadratischen Ausschnitten passt hervorragend zu den ebenfalls quadratischen OLED Modulen. Die insgesamt 20, je zehn mal zehn Zentimeter großen OLED ergänzen das gerichtete, präzise Licht je zweier direkt und indirekt strahlender LED Module um diffuses, flächiges Licht. In der Kombination mit LED spielen OLED als Flächenlichtquelle ihre Stärken aus und erzeugen ein angenehmes, homogenes, blendfreies Licht, das nahezu schattenfrei ist. „Die OLED Enspiro verdeutlicht“, so Günther, „dass die OLED Technologie eine sinnvolle Ergänzung zu vorhandenen Lichtquellen, wie zum Beispiel für LED und andere Punktlichtstrahler, sein wird. Unsere Konzeptstudie illustriert sehr gut die NOVALED Strategie, gemeinsam mit Leuchtenherstellern daran zu arbeiten, OLED für den Lichtmarkt einsatzbereit zu haben.“

Chancen ausloten
Im Fokus der Projektarbeit standen für TRILUX die lichttechnischen und gestalterischen Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologie. „OLED kombinieren die bekannten Vorteile von LED, wie hohe Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in der Anwendung, mit völlig neuartigen Möglichkeiten der Lichtgestaltung“, so Zembrot. Sehr zufrieden zeigen sich die Entwickler mit dem Ergebnis der Studie: „Helligkeit, Transparenz und Lichtwirkung – das Resultat übertrifft unsere Erwartungen.“ Jedoch sehen die Arnsberger auf dem Weg zur Serienreife – neben den noch hohen Kosten – weitere Herausforderungen wie limitierte OLED Kapazitäten und begrenzte Verfügbarkeit von elektronischem Zubehör.

Lichtkomposition 2.0
Die Präsentation der OLED Enspiro auf der Frankfurter Weltleitmesse für Architektur und Technik, der light+building 2010, bildete im April des Jahres den erfolgreichen Abschluss des Kooperationsprojekts. „Unser Ziel war zu zeigen, dass OLED Technologie bereits heute Fuß in der Anwendung fasst. Early Adopters wie TRILUX weisen den Weg“, so Günther. Waren OLED bislang eher ein Thema für Displays wie etwa von Mobiltelefonen, wird sich dies nach Überzeugung der Dresdner Spezialisten bald ändern. „OLED sind eben nicht nur das Leuchtmittel, sondern zugleich auch die Leuchte oder Teil eines Möbels oder Wohnraumelements“, so Gerd Günther. „Wir verstehen OLED als ein zusätzliches Element für völlig neue Lichtkompositionen.“ Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich OLED auf unterschiedlichste Träger aufbringen, z.B. Glas oder Metall, zukünftig auch auf gebogene Materialien. Damit werden Anwendungen möglich, die bisher nicht vorstellbar waren, wie transparente Tag-Nacht-Fenster. „Besonders“, so ist Günther überzeugt, „werden Architekten und Designer von den neuen Möglichkeiten profitieren.“

Über OLED
OLED (organische Leuchtdioden) kündigen ein neues Lichtzeitalter an. Die Halbleiter aus dünnen organischen Materialschichten sind nur wenige Nanometer dünn und emittieren Licht homogen und flächig. Organische LED haben die Eigenschaft, nicht nur als Lampe, sondern auch als Leuchte eingesetzt werden zu können. Diese revolutionäre Technologie eröffnet neue Ansätze für Architekten, Designer, Systemintegratoren, Planer und Leuchtenhersteller, sich mit dem Thema Licht und Beleuchtung auseinander zu setzen. Durch Kombination von Formen und Farben kann Licht auf neue Weise in das Wohn- und Arbeitsumfeld integriert werden. OLED werden einen nachhaltigen Beitrag für die Umwelt leisten aufgrund ihrer Energieeffizienz, umweltfreundlichen Materialien und geringem Aufwand bei der Systemintegration.




 
 

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