01. Dezember 2020

Härtetest im Polarmeer

Lichtlösungen zu entwickeln, die auch unter den rauesten Umgebungsbedingungen zuverlässig funktionieren, zählt zu den Kernkompetenzen von NORKA. Jüngst unter Beweis gestellt hat der Leuchtenhersteller dies sogar am Nordpol im Rahmen der MOSAiC-Expedition, der größten Expedition in der Geschichte der Arktisforschung.

Nach einer eingehenden Analyse der Einsatzbedingungen war klar, dass NORKA Rohrleuchten vom Typ BERN LED mit Schutzart IP 69K die Anforderungen souverän erfüllen können [Bild: Alfred-Wegener-Institut/ Esther Horvath]

Angesichts der völlig schwarzen arktischen Winternächte war eine Innenbeleuchtung der Verteilereinheiten unverzichtbar [Bild: Alfred-Wegener-Institut/ Esther Horvath]

Die Schränke mussten von besonders robuster Natur sein, um den zum Teil recht ruppigen Transport schadlos zu überstehen [Bild: Alfred-Wegener-Institut/ Esther Horvath]

Die Schränke hielten dem extremen arktischen Klima mit tiefsten Temperaturen, Temperaturschwankungen, Kriechschnee, hoher Luftfeuchtigkeit und Nässe zuverlässig stand [Bild: Alfred-Wegener-Institut/ Marcel Nicolaus]

Für die zahlreichen Experimente und Untersuchungen wurden auf der Eisscholle ein kilometerweites Netz von Messstationen errichtet und 5.000 Meter Stromkabel verlegt [Bild: Lianna Nixon, University of Colorado]

Im warmen Licht der aufgehenden Sonne ist die „Polarstern“ am Morgen des 12. Oktober 2020 wieder in ihren Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. Seit September 2019 war das deutsche Forschungsschiff bepackt mit 500 Tonnen Ausrüstung im arktischen Eis unterwegs, ließ sich dort einfrieren und driftete mit dem Eis ein knappes Jahr über die Polkappe.



So konnten Wissenschaftler auf der MOSAiC-Expedition (Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate) die Arktis im Verlauf eines ganzen Jahres untersuchen – nie zuvor gab es eine Expedition dieser Größenordnung, nie zuvor war ein Eisbrecher im Winter in der Umgebung des Nordpols, konnten internationale Forschende so umfassend dringend benötigte Klimadaten in der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Region sammeln. Die wissenschaftlichen Teilnehmenden der Expedition haben 37 unterschiedliche Nationalitäten. Ihr gemeinsames Ziel: die komplexen Wechselwirkungen im Klimasystem zwischen Atmosphäre, Eis, Ozean und dem Leben zu erforschen und besser in Klimamodellen darzustellen.

Rund um das Schiff wurden auf und unter dem Meeresspiegel zahlreiche Experimente und Untersuchungen durchgeführt und unzählige Messwerte und Daten erfasst. Dafür musste auf der Eisscholle ein kilometerweites Netz von Messstationen errichtet werden. Um die dafür erforderliche Technik mit Strom zu versorgen sowie die entsprechenden Netzwerkanschlüsse für die Forscher bereitzustellen, wurden fünf spezielle Verteilerschränke entwickelt, die auf der Driftstation an verschiedenen Orten aufgestellt waren.

Angesichts der völlig schwarzen arktischen Winternächte – am geografischen Nordpol dauert die Polarnacht fast ein halbes Jahr – war natürlich eine Innenbeleuchtung der Verteilereinheiten unverzichtbar. Nach einer eingehenden Analyse der Einsatzbedingungen war klar, dass Rohrleuchten vom Typ BERN LED mit Schutzart IP 69K die Anforderungen souverän erfüllen können. Sie haben zuverlässig das Innere der Verteilerschränke beleuchtet, die dem extremen arktischen Klima mit tiefsten Temperaturen, Temperaturschwankungen, Kriechschnee, hoher Luftfeuchtigkeit und Nässe ausgesetzt waren.

Auch die Schränke selbst mussten von besonders robuster Natur sein und den zum Teil recht ruppigen Transport schadlos überstehen. „Damit die 500 Kilo schweren Schränke auf der Eisscholle gut zu bewegen sind, wurden sie mit einer speziellen Unterkonstruktion versehen und auf Snowboards gestellt“, erläutert Elektroingenieur Björn Kück, der mit seinem Team die Verteilereinheiten entwickelt und gebaut hat. Komplett aus Edelstahl in Handarbeit als zweischalige Konstruktion gefertigt, hervorragend isoliert und von innen beheizt, haben die Schränke an verschiedenen, zum Teil weit entfernten Positionen nicht nur die benötigten Stromanschlüsse geliefert, sondern auch die entsprechende Netzwerktechnik bereitgestellt.

389 Tage waren die Arktisforschenden mit der Polarstern auf Reise und haben einen einmaligen Schatz an Daten sammeln können: 150 Terrabyte Datenmaterial wartet jetzt auf Auswertung und Analyse – eine Aufgabe, die eine ganze Generation von Klimaforschenden beschäftigen wird und das Wissen um das Klimasystem der Erde und seine Veränderungen um einen entscheidenden Schritt weiterbringt.




 
 

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