07. Juli 2022

Zumtobel Group bleibt auf Erfolgskurs

Bestes operatives Ergebnis (EBIT) der letzten fünf Jahre – Mit dem Jahresabschluss 2021/22 schließt die Zumtobel Group nahtlos an die positive Ergebnisentwicklung der letzten zwei Geschäftsjahre an. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, zuletzt noch verschärft durch den Ukrainekrieg, erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021/22 Umsatzerlöse auf dem Niveau von vor dem Ausbruch der Coronapandemie: Der Gruppenumsatz stieg um 9,9 % auf 1.148,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.044,5 Mio. EUR).

Zumtobel-Vorstand (v.l): Bernard Motzko (COO), Alfred Felder (CEO) und Thomas Erath (CFO) [Bild: Zumtobel Group AG]

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im EBIT wider: Hier kann das Unternehmen mit 60,8 Mio. EUR das beste operative Ergebnis der letzten fünf Jahre vorweisen, die EBIT-Marge beträgt 5,3 %. Damit konnte die Zumtobel Group ihre selbst gesteckten Ziele für das Geschäftsjahr übertreffen – ursprünglich hatte das Unternehmen einen Anstieg der Umsatzerlöse zwischen 4 % und 7 % sowie eine EBIT-Marge zwischen 4 % und 5 % geplant.



CEO Alfred Felder kommentiert: „Wir blicken nicht ohne Stolz auf das vergangene Jahr zurück, das wir trotz exorbitant gestiegener Rohstoffpreise, unterbrochener Lieferketten sowie der chronischen Unterversorgung mit kritischen Komponenten gemeistert haben.“

Deutliches Wachstum in beiden Segmenten
Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Umsatzerlöse der Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2021/22 um 8,8 %. Der Umsatz im Lighting Segment stieg um 6,4 % auf 844,7 Mio. EUR (Vorjahr: 794,1 Mio. EUR). Im Components Segment stieg der Umsatz sogar um 19,9 % auf 363,0 Mio. EUR (Vorjahr: 302,8 Mio. EUR), teilweise getrieben durch Vorratsaufbau der Kunden. In der für die Zumtobel Group umsatzstärksten Region D/A/CH stieg der Umsatz um 4,2 % – ein etwas geringerer Zuwachs im Vergleich zu den übrigen Regionen, da die Zumtobel Group speziell in der Schweiz und Österreich im Vorjahr trotz Covid-19 noch Wachstum verzeichnen konnte. In der Region Nord- und Westeuropa sowie in Süd- und Osteuropa stiegen die Umsätze hingegen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Besonders in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien konnte die Zumtobel Group deutliche Zuwächse erzielen. Ebenso erreichte das Unternehmen in der Region Asien & Pazifik ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Infolge der gestiegenen Umsatzerlöse erhöhte sich das operative Ergebnis der Gruppe (EBIT) im Geschäftsjahr 2021/22 auf 60,8 Mio. EUR (Vorjahr: 43,4 Mio. EUR), die Umsatzrendite stieg von 4,2 % auf 5,3 %. Dabei spielten auch positive Effekte aus gesunkenen Abschreibungen, reduzierte Garantiekosten und Effizienzsteigerungen im Kontext der direkten Arbeitskosten eine Rolle. Negativ zu Buche schlugen indes erhöhte Kosten für Rohmaterial, Transport und Energie, der teilweise Wegfall staatlich geförderter Kurzarbeit und erhöhte Beratungsaufwendungen.

Die Vertriebskosten (inkl. Forschung) stiegen im Geschäftsjahr 2021/22 um 7,8 % auf –282,9 Mio. EUR (Vorjahr: –262,6 Mio. EUR), hier machten sich vor allem gestiegene Personalkosten infolge des Auslaufens der Kurzarbeit bemerkbar. Hinzu kam ein deutlicher Anstieg von Zöllen infolge des Brexits sowie von Transport- und Reisekosten. Die Verwaltungskosten stiegen um 10,7 % auf –43,1 Mio. EUR (Vorjahr: –38,9 Mio. EUR) infolge gestiegener Personalkosten und Abschreibungen. Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Wesentlichen infolge gesunkener Lizenzeinnahmen und höherer sonstiger Kosten auf 5,8 Mio. EUR (Vorjahr 9,6 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg im Berichtsjahr 2021/22 auf 47,5 Mio. EUR (Vorjahr: 34,0 Mio. EUR). Der ausgewiesene Steueraufwand betrug –1,7 Mio. EUR, im Vorjahr konnte das Unternehmen dagegen noch einen Steuerertrag in Höhe von 11,6 Mio. EUR erzielen. Das Jahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg nur marginal auf 45,8 Mio. EUR (Vorjahr: 45,6 Mio. EUR). Für die Aktionärinnen und Aktionäre der Zumtobel Group AG ergibt sich daraus ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio. Aktien) von 1,06 EUR (Vorjahr: 1,06 EUR).

Die Krise an den globalen Beschaffungsmärkten spiegelt sich in der Entwicklung der Vorratsbestände der Zumtobel Group wider, die um 54,8 Mio. EUR stiegen. Zum 30. April 2022 lag der Working-Capital-Bestand mit 211,3 Mio. EUR um 58,9 Mio. EUR über dem Niveau zum 30. April 2021. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft sank von 140,7 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR, während der Cashflow aus Investitionstätigkeit leicht stieg. In der Folge verringerte sich der freie Cashflow im Berichtszeitraum auf 15,9 Mio. EUR (Vorjahr: 100,0 Mio. EUR).

Verbesserte Bilanzstruktur/ Dividendenvorschlag
Die Bilanzsumme stieg auf 1.005,4 Mio. EUR (Vorjahr: 943,3 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich in der Folge von 32,7 % zum 30. April 2021 auf 38,1 % zum Bilanzstichtag. Die Nettoverbindlichkeiten stiegen um 6,6 Mio. EUR auf 95,1 Mio. EUR zum 30. April 2022 und sind im Wesentlichen auf eine erhöhte Kreditaufnahme zurückzuführen.

„Wir haben ein sehr gutes Jahr hinter uns und wollen die Aktionäre an diesem Erfolg der Gruppe teilhaben lassen,“ merkt CEO Alfred Felder an. „Daher haben wir der Hauptversammlung vorgeschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2021/22 auf EUR 0,35 anzuheben. Dies entspricht rund 33 % des Nettogewinns.“

Unternehmensstrategie systematisch umgesetzt
Die guten Ergebnisse der Zumtobel Group seien auch ein Beleg dafür, dass die verfolgte Unternehmensstrategie mit dem Fokus auf Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit greife, so Felder. Diese werde nun systematisch weiterverfolgt. „Trotz des schwierigen Marktumfelds haben wir im Geschäftsjahr 2021/22 insgesamt 68 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung investiert. Innovative Produkte sind ein zentraler Schlüssel für den zukünftigen Erfolg der Group.“

Zudem steht die Digitalisierung weiter im Fokus: Ziel ist unter anderem die Schaffung digitaler Schnittstellen zu den Kunden und die Optimierung der Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungs-kette hin zu durchgängig digitalisierten Prozessabläufen. In einem ersten Schritt hat die Zumtobel Group im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Implementierung eines neuen Customer-Relationship-Management-Systems in der D/A/CH-Region begonnen. Um die digitale Transformation des Unternehmens künftig noch intensiver voranzutreiben, wird ab November 2022 Marcus Frantz als neuer Chief Digital Transformation Officer (CDTO) das Vorstandsteam verstärken.

Des Weiteren hat die Zumtobel Group im abgelaufenen Geschäftsjahr klare Ziele formuliert, um das Unternehmen im wahrsten Sinne noch nachhaltiger aufzustellen: Als erstes Ziel strebt die Zumtobel Group die Klimaneutralität an den eigenen Produktionsstandorten bis 2025 an, wobei der Fokus ganz klar auf der Vermeidung und Reduktion von Emissionen vor der Kompensation von Emissionen liegt. Zum Zweiten will das Unternehmen als „Partner der Wahl“ beispielsweise mit seinen Lieferanten stetig an einer nachhaltigen Beschaffung und passenden Lösungen entlang der Wertschöpfungsketten arbeiten. Zu guter Letzt wird auf das Konzept der Circular Economy gesetzt: Die Zumtobel Group versteht Kreislaufwirtschaft als zukunftsorientiertes Innovationswerkzeug, in dem Produkte als Rohstoffquelle für die nächste Produktgeneration dienen.

Die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Zumtobel Group werden bereits jetzt honoriert: Im Oktober 2021 wurde das Unternehmen von EcoVadis, einer globalen Ratingagentur für Nachhaltigkeit, mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und zählt schon heute zu den besten 3 % von über 75.000 bewerteten Unternehmen weltweit.

Ausblick
Die kontinuierliche Verbesserung auch im Geschäftsjahr 2021/22 zeigt, dass die Zumtobel Group auf dem richtigen Weg ist, um nachhaltig profitables Wachstum erzielen zu können. Die weitere Entwicklung in der Ukraine, die steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und Energie sowie die Verfügbarkeit von Halbleitern werden indes einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und somit auch auf die Entwicklung der Zumtobel Group haben. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind ebenfalls noch nicht im Detail absehbar.

Dennoch sieht sich die Zumtobel Group gut positioniert, diese Herausforderungen zu bewältigen. Mit Hinweis auf die genannten Unwägbarkeiten rechnet der Vorstand daher für das Geschäftsjahr 2022/23 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 3 % bis 6 % sowie einer EBIT-Marge von 4 % bis 5%.




 
 

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