03. Dezember 2012

Unternehmensprogramm ausgeweitet

Angesichts der beschleunigten Transformation des Lichtmarkts hin zu halbleiterbasierten Produkten setzt Osram den bereits eingeschlagenen Weg seines Firmenumbaus konsequent fort. Das Unternehmen hatte bereits Anfang 2012 ein umfassendes Unternehmensprogramm eingeleitet, welches sich im Wesentlichen auf die Aspekte Prozesse und Strukturen, das operative Geschäft sowie die Fortentwicklung der Unternehmenskultur konzentriert. Ergänzend zu den bislang kommunizierten Maßnahmen hat das Unternehmen nun weitere Strukturanpassungen beschlossen.

Wolfgang Dehen, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG [Bild: OSRAM GmbH]

Die damit einhergehende Reduktion um zusätzlich 4.700 Stellen bis 2014 dürfte mehrheitlich mittels Werksverkäufen erreicht werden. Dem gegenüber steht ein Personalaufbau in zukunftsgerichteten Geschäftsfeldern, welcher die Anpassungen im traditionellen Geschäft teilweise kompensieren wird. Insgesamt sollen die Maßnahmen des gesamten Unternehmensprogramms zu einer kumulierten Bruttoeinsparung von rund einer Milliarde Euro bis 2015 führen. Der Gesamtaufwand beläuft sich in diesem Zeitraum bis 2014 auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.



Aufgrund des fundamentalen Wandels im Lichtmarkt hatte Osram bereits im Januar 2012 mitgeteilt, seine Kapazitäten umzubauen und dabei den Personalbestand bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 national wie international anzupassen. In Umsetzung dieser Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2012 weltweit bereits rund 1.900 Stellen abgebaut. Davon entfielen rund 300 auf deutsche Standorte.

Mit den nun definierten Maßnahmen wird sich die Anzahl der Mitarbeiter bis 2014 weiterhin vor allem außerhalb Deutschlands reduzieren. In Deutschland sollen nach derzeitigem Planungsstand zusätzlich zu den bereits im Januar kommunizierten 1.000 Stellen rund 400 weitere entfallen. Davon sind auf Basis der derzeitigen Planung des Unternehmens im Wesentlichen die Standorte Berlin, Wipperfürth und München betroffen. Die Maßnahmen in Deutschland wie international beziehen sich auf Werke mit Produkten am Ende des Produktlebenszyklus oder auf die Schließung umsatzschwacher, kleinerer Standorte. Gleichzeitig verfolgt Osram das Ziel, durch effizientere Strukturen in Produktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb sowie in seinen Zentralfunktionen die Ertragskraft wieder herzustellen.

„Wir gehen konsequent den Weg des Firmenumbaus und schreiten dabei in das digitale Lichtzeitalter voran. Dabei sinkt bei LED-basierten Produkten unsere eigene Wertschöpfungstiefe im Vergleich zum traditionellen Geschäft deutlich. Daher kann der Stellenaufbau in den Zukunftsfeldern die Anpassungen im traditionellen Bereich leider nur teilweise kompensieren“, so Wolfgang Dehen, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG.

Osram baut in zukunftsgerichteten Geschäftsfeldern Kapazitäten auf. So hat das Unternehmen allein im vergangenen Geschäftsjahr hier rund 200 Stellen in Deutschland geschaffen. Ferner hat das Unternehmen in diesem Jahr an seinem Standort in Eichstätt eine neue Halogen-Fertigungslinie in Betrieb genommen und mit dem Aufbau einer weiteren begonnen. Am Standort in Augsburg hat Osram gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung ein Zukunftskonzept erarbeitet. Zentrale Punkte darin sind unter anderem der Ausbau des Standorts als Kompetenzzentrum für Fertigungsprozesse von LED-basierten Produkten oder auch der Ausbau der Leuchtstofflampenfertigung. In den Aufbau des LED-Montagewerks in der chinesischen Provinz Jiangsu wird Osram in den kommenden Jahren einen niedrigen dreistelligen Euro Millionen-Betrag investieren. In der letzten Ausbaustufe sollen dort 1.700 Mitarbeiter Produkte für Schlüsselsegmente des chinesischen und gesamtasiatischen Marktes herstellen. In bereits fünf Jahren soll Asien die Hälfte des weltweiten Lichtmarktes ausmachen.

Eine aktuelle, umfassende Lichtmarktstudie von McKinsey geht davon aus, dass der Gesamtmarkt von 2011 bis 2016 um durchschnittlich fünf Prozent jährlich wächst. Das Marktvolumen für LED soll dabei von zuletzt neun Milliarden auf 37 Milliarden Euro bis 2016 steigen. Gleichzeitig soll jedoch das Marktvolumen von traditionellen Produkten im selben Zeitraum um rund 15 Prozent sinken, so die Prognose.




 
 

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