27. Februar 2014

Strahlendes Himmelsgewölbe

Die Schülerinnen und Schüler der Odilienschule in Dillingen an der Saar haben es gut. Als einzige Schule in Deutschland können sie von ihrer Aula aus ungetrübte Blicke in den Nördlichen Sternenhimmel werfen und ihr astrologisches Wissen quasi vor Ort vertiefen. Über ihrer 200 qm großen „Kopernikusaula“ öffnet sich allerdings kein gläsernes Gewölbedach, wie man zunächst vermuten könnte.

[Bild: Fotostudio Hochstetter]

[Bild: Fotostudio Hochstetter]

[Bild: Fotostudio Hochstetter]

[Bild: Fotostudio Hochstetter]

Der Nördliche Sternenhimmel wird hingegen von über 4.000 Lichtpunkten erzeugt, hinter denen sich rund 40.000 m LBM-Lichtleitfasern (0,75mm) verbergen. Das großartige Projekt hat die Schule ihrem ehemaligen Schulleiter und Hobbyastrologen Georg Kunz zu verdanken, dessen Ziel es war, den Kindern die Sterne und Sterngruppen anschaulich näherzubringen und sie für sein Hobby, die Astrologie, zu begeistern.



In Zusammenarbeit mit dem Lichtplaner Christoph Diwersy von Treffpunkt Licht, Merzig, und der LBM Lichtleit-Fasertechnik GmbH, Hemau, entstand ein überdimensionales Deckengewölbe auf Basis eines vorgebogenen Profilsystems, das mit bahnweise angebrachten Akustikplatten geschlossen wurde, da der Einbau der Lichtleitfasern nur von oben vorgenommen werden konnte. Eine vorher angefertigte Schablone, die 1:1 angefertigt wurde, stellte sicher, dass alle Sterne ihren angestammten Platz am Himmel erhielten.

Ein dunkelblau eingefärbter Akustikputz sorgte für den letzten Feinschliff, bevor die herabhängenden Fasern auf Oberflächenniveau bündig gekürzt wurden. Als Ergebnis verblieb eine dunkelblaue, fast homogen wirkende Gewölbedecke mit 4.000 integrierten, exakt aufeinander abgestimmten Lichtpunkten. Die Einspeisung erfolgt über 13 LBM-LED Projektoren mit einer Leistung von je 40 Watt, die, mit einer Ausnahme, alle Sterne und Sternenbilder wie den Polarstern, den kleinen und großen Wagen, die Sternbilder Orion und Andromeda, Pegasus, Kassiopeia und viele andere Sternbilder abzeichnen und beleuchten. Für die Milchstraße hingegen entschied man sich für den Einsatz von 4 LBM-Niedervolt-Halogen Projektoren mit je 100 Watt, deren leicht flackerndes Licht einen überaus realitätsnahen und „lebendigen“ Himmelseindruck erzeugt. Insgesamt arbeiten 17 Projektoren, die per DMX bzw. KNX programmiert und angesteuert werden können. Auch die Lichtfarbe kann variabel zwischen 2700 -7500 Kelvin über DMX eingestellt werden.
 
Ergänzt wird der Sternenhimmel durch ein System für die Allgemeinbeleuchtung, eine Musikanlage, einen Beamer, durch eine Rolladensteuerung und Bühnenscheinwerfer. Ein Multi-Media-Raum, der einem Observatorium gleich kommt und keine Wünsche offen lässt.




 
 

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