29. Januar 2015

IHK Stuttgart - Hoher Wohlfühlfaktor und niedrige Energiekosten

Zwei große Ziele hat sich das Stuttgarter Planungsbüro wulf architekten beim Bau der neuen Zentrale der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart gesetzt: ein möglichst großes emotionales Wohlbefinden und ein niedriger Energieverbrauch. Weil Licht und Akustik dabei eine wichtige Rolle spielen, kommen in dem 7800 Quadratmeter großen Neubau über 800 Nimbus LED-Leuchten und mehr als 100 Rossoacoustic Paneele von der Nimbus Group zum Einsatz.

Passt zu Stuttgart: Die Fassade des IHK-Neubaus besteht aus Muschelkalk, einem regionalen Baustein [Bild: Brigida González]

Der U-förmige Neubau öffnet sich zum angrenzenden Weinberg. Zur Straßenseite geht der Blick über den gesamten Talkessel [Bild: Brigida González]

In den öffentlichen Bereichen erhellen neben den runden Lichtkuppeln quadratische Modul Q-Leuchten von Nimbus den IHK-Neubau [Bild: Brigida González]

In der Cafeteria „Wolke Blau“ prägen unterschiedlich große Modul R-Leuchten von Nimbus das Bild [Bild: Brigida González]

Über 600 L 196 Langfeldleuchten von Nimbus erhellen die Großraumbüros im IHK-Neubau [Bild: Brigida González]

Mit speziellen Modulverbindern lassen sich bis zu drei L 196 Langfeldleuchten zu Lichtbändern verketten [Bild: Brigida González]

In den Großraumbüros springen vor allem die über 100 Rossoacoustic TP30 Knit Paneele ins Auge [Bild: Brigida González]

Steigert das Wohlbefinden am Arbeitsplatz: ein Eltern-Kind-Büro mit Spielecke. Fürs Rutschauto gibt's einen eigenen Stellplatz. So günstig parkt nicht einmal IHK-Präsident Georg Fichtner [Bild: Brigida González]

So etwas gibt es wohl nur in Stuttgart: Die neue IHK-Zentrale liegt mitten in der Stadt – nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt – und dennoch im Grünen. Der U-förmige Neubau öffnet sich zu einem angrenzenden Weinberg, der auf diese Weise zu einem ständig präsenten Teil des Gebäudes wird.



Auf der Straßenseite geht der Blick über den gesamten Talkessel. „Unser Anspruch war es, ein Gebäude zu errichten, in dem sich die Menschen bei allem, was sie tun, möglichst wohlfühlen“, erläutert Kai Bierich, geschäftsführender Gesellschafter bei wulf architekten. Emotionales Wohlbefinden beginnt mit einem unverbauten Blick aus dem Fenster – und den genießen die rund 250 Beschäftigten der IHK Region Stuttgart seit dem Einzug im vergangenen September täglich. Genauso die über 100.000 Besucher, die sich Jahr für Jahr bei der IHK beraten, fortbilden oder prüfen lassen. Ihnen steht ein 2700 Quadratmeter großer Veranstaltungsbereich mit 30 Konferenz- oder Seminarräumen und drei großen Sälen zur Verfügung. Mehr als 4000 Informations- veranstaltungen, Kurse und Gremiensitzungen finden dort pro Jahr statt.

Wohlfühlfaktor Licht: Konstantes Helligkeitsniveau
„Emotionales Wohlbefinden entsteht in der Arbeitswelt gerade durch Transparenz und ausreichend Tageslicht“, erklärt Bierich. Dieses strömt reichlich durch die großflächigen Fenster und Lichtkuppeln in die Säle und Großraumbüros. Weil die Sonne aber je nach Tages- und Jahreszeit unterschiedlich hell scheint, kommen im gesamten Gebäude unterstützend über 800 sparsame und hocheffiziente LED-Leuchten von Nimbus zum Einsatz. Diese gewährleisten ein ganztägig konstantes Helligkeitsniveau, weil sich die Steuerung der Beleuchtung automatisch dem Tageslicht anpasst.
„Wir haben großen Wert auf den jeweiligen formalen Ausdruck und die Gruppierung der LED-Beleuchtung gelegt“, berichtet Bierich, „und deshalb die verschiedenen Räume unterschiedlich bespielt.“ So kommen in den Großraumbüros die Langfeldleuchten L 196 und L 112 zum Einsatz, im öffentlichen Bereich die quadratischen Modul Q-Leuchten und in der Cafeteria „Wolke Blau“ verschieden große Modul R-Leuchten.

Die Büroarbeitsplätze sind in Reihen angeordnet. Dieses Prinzip greifen die über 600 verbauten Modul L 196 Langfeldleuchten von Nimbus auf. Denn sie sind über einen Modulverbinder zu langen Lichtbändern verkettet. Je nach Deckensituation sind die Module L 112 und L 196 als Pendel- oder Deckenaufbauleuchten ausgeführt.

Wohlfühlfaktor Akustik: Produktive Arbeitsatmosphäre
„Auch der sinnvolle Einsatz von Materialien, Möbeln und akustischen Maßnahmen erzeugt Wohlbefinden“, weiß Bierich.Neben Sichtbetonwänden und Putzflächen prägen deshalb vor allem natürliche Materialien das Bild: Muschelkalk und Eichenholz. In den Großraumbüros springen aber vor allem die über 100 Rossoacoustic TP30 Knit Paneele ins Auge. Sie wirken schallschirmend und -absorbierend und erzeugen zusammen mit den an der Decke angebrachten Akustikmaßnahmen eine ruhige, produktive Arbeitsatmosphäre.

Die Rossoacoustic TP30 Knit Paneele schirmen aber nicht nur gegenüber liegende Arbeitsplätze voneinander ab oder zonieren Besprechungsinseln. Sie bringen auch Farbe ins Arbeitsleben: Die Textilpaneele mit ihrem integrierten Akustikvlies sind in 17 verschiedenen Farben erhältlich und lassen daher kaum einen Wunsch offen. „Die gewählten Farben der Paneele in den Büros korrespondieren mit dem präsenten und farbkräftigen Wegeleitsystem“, erläutert Sonja Schmuker, leitende Architektin bei wulf architekten.„Dieses Konzept führt zu einem harmonischen aber farbenfrohen Gesamtbild.“
In den vergangenen Jahren hat die Nimbus Group Rossoacoustic zu einem flexiblen Baukastensystem erweitert. Neuartige Beschläge aus der Team-Serie ermöglichen es, die farbigen Rossoacoustic TP30 Knit Paneele und die lichtdurchlässigen Rossoacoustic CP30 Paneele miteinander zu kombinieren.

Genau das ist bei denzonierten Besprechungsinseln in den Großraumbüros der IHK Region Stuttgart der Fall. Bei Bedarf lassen sie sich jederzeit umgestalten und den geänderten Bedürfnissen anpassen. Denn die Paneele sind federleicht und lassen sich dank der Beschläge völlig ohne Werkzeug in jeder denkbaren Konstellation neu zusammenstellen.
Diesen Ansatz würdigte erst kürzlich die Jury des Interior Innovation Award 2015. Sie zeichnete die Team-Beschläge und die auf der Orgatec 2014 erstmals vorgestellten Team Tools – praktische kleine Accessoires für mehr Individualität an temporären Arbeitsplätzen – als Winner aus.

Kostenfaktor Energie: LEDs brauchen sechsmal weniger Strom
„Die Rossoacoustic Paneele entsprechen mit ihrer Materialität und Formgebung unserem Anspruch, ein Gebäude mit möglichst hohem Wohlfühlfaktor zu errichten – und passen zu unserem gestalterischen Gesamtkonzept“, lobt Bierich. „Das gilt insbesondere für die LED-Leuchten von Nimbus mit ihrem puristischen Design.“

Aber auch dem Ziel, den Energieverbrauch der neuen IHK-Zentrale möglichst niedrig zu halten, kommen die sparsamen LED-Leuchten sehr entgegen: „Ein konventionelles Beleuchtungssystem verbraucht bis zu sechsmal mehr Strom als Leuchtdioden“, betont Dietrich F. Brennenstuhl, Gründer und Geschäftsführer der Nimbus Group. „Die relativ hohen Anschaffungskosten von LED-Leuchten amortisieren sich daher mittelfristig“, ergänzt Bierich. „Das war für den Bauherrn ausschlaggebend.“

Neben dem sparsamen Beleuchtungssystem verfügt die IHK über ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk, Photovoltaikanlagen,Betonkernaktivierung in den Decken, Wärmerückgewinnung und einen hohen Isolationsgrad mit dreifach verglasten Fenstern. Mit dieser Ausstattung erfüllt der Neubau nicht nur die Voraussetzungen für eine Zertifizierung in Silber gemäß dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), sondern unterschreitet sogar die geltenden Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV).




 
 

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