29. September 2011

Helle Köpfe sind sparsam

Der Traum von billiger Energie im Überfluss ist ausgeträumt. Die Ölreserven haben ihr Maximum überschritten, die Förderung der immer knapper werdenden Ressource wird immer kostspieliger. Außerdem verbietet die globale Erwärmung die weiter zunehmende Nutzung fossiler Energieträger, weil sie katastrophale klimatische Auswirkungen zur Folge hat. Und nach der Katastrophe von Fukushima ist deutlich geworden, dass die Gesellschaft das Risiko, das mit Nuklearenergie verbunden ist, nicht mehr zu tragen bereit ist.

Manuel Zarauza, Managing Director von Seoul Semiconductor [Bild: Seoul Semiconductor]

Da bleibt als langfristige Alternative nur noch die Nutzung regenerativer Energiequellen wie z. B. Bio-, Solar- und Windenergie. Während beispielsweise die Wasserkraft seit langem genutzt wird, aber kaum noch ausbaubar ist, müssen andere regenerative Energiequellen neu erschlossen werden. Das geht aber nicht von heute auf morgen. So dauern Planung und Realisierung eines Windparks sowie die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur viele Jahre.



„Eine kurzfristig zur Verfügung stehende „saubere“ Energiequelle, die in der derzeitigen Diskussion ein wenig zu kurz kommt, ist die Energie, die gar nicht erst benötigt wird“ erläutert Manuel Zarauza, Managing Director von Seoul Semiconductor. „Es ist eigentlich die „sauberste“ Energieform, denn sie verursacht keinerlei schädliche Emissionen und belastet die vorhandene Infrastruktur nicht.“

Und hier sind nicht nur Großverbraucher gefragt, jeder einzelne kann dazu beitragen, sofort ein großes Potenzial zu erschließen. Neben energieeffizienten Haushaltsgeräten, Austausch-Akkus statt herkömmlichen Batterien und Solarzellen auf dem eigenen Dach liegt dieses Potential auch in der Beleuchtungstechnik: Die neueste Technologie sind LED-Leuchtmittel. Das sind die wirklichen Energiesparer, denn sie kommen mit bis zu 50 Prozent weniger Strom aus. Selbst sogenannte „Energiesparlampen“, die auch noch problematische Stoffe wie Quecksilber enthalten, sind bei weitem nicht so effizient wie LEDs. Außerdem haben LEDs eine wesentlich längere Lebensdauer und bieten über die lange Nutzungsdauer ausgezeichnete, gleichmäßig hohe Lichtqualität.

Neue Technologien sind bei ihrer Einführung zunächst teurer als herkömmliche. Das war auch bei LEDs für Beleuchtungsanwendungen so. Allerdings hat die LED-Industrie inzwischen die Lernkurve durchlaufen, die zur Massenproduktion von LEDs mit günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis führt. Beispiel: Seoul Semiconductor (SSC) produziert vom LED-Typ 5630 Stückzahlen von 1,2 Mrd./Monat. Diese LED lässt sich in 70 Prozent der bisher von konventionellen Leuchtmitteln abgedeckten Lichtanwendungen verwenden. Wenn man die Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht nur auf die Anschaffung beschränkt, sondern auf die gesamte Nutzungsdauer, wird der unschlagbare Vorteil der LED-Beleuchtung sofort sichtbar: Für die 30 Euro, die ein LED-Leuchtmittel kostet, kann man 30 konventionelle kaufen. Diese haben eine Lebensdauer von jeweils 1.000 Stunden, macht 30.000 Stunden. Dagegen hält das LED-Leuchtmittel auch nicht weniger als 30.000 Stunden, verbraucht aber während dieser Zeit bei gleicher Lichtleistung 50 - 70 Prozent weniger elektrische Energie.

Und weil Energie in den 30.000 Stunden ganz bestimmt nicht billiger wird, spart man mit Sicherheit sehr viel Geld. Und entlastet dabei nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Helle Köpfe sind sparsam – Better Be Bright!




 
 

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