16. Januar 2015

Forschungsprojekt zur Zukunft der Leuchte gestartet

Das digitale Licht eröffnet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Daher stellt sich immer öfter die Frage nach der Zukunft unserer Beleuchtung. Modularität und Intelligenz sind zwei Schlagworte, die in diesem Zusammenhang oft fallen. Im Rahmen des Forschungsprojekts „InnoSys“ erforschen Osram, das Fraunhofer Institut für Optik und Feinmechanik (IOF), Infineon Technologies, die Technische Universität Darmstadt und RZB Rudolf Zimmermann nun die Möglichkeiten intelligenter Lichtsysteme.

Die ARKTIKA-P LED ist mit OSRAM DURIS E3 Low-Power-LED und einem OPTOTRONIC-EVG ausgestattet [Bild: Osram GmbH]

Ziel ist die Entwicklung einer modularen Plattform für sehr energieeffiziente LED-Leuchten mit deutlich gesteigerter Lichtqualität, deren neuartige Funktionalität die Realisierung eines intelligenten, variablen Beleuchtungssystems ermöglicht. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Intelligente Beleuchtung“.



Das Projekt soll Leuchten ermöglichen, die identisch aussehen, aber völlig unterschiedliche Anforderungen erfüllen können. Möglich wird dies durch eine modulare Plattform mit unterschiedlichen Bausteinen wie LED-Modul sowie Farb- oder Präsenzsensor, die passend für die gewünschte Beleuchtungssituation kombiniert werden. Arbeitsschwerpunkte sind dabei die Realisierung von hocheffizienten LED-Spot- und Linearlichtmodulen mit Ansteuerungselektronik und Farbregelung sowie die Erarbeitung einer Präsenzdetektion. Letztere reagiert im Unterschied zu aktuellen Sensoren nicht nur auf Bewegung, sondern signalisiert zuverlässig die Anwesenheit von Personen im zu beleuchtenden Bereich. Alles in allem soll die im Projekt entwickelte Lösung im Büro so viel Energie einsparen, dass sich die Anschaffung eines Lichtsystems, das auf den InnoSys-Forschungsergebnissen beruht, im Vergleich zu heute gebräuchlichen Systemen in weniger als drei Jahren amortisiert hätte.

Osram ist Projektkoordinator und wird die videobasierte Präsenzdetektion, die extrem kompakte Mehrkanal-Light-Engines und einen Hauptdemonstrator realisieren. Neue Konzepte und Verfahren zur Herstellung von LED-Komponenten, Farbsensoren und Lichtmodulen für Flächenleuchten werden von Osram Opto Semiconductors untersucht. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) steuert seine Kompetenz für eine neuartige Optik für ultraflache Präsenzdetektoren bei. Infineon bringt seine Erfahrung für innovative Konzepte zur Ansteuerung der Mehrkanallichtquellen und Netzwerkkommunikation ein. Die Osram-Tochter Siteco wird ein neuartiges Softwarekonzept zur Leuchtenmodularisierung programmieren und in Zusammenarbeit mit Infineon in Hardware realisieren. RZB Rudolf Zimmermann Bamberg GmbH wird eine Mehrkanal Hybridleuchte mit dynamischer Abstrahlcharakteristik aufbauen. Die TU-Darmstadt wird ihre Expertise zur genauen Einstellung des Farborts einbringen.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 16ES0267K im BMBF-Rahmenprogramm „IKT2020 – Forschung für Innovationen“ gefördert und hat eine Laufzeit vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2017.




 
 

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