19. Oktober 2023

Auf neuestem Stand der Technik

ERCO modernisiert die Beleuchtung im Palazzo Grassi Venedig, dem historischen Zuhause für die berühmte zeitgenössische Pinault-Sammlung - Ursprünglich im 18. Jahrhundert als Familienresidenz erbaut, ist der klassizistische Palazzo Grassi am Canal Grande heute ein renommiertes Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst in Venedig. Nach im Laufe der Jahrhunderte wechselnden Besitzern und einer Renovierung durch den berühmten japanischen Architekten Tadao Ando im Jahr 2005, wurde das Gebäude 2023 mit einem hochmodernen Beleuchtungssystem von ERCO auf den neuesten Stand gebracht.

[Bild: Marcela Schneider Ferreira]

Als er im Besitz der Fiat Gruppe war, entwickelte sich der Palazzo zu einem Zentrum für Kunstausstellungen. Seine Geschichte erfuhr jedoch eine bedeutende Wendung, als er 2005 von dem französischen Milliardär François Pinault gekauft wurde, der eine Sammlung zeitgenössischer Kunst mit mehr als 5000 Arbeiten von Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts besitzt.



Bei der darauf folgenden grundlegenden Renovierung durch Tadao Ando wurde einerseits die Erhabenheit des originalen Palastes von 1772 bewahrt und das Gebäude gleichzeitig mit modernen Einrichtungen für die Präsentation von Kunst ausgestattet – insgesamt 40 Räume, die 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten. Im Palazzo Grassi werden wechselnde Ausstellungen mit Werken aus der umfangreichen Kunstsammlung von François Pinault gezeigt wie auch spezielle Rauminstallationen, die bei zeitgenössischen Künstlern in Auftrag gegeben werden.

Radikales Beleuchtungsupgrade
Fast 20 Jahre nach der Restauration wurde festgestellt, dass das Beleuchtungssystem schließlich ein umfassendes Upgrade benötigt. Die größte Herausforderung war es, eine flexible und hochqualitative Lösung zu finden, bei der jedoch die Integrität des historischen Gebäudes gewahrt bleibt. Ausgewählt wurden die Parscan 48V LED-Strahler von ERCO, mit denen es möglich war, die neueste Lichttechnologie in das vorhandene, schlichte Trägersystem von Ando zu integrieren und somit die Wirkung der wundervoll verzierten Decken zu erhalten.

Die Parscan 48V-Reihe weist eine hervorragende Lichtleistung sowie einen geringen Energieverbrauch auf und wird außerdem nachhaltig, im Einklang mit dem ERCO Greenology Konzept produziert. Das kompakte und äußerst flexible Strahlersystem, speziell entwickelt für den Einsatz in Museen und Galerien, bietet präzise und austauschbare Lichtverteilungen und Dimmmöglichkeiten. Dies ermöglicht eine optimale Steuerung und Anpassung des Lichts, was absolut entscheidend ist für die Beleuchtung von Kunstwerken mit unterschiedlichen Anforderungen an die Lichtverhältnisse.

Das reduzierte Design von Parscan reflektiert die minimalistische Ästhetik von Ando. Durch die geringe Bauhöhe richtet sich der Fokus auf die Kunstwerke und nicht auf die Leuchten, die sich unauffällig in das Trägersystem einfügen und somit die architektonische Integrität des Palazzos bewahren. Die verwendeten Leuchten werden mit Lichtverteilung Wandflutung eingesetzt. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Beleuchtung über eine große Fläche, bei der starke Kontraste und Schatten vermieden werden. Stattdessen verstärken die Leuchten ganz subtil die Wirkung der Kunstwerke durch ihr sanftes, gleichmäßiges Licht, das die Farben und Details der Stücke originalgetreu wiedergibt. Wandflutung trägt außerdem zur besseren Wahrnehmung von Helligkeit bei und erhöht somit den Sehkomfort. Die Wiedergabequalität der Exponate wird noch verbessert durch neutralweiße LED-Lichtquellen (3500K) mit sehr guter Farbwiedergabe (Ra92), die dafür sorgen, dass die Farben so echt wie nur möglich erscheinen.

Ein entscheidender Faktor beim Upgrade des Beleuchtungssystems war die hochmoderne Steuerung. Im gesamten Palazzo Grassi wird das Licht durch eine kabellose Steuerungslösung von Casambi reguliert, die auf Bluetooth Low Energy basiert. Das Casambi System bietet eine intuitive Bedienoberfläche und ermöglicht Anpassungen in Echtzeit, womit perfekte Lichtverhältnisse jederzeit garantiert sind. Diese Flexibilität macht die Leuchte zu einem unverzichtbaren Werkzeug für eine derart dynamische Umgebung, in der die verschiedenen Bereiche der Galerie ganz unterschiedliche Anforderungen an die Beleuchtung haben können.

Werkzeuglose Flexibilität
Eines der Hauptmerkmale der Parscan Familie sind werkzeuglos austauschbare Optiken, die die Anpassungsfähigkeit des Systems in aktuellen und auch zukünftigen Ausstellungen gewährleisten. Wenn die Exponate wechseln oder neue Ausstellungen stattfinden, können diese Optiken mühelos ausgetauscht werden, ohne dass die gesamte Installation erneuert werden muss.

Der Einsatz der Parscan Strahler ist nicht nur auf die Präsentationsflächen beschränkt. Ihr flexibler Charakter erlaubt es darüber hinaus, sie für die Beleuchtung der herrlichen Marmortreppe einzusetzen. Mit ihren Dimmeigenschaften und der präzisen Lichtverteilung sorgen sie einerseits für eine sichere Orientierung dank der Gewährleistung klarer Sichtverhältnisse und der Vermeidung potenziell störender Schattenbereiche. Darüber hinaus schaffen sie eine visuell einheitlich und ästhetisch ansprechend beleuchtete Umgebung.

Licht als wesentliche Komponente

„Licht ist nicht nur ein rein funktionaler Aspekt, sondern eine ganz entscheidende Designkomponente bei der Präsentation von Kunstwerken und der Illumination von historischer Architektur.“, erläutert Michele Cascio, ERCO Italien. „Es prägt das Betrachtererlebnis, ruft Emotionen hervor und unterstützt das Verständnis und die Wertschätzung von Kunst und Architektur.“

Zusammen mit dem Museum Punta della Dogana, einem weiteren Ausstellungsort für die Pinault-Sammlung in Venedig, der ebenfalls von ERCO beleuchtet wird, steht der Palazzo Grassi als das Wahrzeichen für zeitgenössische Kunst in der Stadt. Laut Mauro Baronchelli, dem geschäftsführenden Direktor des Palazzo Grassi und des Punta della Dogana, zeigt sich hier ein gutes Beispiel dafür, wie fortschrittliche Technologie genutzt werden kann, um historische Architektur zu würdigen und hervorzuheben, und gleichzeitig die hohen Anforderungen der Präsentation moderner Kunst zu erfüllen.

„Die Qualität der Beleuchtung in den Räumlichkeiten hat sich verbessert und das System kann mühelos aus der Ferne gesteuert werden. Außerdem ist die Technik sehr diskret und würdigt das architektonische Vermächtnis von Tadao Ando, der die Räume 2006 gestaltet hat. Ich finde, das erzielte Ergebnis hat all unsere Erwartungen erfüllt.“




 
 

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