28. Juli 2010

Strahlendes Schatzhaus - Das Museum für islamische Kunst in Doha

Mitten im Wüstenstaat Katar verbirgt sich ein großartiger Schatz: Das erste autonome Museum für islamische Kunst in Doha beherbergt auf rund 45.000 Quadratmetern Kunstschätze des Mittleren Ostens aus dreizehn Jahrhunderten. Eine eigens für den Museumsbau aufgeschüttete Insel rund 60 Meter vor der Uferpromenade von Doha mit palmengesäumter Auffahrt unterstreicht den herausragenden Stellenwert des Museums.

Das Museum für islamische Kunst in Doha beeindruckt durch eine fabelhafte Architektur- und Lichtinszenierung [Bild: Museum of Islamic Art, Doha]

Die vollautomatisch steuerbaren Starflex Strahler von Zumtobel sind eine Sonderlösung, die eigens für das Museum in Doha konstruiert wurde [Bild: Museum of Islamic Art, Doha]

Die in Vitrinen geschützten Kunstobjekte werden durch die akzentuierte Beleuchtung brillant in Szene gesetzt [Bild: Museum of Islamic Art, Doha]

Für den sensationellen Baukomplex mit seinen wertvollen Exponaten erarbeiteten die Lichtplaner von Isometrix in Zusammenarbeit mit Zumtobel eine individuell auf die Raumnutzung angepasste Lichtlösung: Diskret im Design und fokussiert in der Lichtwirkung setzen über 2.000 Zumtobel Starflex Strahler die islamischen Artefakte ins rechte Licht. In einer Sonderanfertigung wurden die Strahler in den Ausstellungsräumen mit speziellen Stellmotoren montiert, so  dass sie über ein intelligentes Steuerungssystem vollautomatisch ausgerichtet werden können. So entstand eine technisch anspruchsvolle Lichtinszenierung, die die großartigen Werke islamischer Kunst schillernd in Szene setzt.



Für den spektakulären Museumsbau konnte der Emir von Katar den 91-jährigen US-Architekten chinesischer Herkunft Ieoh Ming Pei gewinnen, der sich für das Bauvorhaben zunächst intensiv mit der islamischen Architektur beschäftigte. Der nahezu fensterlose, aus unterschiedlichen Kuben zusammengesetzte Bau hebt sich durch seine leuchtende Charmois-Kalkstein-Fassade weithin sichtbar von dem azurblauen Meer ab. Erscheint das Gebäude von außen eher streng gefasst, so überrascht es den Besucher im Inneren mit großartiger Offenheit: „Wenn man will, dass die Leute kommen und bleiben, dann muss man Raum für sie schaffen und aufregende Wege durch die Räume“, beschreibt Star-Architekt Pei sein einzigartiges Museumskonzept.

Kein Ornament unterbricht die Geradlinigkeit des pyramideförmigen Gebäudes. Die für den Mittleren Osten typisch orientalischen Dekors entdeckt der Besucher erst beim Betreten des Museums: Gewölbte Decken, Intarsien im Steinboden oder die weit geschwungenen Treppen verleihen dem Atrium einen Hauch aus 1001 Nacht. Den architektonischen Höhepunkt des fünfstöckigen Gebäudes bildet ein Quader mit vier Lichtschlitzen. Hier verbirgt sich im Inneren eine – von außen unsichtbare – Stahlkuppel, in der sich das Sonnenlicht tausendfach bricht.

In die großzügigen Galerien, die sich in permanente und temporäre Ausstellungsräume unterteilen, dringt kein Tageslicht ein. Die vorwiegend in Vitrinen ausgestellten Meisterwerke werden ausschließlich mit Kunstlicht beleuchtet. An den Strahlern montierte UV-Filter garantieren dabei eine besonders schonende Beleuchtung der empfindlichen Exponate. Im Mittelpunkt der Lichtplanung stand jedoch der Wunsch nach einer vollautomatischen Steuerung der Strahler. Dazu erweiterte Zumtobel die Fähigkeiten des Starflex Strahlers um speziell eingebaute Stellmotoren.

Über diese intelligente Steuerung lassen sich die 1.200 Strahler in den Ausstellungsräumen vollautomatisch ausrichten und individuell um bis zu 45° drehen und schwenken. In den temporären Ausstellungssälen sind weitere 850 Starflex Strahler installiert. Ausgestattet mit verschiedenen Linsenoptiken verfügen die Strahler über variable Ausstrahlwinkel, so dass die Exponate gezielt ausgeleuchtet werden können. Durch den systematischen Einsatz von Zubehörartikeln wie Wabenraster, Filtergläser oder Shutterklappen lassen sich hier weitere faszinierende Lichtstimmungen  erzeugen.




 
 

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