23. Dezember 2010

Atmosphärische Spannung

LED-Leuchten und raffinierte Lichtplanung bringen viel Stimmung in ein neues Haus auf Stuttgarts Halbhöhenlage, unterhalb des Fernsehturms. Das LED-Lichtkonzept wurde von außen nach innen konsequent umgesetzt. Insgesamt folgt das Interieur einem „klassischen“ Ansatz, so der Architekt Hans-Georg Popp. Nur im Schwimmbad ist alles etwas anders. Dort wird das strenge Konzept aufgelöst und die Atmosphäre „verspielter“.

Verbindendes Gestaltungselement: die auf Steckdosenhöhe platzierten ZEN IN Wandeinbauleuchten sind in fast allen Räumen zu finden [Bild: Frank Ockert]

Im Schwimmbad löst sich die sonst strenge Anordnung der Leuchten auf, stattdessen werden runde Modul R-Leuchten unregelmäßig an der Decke verteilt. Ein besonderes Licht schafft die durchgehende Voutenbeleuchtung – ein wandbegleitendes LED-Lichtband, das in einer Wandkante angebracht ist und das Glasmosaik bis unter die Wasseroberfläche beleuchtet [Bild: Frank Ockert]

Innen und Außen sind atmosphärisch verbunden: Draußen kam die ZEN ON Aqua-Leuchte zum Einsatz, die demnächst in Serie gehen soll [Bild: Frank Ockert]

Außenansicht des großzügigen Wohnhauses in bester Stuttgarter Halbhöhenlage. Die Außenleuchten sind Wegbegleiter hinauf zum Eingang des Anwesens [Bild: Frank Ockert]

Auch andere LED-Sonderleuchten fanden ihren Platz auf dem Balkon oder im Eingangsbereich: Die schwarze Außen-Wandleuchte Whisky Fox ist die noch junge, runde Variante zum Whisky Pur Modell [Bild: Frank Ockert]

Die kreisrunde Außenstehleuchte S108 LED.next nach Vorschlag des Architekten Hans-Georg Popp [Bild: Frank Ockert]

Über den Arbeitsflächen in der Küche schaffen die Modul Q 36 Leuchten starkes Licht [Bild: Frank Ockert]

Lichtakzente in den Bädern setzen die dreh- und schwenkbaren Modul Q 36 TT-Deckenleuchten [Bild: Frank Ockert]

Dreh- und schwenkbare Modul Q 36 TT-Deckenleuchten sorgen für Lichtakzente im großen Wohnraum – dunkle oder helle vertikale Wandflächen verleihen dem Raum Stimmung und Tiefe. Dabei reflektieren die Oberflächen des warmtonigen Cabreuva-Holzparketts und die sandfarbenen Wände das Licht in einem warmen Ton [Bild: Frank Ockert]

„Die Intention war, durch die Schaffung von helleren und dunkleren Bereichen beziehungsweise Wandflächen Spannung zu erzeugen“, erklärt Lichtplaner Hans-Peter Beutelspacher. Im weitläufigen Haus einer fünfköpfigen Familie in Stuttgarts aussichtsreicher Halbhöhenlage sorgt fast ausschließlich Licht von LED-Leuchten für diese unterschiedlichen Lichtbereiche und Stimmungen. Die Bauherren waren äußerst aufgeschlossen für die innovative Beleuchtungs-Technologie, die sich im Büro- und Objektbereich schon längst durchgesetzt hat.



Nicht umsonst, denn auch in diesem Familienhaus sorgen die hoch effizienten LED-Leuchten zusammen mit den eingebauten Sonnenkollektoren, der Kraft-Wärmepumpe und der kontrollierten Raumlüftungsanlage selbst bei knapp 600 Quadratmetern Wohnfläche für sehr niedrige Energiekosten.

Die Entscheidung, ein Haus über vier Ebenen mit LED-Leuchten auszustatten, fiel jedoch nicht nur aufgrund des minimalen Energieverbrauchs. Ästhetische und praktische Überlegungen gaben gleichermaßen den Ausschlag. „Eine unverwechselbare Architektur und der Einsatz natürlicher Materialien“, beschreibt Architekt Hans-Georg Popp die Zielrichtung der Gestaltung. Nicht dem grau-weißen Mainstream folgend, sondern partiell mit Mooser Muschelkalk-Natursteinfassade, warmtonigem Cabreuva-Holzparkett und weiten, klaren Räumen – ein „insgesamt klassischer Ansatz.“ Die puristische Form der Leuchten, deren Reduktion nur durch die LEDs möglich ist, wird kombiniert mit den samtenen, eloxierten Oberflächen.

LED-Sicherheitsbeleuchtung auf 300 qm – mit nur 15 Watt
Die LED-Leuchten von Nimbus fügen sich hier dezent und doch prägnant ein. Wie ein verbindendes Gestaltungselement ziehen sich beispielsweise die auf Steckdosenhöhe (bodennah) platzierten ZEN IN Wandeinbauleuchten durch die Räume. Sie bilden die eine zentrale Lichtquelle im Haus – als Durchgangslicht. Das heißt, sobald die Dämmerung einsetzt, schalten sich diese Leuchten (automatisch über eine Gebäudesteuerung gesteuert) ein, wenn es morgens hell ist, gehen sie wieder aus. Zwischen 23.30 und 6.00 Uhr werden sie auf ein Grundlicht gedimmt. Somit können die Bewohner nachts im ganzen Haus sicher unterwegs sein, ohne einen Lichtschalter zu betätigen. Der sehr niedrige Stromverbrauch der Einbauleuchten lässt diesen Licht- und Sicherheitskomfort zu. Dabei werden beispielsweiseim gesamten Wohn- und Schlafbereich mit rund 300 qm nur 15 W zur Beleuchtung benötigt.

Dreh- und schwenkbare Modul Q 36 TT-Deckenleuchten schaffen Lichtakzente im großen Wohnraum – eben die dunklen oder helleren vertikalen Wandflächen, die dem Raum Stimmung und Tiefe verleihen. Um die Atmosphäre noch angenehmer zu gestalten, können die Leuchten durch Drehen und Schwenken gezielt auf einzelne Wandbereiche gerichtet werden, und auch die Kunst an den Wänden entfaltet so ihre Wirkung. Die umgebenden Materialien spielen eine entscheidende Rolle, ob das Licht als stimmig empfunden wird. So reflektieren im Haus am Hang die Oberflächen des Holzbodens und die sandfarbenen Wände das Licht in einem warmen Ton. Zu einem raten allerdings sowohl der Architekt als auch der Lichtplaner ab: LED- und konventionelles Licht parallel zu nutzen. „Dazu sind die Lichtcharaktere doch zu unterschiedlich.“ So haben die wenigen konventionellen Leuchten im Haus vor allem die Funktion der „dekorativen Beleuchtung“, beispielsweise als Kronleuchter oder Esstischleuchte.

Im Schwimmbad ist alles anders...
Das Durchgangslicht im Inneren geht ins Außen über – die beiden Bereiche werden optisch und atmosphärisch verbunden. Im Außenbereich kam dabei die Aussenleuchte „ZEN ON Aqua“-Leuchte zum Einsatz, die demnächst in Serie gehen soll. Auch andere Sonderleuchten fanden ihren Platz, denn die Bauherren zeigten sich offen für Experimente. Die schwarze Außen-Wandleuchte „Whisky Fox“ ist die noch junge, runde Variante zur bekannten „Whisky Pur“-Außenleuchte.

Im Schwimmbad folgte die Planung einem anderen Konzept. „Die Strenge wird aufgelöst, es wird verspielter“, erklärt Lichtplaner Hans-Peter Beutelspacher das Konzept. Hier wird die lineare Anordnung von „Q-Modulen“, die sonst in 2-er oder 3-er Gruppen angeordnet sind, abgelöst von unregelmäßig platzierten runden „Modul R“-Leuchten in unterschiedlichen Größen, die auf Anregung von Nimbus Geschäftsführer Dietrich Brennenstuhl eingebaut wurden. Ein subtiles Licht schafft zudem die durchgehende Voutenbeleuchtung – ein wandbegleitendes LED-Lichtband, das in einer Wandkante angebracht ist und das Glasmosaik bis unter die Wasseroberfläche beleuchtet. Die Voutenbeleuchtung findet sich auch in den Bädern und dem Gäste WC wieder. Sie bringt die Wand wie von selbst zum Leuchten.

LED-Leuchten haben im häuslichen Bereich eine große Zukunft, dieser Meinung sind sowohl der Architekt als auch der Lichtplaner. Lichtplaner Hans-Peter Beutelspacher sieht zudem in der Wartungsfreiheit und der geringen Wärmentwicklung ein großes Plus. Schlussendlich ist die junge Bauherrschaft hoch zufrieden und glücklich mit dem Ergebnis der LED Beleuchtung. Die anfänglichen Vorurteile gegen die LED Beleuchtung –wie z.B. die kühle Lichtwirkung- konnte im „Mock- Up“, dem Nimbus hauseigenen Lichtlabor mit einem Versuchsaufbau ausgeräumt werden. Die von den Bauherren gewünschte warme Atmosphäre wird durch das LED Licht hervorragend umgesetzt. „Ökologisch und ökonomisch das Richtige getan zu haben, ohne Abstriche beim Lichtkomfort machen zu müssen gibt einem ein rundum gutes Gefühl“, betont der Bauherr voller Stolz.




 
 

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