05. Februar 2019

LiTG Publikation 38 - »Leistungsbilder Lichtplanung – Teil 1 Tages- und Kunstlicht«

Als erste Veröffentlichung mit dem Schwerpunkt »Arbeitspraxis« ist die LiTG-Publikation 38 »Leistungsbilder Lichtplanung – Teil 1 Tages- und Kunstlicht« nun erschienen. Für alle LiTG-Mitglieder steht die Schrift seit dem 28. Januar 2019 zum kostenlosen Download von der LiTG-Webseite zur Verfügung.

"Leistungsbilder Lichtplanung – Teil 1 Tages- und Kunstlicht" steht für alle Mitglieder zum kostenlosen Download bereit [Bild: Lichttechnische Gesellschaft e.V. (LiTG)]

Lichtplanungen orientieren sich seit Jahrzehnten an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), ohne dass darin explizite Leistungsbilder für Lichtplanungen enthalten sind. Die Untersuchung sämtlicher Honorarordnungen seit ihrer Entstehung im Jahr 1976 zeigt, dass hinsichtlich der Lichtplanung Strukturen und Systematiken festgelegt wurden, die bis heute Bestand haben: Tages- und Kunstlichtplanungen sind lediglich als Teile innerhalb von Objekt- und Fachplanungen angelegt.



Die aktuelle Planungs- und Baupraxis und die Vorgaben des BGB 2018 zum neuen Planungsvertragsrecht erfordern es, diese Strukturen in Bezug auf Lichtplanungen flexibler zu gestalten, zu aktualisieren und vor allem zu konkretisieren.

Vor diesem Hintergrund begann im November 2017 im Auftrag der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft e.V. (LiTG) eine Taskforce aus zehn Experten, die sich aus Lichtplanern, Sachverständigen, Hochschullehrern, Herstellern von Beleuchtung, Tageslichtsystemen und Regelungstechniken zusammensetzt, mit der Zusammenstellung detaillierter »Leistungsbilder Lichtplanungen«. In die Erarbeitungen flossen die Bewertungen, Kommentare und Ergänzungen von rund 70 Fachplanern und Planungsbüros aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ein. Die im Dezember 2018 fertiggestellten Leistungsbilder »Tageslicht« und »Kunstlicht«  und liegen nun als LiTG-Publikation vor. Ende 2019 sollen weitere Leistungsbilder für die »Außen- und Straßenbeleuchtung« folgen.

Die Schrift entstand im Kontext der Bestrebungen der LiTG, die Qualität der Beleuchtung zum Besten des Nutzers zu optimieren. Dazu ist eine integrative Lichtplanung erforderlich, die eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht vorsieht und neben technischen und gestalterischen Aspekten auch die nichtvisuelle Wirkung von Licht berücksichtigt, sowie soziale, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte einbezieht. Dies setzt eine professionelle Lichtplanung voraus.

Ein erheblicher Teil der Lichtplanungen wird in Deutschland nicht von klassischen Lichtplanern wie technisch vorgebildeten Licht-Ingenieuren oder Lichtdesignern mit überwiegend gestalterischem Hintergrund durchgeführt, sondern von Elektroplanern, Installateuren oder auch (Innen-) Architekten u.v.a.m. Alle, für die die Planung von Licht eher ein Zusatzgeschäft ist, fasst diese Publikation unter dem Begriff »Lichtplanende« in Abgrenzung zum Lichtplaner zusammen. Es geht darum, Brücken für ein planerisches Miteinander zu bauen.

Die Publikation 38 richtet sich an Lichtplaner und Lichtplanende sowie an Bauherrn und jeden, der Lichtplanungen beauftragt. Sie entstand mit dem Ziel, durch die konkrete Beschreibung von Leistungsbildern darstellen zu können, wie sich die durch eine Lichtplanung zu erbringenden Leistungen zusammensetzen, inwieweit diese Leistungen von der gesetzlichen Honorarordnung abgedeckt werden und an welcher Stelle darüber hinaus gehende Vergütungen zu vereinbaren sind.

Weiteres Ziel war es, das Bewusstsein zu schaffen für die umfänglichen Leistungen, die eine professionelle Lichtplanung abdecken muss.

Die Autoren sind Tilo Bauer, Ulf Greiner Mai (federführend) Renate Hammer, Clemens Tropp und Mathias Wambsganß. (ISBN 978-3-927787-63-6, 1. Auflage Januar 2019. 104 Seiten, 20 Tabellen, 2 Graphiken)




 
 

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