29. November 2017

Fünf Lösungen für fünf häufige Probleme

Wie jeder weiß, können beim Entwickeln einer Beleuchtungsplanung leicht Probleme mit der Elektroinstallation auftreten – etwa im Hinblick darauf, wo die Kabel verlegt oder die Fittings platziert werden – wodurch einerseits die kreative Freiheit eingeschränkt werden kann und andererseits oft verhindert wird, dass die Lichtpunkte exakt dort hinkommen, wo man sie haben möchte.

[Bild: Vibia Lighting, S.L.U.]

[Bild: Vibia Lighting, S.L.U.]

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[Bild: Vibia Lighting, S.L.U.]

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[Bild: Vibia Lighting, S.L.U.]

Verkabelungsprobleme treten am häufigsten in folgenden Bereichen auf:

  •  in Bauwerken, die unter Denkmalschutz stehen
  •  in renovierten Räumen
  •  bei Strukturen, die nicht ausreichend Platz für Einbauleuchten bieten
  •  bei Sichtbeton-, Ziegelstein- oder Holzdecken.


In diesen Fällen kann es kompliziert oder sogar unmöglich sein, die Kabel diskret in Maueraussparungen oder abgehängten Decken zu verbergen, weshalb man alternative Ansätze und innovative Lösungen braucht. Einer der besten Wege, solche Installations- und Routingprobleme zu umgehen, ist, einen erfahrenen Licht-Designer zu engagieren, der die Oberaufsicht über das Projekt übernimmt und über die korrekte Ausführung wacht. Aber auch ohne diese professionelle Hilfe gibt es eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten.

#1: Bauwerke unter Denkmalschutz
Denkmalgeschützte Bausubstanz unterliegt hinsichtlich der Kabelverlegung sehr häufig Einschränkungen sowohl was die Decke als auch was die Wände betrifft. Als Lösung wird im Allgemeinen auf tragbare Steh- oder Tischleuchten zurückgegriffen, die nicht fest an einem Ort angebracht werden müssen. Stehleuchten mit Bogenform können Licht von oben erzeugen und die Wirkung einer zentralen Deckenbeleuchtung nachahmen. Dazu lassen sich bereits vorhandene Steckdosen nutzen oder man kann an bestimmten Stellen neue hinzufügen, hinter Sockelleisten, Deckengesimsen und Türrahmen versteckt oder auch in Möbel integriert.

#2: Renovierte Räume
Auch in renovierten Räumen kann die Kabelverlegung eine Herausforderung darstellen. Wenn bereits Deckenleuchten vorhanden, diese aber ungünstig platziert sind, ist es manchmal möglich, ein Kabel vom Lichtpunkt zu dem gewünschten Ort hin zu verlegen. Dann zieht sich zwar eine Leitung über die Decke, aber wenn sie mit Vorsicht angebracht wird, muss sie die Ästhetik nicht beeinträchtigen. Ebenso kann man bei bereits vorhandenen Wandleuchten vorgehen; allerdings ist es da ratsam, die Kabel hinter Simsen oder Möbeln zu verstecken, denn herabhängende Kabel an der Wand stören im Allgemeinen die Ästhetik des Raums. In Bereichen ohne Decken- oder Wandleitungen bieten Steh-und Tischleuchten eine gute Alternative.

#3: Abgehängte Decken
Bei abgehängten Decken, die nicht genug Platz für Einbauleuchten bieten, ist manchmal noch Raum, um einfache Kabel hinzuzufügen. In diesem Fall kann man Aufbaustrahler anbringen, die direktes, nach unten gerichtetes Licht erzeugen, oder sich für Wandleuchten entscheiden, sofern Wandleitungen vorhanden sind. Steh- und Tischleuchten können dieses Beleuchtungskonzept ergänzen oder auch als Hauptlichtquelle dienen, wenn eine Kabelverlegung ganz unmöglich ist.

#4: Decken mit sichtbaren Bögen oder Balken und Holzdecken
Solche Decken eignen sich im Allgemeinen nicht für integrierte oder verdeckte Verkabelung und das Anbringen zusätzlicher Leitungen beeinträchtigt hier normalerweise das Gesamterscheinungsbild. Daher sind Fremdlichtquellen wie Steh-, Wand- oder Tischleuchten in solchen Fällen sicher die beste Wahl.

#5: Verkabelung als kreative Gestaltung
Eine andere mögliche Strategie: “Wenn du sie nicht besiegen kannst, verbünde dich mit ihnen.” Oder, anders gesagt, wenn man die elektrische Verkabelung nicht verstecken kann, dann sollte man sie offenlegen und einfach wie ein weiteres Element des Gesamtkonzepts behandeln. Das funktioniert normalerweise bei einer Industrie- oder Hightech-Ästhetik besser als bei eher traditionellen Designkonzepten und erfordert wie bei jedem anderen Gestaltungselement sorgfältiges Abwägen von Umfang, Proportion und Gesamterscheinung, einschließlich der Stellen, wo die Kabel platziert werden sollen, ihrer Länge und ihres Durchmessers sowie dem Abstand zwischen den Anschlüssen, um zu gewährleisten, dass die Struktur sowohl attraktiv als auch funktional ist.

Elektrokabel können in sichtbaren Leitungen mit attraktivem Finish wie Kupfer oder Aluminium verlegt werden. Für die Kabelführung kann man auch elektrische Kabeltrassen in Aluminium verwenden. Bei Räumen mit hohen Decken können Decke und Kabel (sowie weitere technische Installationen wie etwa Klimaanlagen) in derselben Farbe gestrichen werden, wodurch die Kabel optisch verschwinden; diese Strategie ist mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen kompatibel.  Kabel-Layouts müssen übrigens nicht geradlinig verlaufen, um als geordnet wahrgenommen zu werden. Gängiger Trend ist vielmehr, geschwungene oder verspieltere Anordnungen zu kreieren, wobei die Kabel mit einem farbigen, frei wählbaren Material überzogen sind. Solche Gestaltungen gehen üblicherweise von einem zentralen Punkt in verschiedene Richtungen aus – wie ein Netz oder an einer Schnur aufgereihte Perlen.




 
 

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