01. September 2011

Die Kunst, Kunst ins rechte Licht zu rücken

Das Museum Folkwang in Essen gilt als eine der bedeutendsten Kunststätten Deutschlands. Neben Sammlungen der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne, der Kunst nach 1945 und der Fotografie bietet der Neubau von David Chipperfield auch ein architektonisches Highlight: eine 1.400 m2 große Lichtdecke, die ohne unterbrechende Stützsäulen die ausgestellte Kunst ins rechte (Natur- und Kunst-) Licht rückt.

[Bild: Sefar AG]

[Bild: Sefar AG]

[Bild: Sefar AG]

Natürliches Licht ist im von David Chipperfield geplanten Museum-Neubau allgegenwärtig. Die Hofumgänge werden so lange wie möglich damit erfüllt und auch die Ausstellungsräume wurden so konzipiert, das natürliche Lichtspektrum für die Präsentation der Kunst nutzbar zu machen. Dementsprechend treten die Kunstwerke mit den sich im Tagesablauf ändernden Lichtsituationen in einen besonderen Dialog. Über Seitenfenster und Lichtdecken wird die Lichtstimmung im Inneren des Museums gesteuert.



Aus architektonischen Gründen fiel die Entscheidung auf das Lightframe-Konzept, einer optimalen Kombination aus dem SEFAR® Architecture IA-95-CL Gewebe und intelligenten Deckenmodulen mit überzeugendem Mehrwert.

Große Dimensionen intelligent gelöst
Das Lightframe-Konzept basiert auf einem modularen System. Dabei nehmen detaillose – und dadurch die Raumcharakteristik nicht verändernde – Leichtmetallrahmen sowohl die Spanneinrichtung als auch die Geweberänder unsichtbar auf. Halterungen, Beleuchtungskörper und Kabel werden in einer speziellen Technikschiene untergebracht. Bei der Verbindung mehrerer Elemente, wie es auch im Museum Folkwang der Fall ist, sorgen Lock-Schrauben für die nötige Vorspannung, um auch große Flächenmaße zu realisieren. In der 1.400 m2 großen Lichtdecke über der stützenfreien Halle wurden insgesamt 514 «schwebende» Lightframe-Module verbaut.

Flexibilität für wechselnde Raumstrukturen. Akustik-Vorteile.
Gleichzeitig kommt die Lightframe-Lichtdecke den ausstellungsspezifischen Anforderungen entgegen. Die modulare Anordnung des Deckenrasters erlaubt es, Laufschienen für hängende Trennwandelemente aufzunehmen. Auf diese Weise dient die Lichtdecke gleichzeitig als Einteilung für die wechselnde Raumstruktur. Mehr noch: Neben seiner lichttechnischen Eigenschaft mit einer Lichttransmission von mehr als 95 % zeichnet sich das SEFAR® Architecture IA-95-CL Gewebe durch effektive Schallabsorption aus – eine Grundanforderung für die Gestaltung eines reduzierten Ausstellungsraumes ohne eigene «Brüche», die den Schall aufnehmen könnten. Darüber hinaus schafft der textile Charakter der Lichtdecke unmerkbar, aber doch spürbar, eine angenehme Raumatmosphäre innerhalb der klaren Formensprache des gesamten Gebäudes.

Mit dieser Lichtlösung gelingt es die Kunst im Mittelpunkt des Interesses gelten zu lassen. Obwohl die Dimensionen und die klaren Strukturen der Lichtdecken eigentlich maßgeblich zum Gesamterlebnis des Museumbesuchs beitragen, halten sich diese architektonischen Feinheiten dezent im Hintergrund. Das Lightframe-Konzept und das SEFAR® Architecture IA-95-CL Gewebe verstehen sich als Mittel zum Zweck – sind in diesem ausgewählten Rahmen aber sichtlich gut aufgehoben.




 
 

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