29. Februar 2024

Wegweisendes Konzept für nachhaltigen Scheinwerfer

Der international aufgestellte Automobilzulieferer FORVIA HELLA hat ein wegweisendes Konzept eines Scheinwerfers entwickelt, das kostenneutral Nachhaltigkeit, hohe Leistungsfähigkeit und Funktionalität miteinander verbindet. Der im Zuge einer Vorentwicklung konzipierte Scheinwerfer hat über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet einen um bis zu 70 Prozent geringeren CO2-Fußabruck und wiegt lediglich zwei statt der herkömmlichen etwa fünf Kilogramm. Vorgestellt wurde das Konzept zum weltweit ersten Mal Anfang des Jahres auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

Das Scheinwerferkonzept von FORVIA HELLA verbindet kostenneutral Nachhaltigkeit, hohe Leistungsfähigkeit und Funktionalität [Bild: FORVIA/ HELLA GmbH & Co. KGaA]

Im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern sollen auch Einzelteile ersetzt und repariert werden können [Bild: FORVIA/ HELLA GmbH & Co. KGaA]

„Wir möchten die Mobilität der Zukunft mit Produktlösungen gestalten, die sowohl innovativ als auch besonders nachhaltig sind, und von denen Kunden, Verbraucher und Umwelt gleichermaßen profitieren“, sagt Yves Andres, der als Mitglied der Geschäftsführung für das globale Lichtgeschäft von FORVIA HELLA verantwortlich ist. „Als Technologieführer wollen wir daher auch im Hinblick auf unsere Lichtprodukte ein Vorreiter sein und einen weiteren wesentlichen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft machen. Wir haben daher einen seriennahen Scheinwerfer konzipiert, mit dem wir eindrucksvoll die Möglichkeiten aufzeigen, Nachhaltigkeit und Performance miteinander zu harmonisieren, ohne bei Sicherheit und Komfort Abstriche machen zu müssen.“



Das von FORVIA HELLA entwickelte „Sustainable Headlamp“-Konzept basiert im Wesentlichen auf den drei Grundprinzipien: weniger, besser, länger. So werden erstens basierend auf einem vollkommen neuen Konstruktionsprinzip deutlich weniger Bauteile eingesetzt, rein dekorative Komponenten ohne Funktion ausgelassen und durch ausschließlich strukturell erforderliche Elemente ersetzt. Zweitens kommen vor allem Materialien wie biobasierte Kunststoffe oder Rezyklate, etwa aus wiederverwerteten Getränkeflaschen, zum Einsatz.

Integriert wird ein SSL48-Lichtmodul. Dieses benötigt einerseits durch eine hocheffiziente Optiklinse einen deutlich geringeren Bauraum. Andererseits setzt es Lichtfunktionen vollkommen softwaregesteuert um, wodurch erforderliche Aufwände für unterschiedliche Scheinwerfervarianten reduziert und nachträgliche Upgrades ermöglicht werden. Drittens sollen im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern auch Einzelteile ersetzt und repariert werden können, um die Lebensdauer des Scheinwerfers zu verlängern und die Recyclingquote der verwenden Komponenten deutlich zu erhöhen.

Das Gesamtkonzept des nachhaltigen Scheinwerfers soll verglichen mit modernen LED-Scheinwerfern im Markt kostenneutral und somit ohne finanzielle Mehraufwände realisiert werden. Vor allem der Einbau wiederverwendeter Komponenten, die Reduzierung des Bauteilbedarfs sowie das geringere Gesamtgewicht sollen Kosten für hochwertigere Materialien ausgleichen.

Licht-Geschäftsführer Yves Andres: „Mit unserem Scheinwerferkonzept haben wir unter Beweis gestellt, dass Nachhaltigkeit, Leistungsfähigkeit und Funktionalität keine Widersprüche sind. In einem nächsten Schritt wollen wir die Ansätze unseres nachhaltigen Scheinwerfers gemeinsam mit unseren Kunden weiter ausarbeiten, vertiefen und mittelfristig an mögliche Serienprojekte heranführen.“




 
 

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