26. Februar 2026

Lichtakzente im barocken Denkmal

Die Ludwigskirche in Saarbrücken präsentiert sich nach der letzten Innensanierung mit einem modernen, energieeffizienten und detailreichen Lichtkonzept, das die Lichtmanufaktur luxwerk umgesetzt hat.

Die Ludwigskirche in Saarbrücken gehört zu den wichtigsten evangelischen Barockkirchen in Deutschland und wurde 1775 nach Plänen des Baumeisters Friedrich Joachim Stengel vollendet [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

Unterschiedlich choreographierte Lichtstimmungen inszenieren und zonieren die jeweiligen Kirchenbereiche, wie etwa die Orgelempore ... Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

... die Sitzreihen und Seitenemporen ... [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

... oder das „Auge Gottes“. Das vergoldete Deckenornament im Zentrum der Kuppel wird dabei von vier winkelförmigen Lichtinstallationen angestrahlt, die auf den vier Kapitellen montiert sind [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

In die Fensterlaibungen platzierte Strahler betonen das lichtdurchflutete Kircheninnere und zeichnen es nach außen ab [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

Die Fürstenloge gegenüber der Orgel beherbergt seit dem Sanierungsabschluss im August 2025 eine Dauerausstellung zur Geschichte der Kirche [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

Den Kirchenraum erleuchten lineare Wandanbauleuchten, Deckeneinbauleuchten unterhalb der Seitenemporen, Wandanbaustrahler und die Kapitell-Leuchtsysteme in einem jeweils eigenen Zusammenspiel [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

Die Kapitell-Lichtsysteme zeichnen das zentrale Kuppelornament, das Gottessymbol in einer vergoldeten Strahlensonne, im exakten Umriss nach [Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

Der unebene Untergrund erforderte eine jeweils angepasste und sichere Befestigung, bevor die einzelnen LED-Projektoren individuell ausgerichtet wurden[Bild: luxwerk – manufaktur für lichttechnik GmbH]

Zu ihrem 250. Geburtstag erstrahlt eine der bedeutendsten evangelischen Barockkirchen Deutschlands in frischem Glanz: Die Ludwigskirche in Saarbrücken präsentierte sich in ihrem Jubiläumsjahr 2025 unter anderem anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit einem großen Publikum samt bundes- und außenpolitischer Prominenz. Die vorangegangene Innensanierung umfasste auch die Erneuerung der Lichttechnik und damit ein nutzungsbedingtes, energieeffizientes und detailreiches Beleuchtungskonzept. Die süddeutsche Lichtmanufaktur luxwerk lieferte Lichtlösungen und projektspezifische Sonderleuchten, die nun Architektur und Ornamentik wirkungsvoll inszenieren.



Die Ludwigskirche gilt als Wahrzeichen der saarländischen Landeshauptstadt und zählt zu den wichtigsten evangelischen Kirchen im Barockstil deutschlandweit. Errichtet ab 1762 nach Plänen des in Saarbrücken umfassend wirkenden Baumeisters Friedrich Joachim Stengel und im Auftrag des Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken, wurde das Bauwerk unter der Ägide dessen Sohnes Ludwig 1775 vollendet und eingeweiht. Dieser gilt auch als Namensgeber des bis heute über die Landesgrenzen hinaus bekannten Sakralbaus.

Umbauten, Rekonstruktion und jüngste Sanierung
Zahlreiche Umbauten erfolgten im Lauf der Historie, bevor der Zweite Weltkrieg die verheerendsten Spuren hinterlassen sollte. Bis auf die Grundmauern fiel die Ludwigskirche Bombenangriffen im Oktober 1944 zum Opfer. Mit dem späteren Wiederaufbau ging auch die vieldiskutierte und langwierige Entscheidung einher, das Kircheninnere gemäß dem Vorkriegszustand und möglichst getreu des Stengel’schen Originals – also nicht wie anfangs gewünscht in einem der Zeit angepassten Stil – zu rekonstruieren.

Die Wiedererrichtung resultierte 1975 in einem lichtdurchfluteten, vorwiegend in Weiß und Elfenbein gehaltenen Kirchenraum. An den Decken wurde der ornamentale Stuck anhand von Originalplänen und Vorkriegs-Fotografien modelliert. Die allgegenwärtige helle Raumhülle des Kirchenbaus mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes wird von sanften Kontrasten in Altrosa an den Decken oder ockerfarbenen Säulen gerahmt. Neben dem detailreichen Stuck gehört das vergoldete „Auge Gottes“ zu den imposantesten Ornamenten im Zentrum der Mittelkuppel.

Energieeffiziente und denkmalgerechte Modernisierung
Mitte der 2010er Jahre standen erneut Sanierungsarbeiten an, darunter die Modernisierung der Heizungs-, Elektro-, Ton- und Glockentechnik. In einem zweiten Bauabschnitt folgten ab 2022 die denkmalgerechte Sanierung von Fenstern, Decken und Wänden sowie der Einbau neuer LED-Beleuchtungstechnik anstelle der vorherigen Halogenlampen.

Aufgrund einer vorangegangenen Arbeit für die Kirchengemeinde setzte sich im Ausschreibungswettbewerb das Beleuchtungskonzept des badischen Sonderleuchtenherstellers luxwerk durch. Gefordert waren die deutlich energiesparendere technische Ausstattung, eine Verbesserung der Lichtqualität und gezielte Lichtakzente etwa im Bereich des Altars, der Raummitte, der Sitzreihen oder der Orgel. Zu den größten Herausforderungen zählte die Vorgabe, lediglich die vorhandenen Stromauslässe zu nutzen und die Position der Leuchten entsprechend zu wählen.

„Unser Konzept zielte auf eine formal zurückhaltende Leuchtengestaltung, wodurch die Wirkung im Vordergrund steht. Die imposante Architektur wird somit eher durch das Licht als durch die Lichtquellen sicht- und spürbar gemacht,“ erklärt Oliver Ost, Architekt und Lichtberater bei luxwerk.

Minimalistisch verbaute Lichtquellen
Um trotz der großen Höhe die gewünschte lichtgestützte Zonierung erzielen zu können, wählten die Lichtplaner und -ingenieure von luxwerk sehr engstrahlende, bewegliche Strahler, die um projektspezifische Sonderleuchten in Form von Wandleuchten, Strahlern in den Fensterlaibungen und Downlights ergänzt wurden. Insgesamt finden sich im Zentralbau rund 140 Einzelleuchten von luxwerk sowie vier maßgeschneiderte Konstruktionen, die oberhalb der Kapitelle an den vier Ecksäulen im Mittelschiff montiert sind. Jede dieser Kapitell-Lichtinstallationen setzt sich aus jeweils 6 bis 10 Einzelstrahlern zusammen. Darunter sind hochpräzise ausgerichtete LED-Projektoren, die das „Auge Gottes“ aus seitlicher Position im exakten Umriss ausleuchten.

Hierbei stellten die Montage und Ausrichtung eine besondere Aufgabe dar. Um in so großer Höhe arbeiten zu können, wurde das für die Deckensanierung eingestellte Raumgerüst genutzt. Einzelne Plattformen wurden entfernt, um die Lichtwirkung zu justieren. Gleichzeitig stellte sich der Untergrund, auf dem die Platten für die LED-Projektoren befestigt wurden, als sehr uneben und geneigt heraus. Die jeweils angepasste Befestigung erfolgte stets unter dem Aspekt maximaler Sicherheit.

Flexible Steuerung für verschiedene Nutzungsszenarien
Das Zusammenspiel aus linearen Wandanbauleuchten oder den Deckeneinbauleuchten in den Seitenemporen, Wandanbaustrahlern und den Kapitell-Leuchtsystemen folgt den jeweils gewünschten Lichtstimmungen, Zonierungswünschen und an die Nutzung angepassten Szenarien. Die dimmbaren Lichtsysteme werden dabei zentral angesteuert.

Die beiden ehrenamtlichen Bauherren Peter Böttcher und Martin Wendt – die für die gelungene Innensanierung sogar mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurden – zeigen sich mit der Umsetzung des Beleuchtungskonzepts sehr zufrieden. Neben der Lichtfunktion werteten gerade auch die unterschiedlichen Beleuchtungsszenarien die räumlichen Qualitäten auf. Insbesondere die feine Ausleuchtung des „Auge Gottes“ erfreue Besucher und Gottesdienstteilnehmer immer wieder aufs Neue.




 
 

Aktuelle JobAnzeigen

Seit 2002 vermittelt on-light JOBS - ON-LIGHT-jobs.com - Das Jobportal im Lighting Business!

Aktuelle Branchennews

Neue aktive SPD Überspannungsschutzgeräte von Citel bei Schukat

Der Distributor Schukat erweitert sein Portfolio...

LENJA - Wohltuende Beleuchtung energiesparend umsetzen

Mit der Serie LENJA präsentiert ESYLUX längliche...

Secret Walk der Galleria Vittorio Emanuele II im neuen Licht

Luce&Light realisiert die architektonische...

Mit „THE EDITIONS" feiert Zumtobel Lichtlösungen für visionäre Architektur

Mit THE EDITIONS präsentiert der österreichische...

Smart Lighting für die Zukunft

Rheda-Wiedenbrück setzt auf Innovation und starke...

Glamox Industrieleuchte i65 gewinnt German Design Award 2026

Bei einer feierlichen Preisverleihung auf der...

Häfele auf der Messe Holz-Handwerk 2026

Was das Handwerk bewegt, treibt Häfele an - Auf...

Effiziente Arbeitsplatzbeleuchtung im Neubau der Technischen Werke Oberkirch

Stadtwerke Oberkirch setzen auf LUCTRA VITAWORK...

Moderne Lichtgestaltung für die Raiffeisenbank Unterkulm

Die Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Unterkulm...

Innovationen erleben - TRILUX auf der EuroShop und Light+Building

Für TRILUX startet das Jahr 2026 mit zwei...

Produkt des Monats

Anzeige

Produkt des Monats
Februar 2026

HONO - Leichtigkeit und Eleganz



Projekt des Monats

Anzeige

Projekt des Monats
Februar 2026

BLOMUS HQ – Licht, Design und Inspiration



Im Portrait

Im Portrait

Klares Design mit Innovation vereint



Newsletter

 

 

ON-LIGHT | Licht im Netz®  —  Moritz-Walther-Weg 3  —  D-67365 Schwegenheim  —  info(at)on-light.de  —  www.on-light.de