Die Planung unter der Leitung von Jessica Borchardt zielte darauf, in der bestehenden, formal stark geprägten Architektur Räume zu schaffen, die Begegnung ermöglichen, internationale Zusammenarbeit unterstützen und zugleich eine ruhige, konzentrierte Arbeitsatmosphäre bieten.
Architektur als Auslöser für eine neue Leuchtentypologie
Das 2007 von Jürgen Mayer H. entworfene Gebäude mit seiner plastischen Formsprache und den horizontalen Fensterbändern besitzt eine ausgeprägte räumliche Identität, die Innenarchitektur und Licht unmittelbar bestimmt. Für den Umbau bedeutete dies, Beleuchtung nicht als nachträgliches Gestaltungselement zu verstehen, sondern als zentrales Entwurfsinstrument, das Orientierung schafft, Offenheit vermittelt und die räumliche Wirkung des Bestands neu lesbar macht.
Gleichzeitig zeigte sich, dass im bestehenden Produktspektrum keine Arbeitsplatzleuchte verfügbar war, die gestalterische Zurückhaltung, normative Anforderungen und technologische Zukunftsfähigkeit gleichermaßen erfüllt. Erst die Zusammenarbeit von BAID Architekten mit Zumtobel eröffnete die Möglichkeit, diese Anforderungen in einer eigenständigen, architektonisch gedachten Leuchtentypologie zu bündeln und mit SKENA umzusetzen.
Lichtwirkung vor Objektcharakter - SKENA beeindruckt durch technische Leistungsfähigkeit
Der Entwurf folgte dabei einem klaren gestalterischen Prinzip, das Jessica Borchardt rückblickend mit den Worten beschreibt: „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“.
„SKENA folgt dem Prinzip größtmöglicher Zurückhaltung. Wenn Gestaltung dauerhaft wirken soll, muss sie sich von modischen Gesten lösen und stattdessen auf Proportion, Lichtqualität und technische Zukunftsfähigkeit konzentrieren“, erläutert Jessica Borchardt.
Entscheidend waren die Proportionen und eine formale Zurückhaltung, die es der Leuchte erlaubt, technisch vollständig ausgestattet zu sein und zugleich ruhig, schlicht und selbstverständlich im Raum zu erscheinen. Die Wahrnehmung verschiebt sich dadurch vom Objekt auf die Qualität des Lichts. Die Stehleuchte SKENA entstand in intensiven Workshops zwischen BAID Architekten und Zumtobel im Rahmen von THE EDITIONS. Maßgeblich war ein gemeinsames Verständnis davon, dass architektonische Qualität nicht allein aus technischer Perfektion hervorgeht. Ebenso entscheidend ist ein Design, das zukünftige technische Entwicklungen antizipiert und dauerhaft Bestand haben kann. Dass Zumtobel diese Perspektive teilte und die gestalterische Dimension der Aufgabe ebenso ernst nahm wie die technische Umsetzung, wurde zur Grundlage des Entwicklungsprozesses.
Licht als Bestandteil räumlicher Organisation
Die Wirkung der SKENA entfaltet sich weniger über ihre physische Präsenz als über ihr Verhalten im Raum. Die Leuchte tritt bewusst in den Hintergrund und erscheint primär als Licht. Damit unterscheidet sich die Ausleuchtung des Raumes grundlegend vom Lichtobjekt als gestalterischem Statement. Technisch folgt die Leuchte dem Anspruch, sämtliche relevanten Funktionen zu integrieren, ohne zusätzliche Elemente im Raum sichtbar zu machen. Ein hoher indirekter Lichtanteil unterstützt die Einhaltung arbeitsstättenrechtlicher Anforderungen und erzeugt zugleich ein gleichmäßiges, angenehmes Umgebungslicht. Präsenz- und Tageslichtsensorik, integrierte LED-Treiber, Touch-Dimmer sowie die optionale Schwarmfunktion ermöglichen eine adaptive Lichtsteuerung, die sich dynamisch an Nutzung und Tageslicht anpasst.
Licht wird dadurch zu einem aktiven Bestandteil der räumlichen Organisation. Im Arbeitsalltag zeigt sich die Bedeutung dieser Integration besonders deutlich: Licht steht dort zur Verfügung, wo es benötigt wird, während ungenutzte Bereiche gedimmt bleiben und damit Energie gespart wird. So entsteht eine gleichmäßige Raumatmosphäre ohne Dunkelzonen, die Sicherheit vermittelt und das Gefühl von Isolation reduziert. Gleichzeitig bleibt die Leuchte neutral gegenüber unterschiedlichen Raumkonzepten und organisatorischen Strukturen. Ihre Zurückhaltung ermöglicht den Einsatz in variierenden Arbeitsumgebungen, ohne gestalterische Vorgaben zu erzwingen.
Flexibel im Heute, vorbereitet auf morgen - Das zeichnet SKENA als Leuchte von THE EDITIONS aus
SKENA erfüllt bereits heute die höchsten technischen Standards und bietet darüber hinaus innovative Funktionen, um flexibel auf zukünftige Anforderungen reagieren zu können. Der hohe indirekte Lichtanteil reduziert die notwendige Anzahl von Leuchten im Raum und trägt damit zur Ressourceneffizienz bei. Die Leuchte ist darauf ausgelegt, langfristig Bestandteil der Arbeitsumgebung zu bleiben. Mit SKENA wird erneut deutlich, welchen Entwicklungsansatz Zumtobel mit THE EDITIONS verfolgt: Leuchten entstehen aus konkreten architektonischen Anforderungen, entwickelt im Dialog mit führenden Architekten und Designern. Sie zeichnet eine eigenständige gestalterische Signatur aus, zugleich sind sie industriell reproduzierbar. Innovation zeigt sich hier als Ergebnis präziser Zusammenarbeit zwischen Architektur, Lichtplanung und industrieller Entwicklung. Im Projekt AppLike führt dieser Ansatz zu einer Lichtlösung, in der Raum, Gestaltung und Nutzung eine identitätsstarke Einheit bilden. SKENA steht damit exemplarisch für eine Form kollaborativer Produktentwicklung, in der Licht zum integralen Bestandteil zeitgenössischer Arbeitsarchitektur wird.
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