06. April 2011

Pädagogisches Modellprojekt

Unter dem Titel UNI-Klassen hat die Ludwig-Maximilians-Universität München ein Modellprojekt gestartet, das zukünftig die schulische Bildungsarbeit optimieren wird. WILA hat das komplette Lichtsystem für die UNI-Klasse in der Volksschule an der Haimhauserstraße in München entworfen. „Als Wegmarke für eine intensive, an der beruflichen Praxis ausgerichtete Zusammenarbeit von Schule und Hochschule in der Lehrerausbildung“ bezeichnete Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die neue UNI-Klasse anlässlich der Eröffnung.

Das Lichtsystem für das Modellprojekt UNI-Klasse der Ludwig-Maximilians-Universität München stellte WILA Lichttechnik kostenlos zur Verfügung [Bild: WILA Lichttechnik GmbH]

Dr. Michael Kirch (Bildmitte), Mitarbeiter am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der Ludwig-Maximilians-Universität München hat wesentlich am Konzept der UNI-Klasse mitgewirkt [Bild: WILA Lichttechnik GmbH]

Die Lichtverteilung im Raum wurde so gewählt, dass permanente Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen und Arbeitssituationen ermöglicht werden [Bild: WILA Lichttechnik GmbH]

Das Lichtsystem für die Münchener UNI-Klasse basiert auf der direkt/indirekt strahlenden WILA Pendelleuchte Linic 150 mit einer Mikroprismenabdeckung [Bild: WILA Lichttechnik GmbH]

In die Eckverbinder des Lichtsystems sind LED-Downlights des Typs E Connect Nero Accent (15 Watt/3.000 Kelvin) integriert [Bild: WILA Lichttechnik GmbH]

„UNI-Klassen eröffnen Studierenden, Lehrenden und Wissenschaftlern die Möglichkeit, Unterrichtssituationen zu beobachten und für die Erforschung und Weiterentwicklung von Lehre gewinnbringend nutzbar zu machen, ohne die Unterrichtssituation durch die Anwesenheit von Beobachtern zu stören. Sie sind mit einem ferngesteuerten Kamerasystem und modernster Aufnahmetechnik ausgestattet, das Unterrichtsgeschehen wird so in einen Nebenraum übertragen," erläuterte Prof. Dr. Joachim Kahlert, Dekan der Fakultät für Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiter des Projekts. Andere Studierende, aber auch Lehrkräfte und Unterrichtsforscher, können somit als Beobachter live am Unterricht in der Klasse teilhaben.



Realitätsnahe Unterrichtssituation
Die Räume sind mit flexiblem Mobiliar ausgestattet, die Anordnung von Tafeln, Stühlen und Tischen lässt sich ohne großen Aufwand variieren. Damit kann die Lernumgebung an unterschiedliche Unterrichtsformen wie Frontalunterricht, Gruppenarbeit oder Kreisgespräche angepasst werden. Das Videomaterial ermöglicht es den Studierenden im Anschluss, den eigenen Unterricht zu beobachten, und ihr Auftreten zu reflektieren. Der Unterricht lässt sich so unter verschiedenen Fragestellungen und Gesichtspunkten beobachten und analysieren.

Individuelles Lichtsystem
Andreas Henrich, Geschäftsführer der WILA Lichttechnik zu dem Thema: „Natürlich braucht ein solches Modellprojekt ein speziell darauf abgestimmtes Lichtsystem. Allein die Anforderung, aus bis zu vier verschiedenen Kameraperspektiven verwertbares Videomaterial zu produzieren, zeigt schon den außergewöhnlichen lichttechnischen Planungsansatz." Allerdings sollte das Lichtsystem, wie auch die Möblierung des Unterrichtsraumes, ein möglichst realitätsnahes Arbeitsumfeld schaffen. WILA entwickelte daher, gemeinsam mit dem Münchener Lichtberater Günther Schneider, ein individuelles Lichtsystem, das eine für einen Unterrichtsraum realistische Anmutung bietet.

Die Basis des energieeffizienten Systems für die vier Meter hohe Raumsituation bilden die WILA Pendelleuchten Linic 150, jeweils 35 Watt direkt/indirekt strahlend, und getrennt schaltbare LED-Downlights des Typs E Connect Nero Accent mit jeweils 15 Watt und einer Farbtemperatur von 3.000 Kelvin (Farbwiedergabeindex Ra>80). Steuerbar über ein Touchpanel, entstehen Lichtsituationen, die eine harte Schattierung vermeiden und mit einer hohen Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung den Wunsch nach bestmöglicher Flexibilität im Raum unterstützen.

Die UNI-Klassen wurden entwickelt vom Institut für Grundschulpädagogik und -didaktik der Ludwig-Maximilians-Universität München und zusammen mit dem Schulreferat der Landeshauptstadt München bisher an zwei Grundschulen umgesetzt. Konzept und Realisierung sind bislang deutschlandweit einmalig.




 
 

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