Die Überlegung, ob ein Abriss und anschließender Neubau die beste Lösung sei, wurde verworfen. Stattdessen wurde 2005 das gesamte Ensemble als herausragendes Beispiel für die Bäderarchitektur der 1960er-Jahre unter Denkmalschutz gestellt. Die Einstufung der Halle als baugeschichtlich erhaltenswert warf jedoch grundlegende Fragen mit Blick auf ihren Weiterbetrieb auf. Schließlich erfüllt ein Haus aus dem Jahr 1963 bei allem architektonischen Wert in vielerlei Hinsicht nicht die heutigen Standards und Vorschriften. Brandschutztechnische Mängel, eine nicht mehr zeitgemäße Elektroinstallation und Heizung, sowie eine fehlende behindertengerechte Ausstattung machten umfangreiche Änderungen nötig, deren Planung und Abstimmung in ausgedehnten Diskussionen mehrere Jahre in Anspruch nahmen.
Im Bereich der Beleuchtung war eine Modernisierung ebenfalls unumgänglich, basierte doch die bisherige Beleuchtungsanlage hauptsächlich auf der Verwendung von 600 heute nicht mehr zulässigen matten 60-Watt-Glühlampen an der Decke der Konzerthalle sowie etwa 1.600 ineffizienten 25-Watt-Halogenlampen in den dekorativen Leuchten wie Kronleuchtern, Pendel- und Wandleuchten.
Kronleuchter im neuen Glanz
Lichtplanerin Myla Störtebek von Philips Lighting konnte die Entscheidungsträger von einer Lösung auf LED-Basis überzeugen. Insbesondere den Vorzügen eines deutlich geringeren Energieverbrauchs bei wesentlich längerer Lebensdauer konnten und wollten sich die Entscheider nicht verschließen. Ein weiteres gewichtiges Argument für eine Lösung mit langlebigen LED-Leuchtmitteln war, angesichts der extrem hohen Decken in der Konzerthalle die Aussicht, Wartungskosten deutlich zu reduzieren, da der große Aufwand für den Austausch defekter Lampen entscheidend minimiert wird.
Zahlreiche Details waren bei der Beleuchtungsplanung zu bedenken. Eine Besonderheit sind drei Kronleuchter mit je 350 Halogenlampen, die durch die LED-Lampen Novallure mit einer Leistung von nur je zwei Watt ersetzt wurden. Deren Einsatz drohte zunächst daran zu scheitern, dass ihr Licht mit einer Lichtfarbe von 3.000 Kelvin als zu kühl empfunden wurde. Doch rechtzeitig vor der Entscheidung für diesen Lampentyp brachte Philips eine neue Version der gewünschten LED-Lampe mit einer Lichtfarbe von 2.700 K heraus, die in Bad Salzuflen erstmals eingesetzt wurde und mit der der gewünschte golden schimmernde Effekt der Leuchter erreicht werden konnte. Inklusive der Wandleuchten und dekorativen Pendelleuchten wurde in der Konzerthalle die imposante Zahl von über 2.200 LED-Leuchtmitteln installiert.
Licht zum Gestalten
Bei der Beleuchtung eines mehrteiligen Reliefs des Bildhauers Berthold Müller-Oerlinghausen an einer Wand im Foyer waren andere Stärken der LED-Technologie gefragt. Mit dem infrarot- und ultraviolettfreien LED-Licht eignen sich die eingesetzten Zehn-Watt-Leuchten SpotLED besonders dafür, Kunst in Szene zu setzen, die andernfalls von herkömmlichen künstlichen Lichtquellen wegen des im Licht enthaltenen IR- und UV-Anteils in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Auch bei der Beleuchtung des Musikpavillons wurden LED-Leuchten eingesetzt. Die Wahl fiel auf den kompakten, dimmbaren LED-Downlights Luxspace. Der Austausch der zuvor verwendeten Strahler gestaltete sich hier völlig problemlos, da für die neuen LED-Downlights sogar die vorhandenen Deckenausschnitte weiterverwendet werden konnten. Mit 19 Watt pro Lichtpunkt wird künftig jedoch mehr als 50 Prozent Energie eingespart.
Besondere Lichteffekte ermöglicht die an die DMX-Konzerthallensteuerung angeschlossene Beleuchtung der Fassade mit LEDline RGB-Leuchten. Sie wird zum Teil eines Gesamtkunstwerks und im Stundenrhythmus im Zusammenspiel mit der Beleuchtung des Brunnens vor der Konzerthalle für ein prächtiges Farbenspiel zur Musikbegleitung genutzt. Die LED-Mastleuchten City Spirit LED auf dem neugestalteten Vorplatz werden während dieser Vorführungen herunter gedimmt, um den Effekt noch eindrucksvoller zu machen. Abgerundet wird die dekorative Außenbeleuchtung durch 60 energiesparende DecoScene Bodeneinbauleuchten, die mit Mastercolor-Lampen CDM-tm 20 Watt bestückt sind. Sie bringen die neu angepflanzten und kunstvoll zu Kuben zurechtgestutzten Bäume auf dem Vorplatz auch nach Einbruch der Dunkelheit eindrucksvoll zur Geltung.
Energiebilanz deutlich verbessert
Doch auch die energetische Bilanz der Beleuchtungssanierung kann sich mehr als sehen lassen. Ein Verbrauch, der künftig jährlich um mehr als 23.000 Kilowattstunden niedriger liegt als bisher, entspricht einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 14 Tonnen pro Jahr allein im Beleuchtungsbereich. Inklusive der niedrigeren Kosten für Wartung und Wechsel der Lampen summieren sich die Einsparungen auf jährlich rund 25.000 Euro.
So beweist die Sanierung der Konzerthalle Bad Salzuflen, dass es innerhalb eines vertretbaren Kostenrahmens möglich ist, Gebäude aus den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts an die heutigen Erfordernisse anzupassen und damit einen wertvollen Beitrag zur Schonung der knapp werdenden Ressourcen zu leisten. Die Renovierung erhaltenswerter Gebäude ist vor dem Hintergrund leerer öffentlicher Kassen eine interessante Alternative zu kommunalen Großprojekten. Als Vorreiter in Sachen LED-Technologie leistet Philips einen wichtigen Beitrag zu wirtschaftlichen und vernünftigen Lösungen.
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