17. Dezember 2009

Neues Beleuchtungskonzept für die Staatsoper Hannover

Die Staatsoper Hannover ist nicht nur ein Ort hochklassiger kultureller Darbietungen und spektakulärer Inszenierungen sie ist auch eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der niedersächsischen Landeshauptstadt. Doch so sehr das Gebäude bei Tageslicht zu beeindrucken vermag, so sehr versinkt die Räumlichkeit des Bauwerks bei Dunkelheit.

Staatsoper Hannover [Bild: Philips GmbH]

Das neue Lichtkonzept hebt die Konturen deutlicher hervor [Bild: Philips GmbH]

Ein neues Beleuchtungskonzept, das ohne jeden Protz oder Aufdringlichkeit auskommt, gibt ihm jetzt das, was ihm bislang gefehlt hat: eine Nachtansicht, die seiner Bedeutung als städtebauliches Element und kultureller Mittelpunkt angemessen ist. Technologiepartner für dieses Illuminationsprojekt ist Philips.

Das neue Beleuchtungskonzept korrigiert, was am bisherigen Nachtbild der Staatsoper nicht stimmte. Die bisher eingesetzte flächige Anstrahlung ausschließlich der Gebäudefront mit Halogen-Scheinwerfern vermochte kaum einen räumlichen Gesamteindruck der imposanten neoklassizistischen Architektur zu vermitteln. Die Anstrahlung betonte zwar die Fassadenfläche des Haupteingangs, das Licht war jedoch so undifferenziert auf das Gebäude gerichtet, dass der terrassenartige Charakter und architektonische Details in der Dunkelheit nahezu versanken.

Mit der neuen Beleuchtung wurden diese Unstimmigkeiten beseitigt. Ausgewogen und akzentuiert wurde aus dem Gebäudekomplex die Räumlichkeit der Architektur sorgfältig herausgearbeitet, nicht einzeln hervorgehoben, sondern ein integraler Gesamteindruck geschaffen. Wenn vorher das Licht eher zweidimensional angelegt war, denkt der neue Entwurf in Konturen, Formen und Transparenz. Er macht Facetten wie Fenster, Bögen und Säulen sowie Gebäudeteile sichtbar, die bisher in der Dunkelheit kaum wahrgenommen werden konnten.



Die Statuen auf den Balkonen werden zwar nicht direkt angestrahlt, durch das neue Lichtkonzept heben sich ihre Konturen jedoch jetzt deutlicher hervor. Die Seitenansicht des Gebäudes, die als dreistufige „Treppe“ konzipiert ist, erhält durch Licht eine deutliche Akzentuierung. Das Gebäude selbst wird gleichmäßig flächig durch warmweißes Licht hervorgehoben, sodass es sich harmonisch in den Außenraum des Opernplatzes einfügt.

Für eine angemessene und sensible Beleuchtung mit weißem Licht sorgen nun 44 neue kompakte Scheinwerfer, in denen CDM Master Colour Metallhalogendampflampen zum Einsatz kommen. Teils als Bodeneinbauleuchten und teils unmittelbar am Gebäude installiert, erfüllen sie die Ansprüche, die an eine zeitgemäße Beleuchtung gestellt werden. Die Lichtsprache erfasst die Gesamtheit des Gebäudes mit einer feinen Hülle, übersetzt Figur und Habitus des Bauwerks in eine atmosphärisch wirksame abendliche und nächtliche Präsenz und lädt ein zum Betrachten und Verweilen. Durch die sehr gute Farbwiedergabe der gewählten keramischen Lampen (Ra > 80) besteht keine Gefahr einer verfälschenden Inszenierung. Die charakteristischen Eigenheiten des Bauwerks, für das beim Bau ein heller Kalksandstein verwendet wurde, bleiben so auch in der Nacht sichtbar.

Wer nun annimmt, eine so vielseitige und ästhetisch ansprechende Lichtlösung habe ihren Preis, der liegt falsch. Die eingesetzten Lampen und Leuchten sind nicht nur technisch auf dem neuesten Stand, sondern zeichnen sich auch durch einen geringen Energieverbrauch aus. Der Anschlusswert der neu installierten Lichtanlage liegt bei etwa drei Kilowatt. Zusammen mit den noch vorhandenen historischen Leuchten beträgt sie insgesamt fünf Kilowatt für die komplette Gebäudeanstrahlung. Doch nicht nur beim Stromverbrauch erweist sich das neue Licht als sparsam, auch die Wartungskosten sind durch die lange Lebensdauer und hohe Zuverlässigkeit der eingesetzten Beleuchtungssysteme gering.




 
 

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