27. April 2023

Glanz und Gastlichkeit im Straßenbahndepot

EDEKA Adebahr setzt auf Lichtkonzept von Ansorg – Lebensmitteleinzelhändler Felix Adebahr investiert neu und baut die bestehende EDEKA-Filiale in dem bereits 120 Jahre alten Bauwerk um. Mit der Kernsanierung des ehemaligen Straßen- und Busdepots von Herzogenrath will der Familienunternehmer ein neues und auf die gestiegenen Ansprüche der Kunden angepasstes Einkaufserlebnis schaffen.

[Bild: Boris Golz Fotografie GmbH/ Ansorg GmbH]

[Bild: Boris Golz Fotografie GmbH/ Ansorg GmbH]

[Bild: Boris Golz Fotografie GmbH/ Ansorg GmbH]

[Bild: Boris Golz Fotografie GmbH/ Ansorg GmbH]

[Bild: Boris Golz Fotografie GmbH/ Ansorg GmbH]

[Bild: Boris Golz Fotografie GmbH/ Ansorg GmbH]

„Ziel war es, einen modernen Lebensmittelmarkt mit dem historischen Charme des ehemaligen Steinkohlereviers zu verbinden und dabei gleichzeitig die Gastlichkeit beim Einkauf in den Vordergrund zu stellen,“ erklärt Felix Adebahr, Kaufmann und Inhaber zweier EDEKA Märkte. Das Gebäude aus der Kaiserzeit verfügt über außergewöhnliche architektonische Gegebenheiten. Bis zu acht Meter hohe offene Decken, freigelegte Original-Stahlträgerkonstruktionen, raumtrennende Säulen, Klinkermauerwerk sowie alte Fensterbögen an der Seite stellten im Speziellen für die Lichtkonzeption eine besondere Herausforderung im Rahmen des gesamten Ladenbaus dar. Für die Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgabe setzte der Lebensmittel-Nahversorger auf den Retail-Licht-Experten Ansorg aus Mülheim an der Ruhr.



„Auf den 1.935 Quadratmetern entsprach fast nichts einer üblichen Verkaufsfläche im klassischem Lebensmitteleinzelhandel. Gleichzeitig waren die Ansprüche an das Beleuchtungskonzept hochgesteckt,“ betont Yvonne Frölich, Head of Lighting Design bei Ansorg. Für die Besucher des Marktes sollte ein offenes Raumgefühl geschaffen, das Sortiment von etwa 25.000 Artikeln ohne Verschattungen ausgeleuchtet und die Waren bei einer warmen Lichtatmosphäre akzentuiert werden.

Durch die Installation der Leuchten auf der Höhe von 4,20 Meter, etwa einen Meter oberhalb der üblichen Aufhängung, konnte ein optischer Raumgewinn erzielt werden. Unterstützt wurde dieser Eindruck durch die längs zum Gang angebrachten Stromschienen. Um die gewünschte Flächenbeleuchtung ohne Schattenbildung sicherzustellen, wurde von den Lichtexperten auf lineare Beleuchtungssysteme verzichtet und Reflektorleuchten eingesetzt, die durch ihre stufenverstellbaren Justierungsmöglichkeiten die gesamte Regalfläche in den Gangzonen zielgerichtet ausleuchten. Die Hauptwege und Randzonen im Supermarkt wurden mit möglichst wenig Streulicht betont. Dafür pendelte Ansorg auf 3 Meter Höhe filigrane Doppelrichtfluter ab. Mit dem Einsatz von zusätzlicher, punktueller Spot-Beleuchtung konnten vielfältige Highlights gesetzt werden. Ein wohnliches Flair wurde durch die Verwendung von Holz, Vertäfelungen und abgehängten Decken­konstruktionen erzielt. Die Kombination des Interieurs in vorwiegend gedeckten Farben mit einer warmen Lichtatmosphäre schafft dabei eine gastliche Geborgenheit, durch die die Verweildauer im Supermarkt nachhaltig gesteigert werden soll.

In Anlehnung an das Verkehrsnetz im ÖPNV hat Inhaber Adebahr in dem alten Straßenbahndepot und heutigem Supermarkt eine Ausschilderung der verschiedenen Abteilungen mit Haltestationen vorgenommen. Die Frischestraße mit Käse, Fleisch und Wurst hat genauso Beschilderungen mit Haltestellen erhalten wie der Drogerie-, Frühstücks- und italienische Bereich. Das gleiche gilt für das Bistro, die Wein-, Tiefkühl- und Gemüseabteilung. Unterstrichen wird das historisch anmutende, innenarchitektonische Gesamtkonzept durch die Platzierung von Fotos aus der Kaiserzeit, der Industrialisierung und den frühen Tagen des Steinkohleabbaus.

Eine Separierung der Abteilungen wird insbesondere durch diverse Deckenabhängungen, Wandfliesen, Mauerwerk und individuell auf die Warengruppen angepasste Lichtkonzepte vorgenommen. Farbwiedergabe, Plastizität, Brillanz und Strukturwiedergabe sind dabei von hoher Bedeutung. Für die Obst- und Gemüseabteilung wurde eine auf die Produktgruppen optimierte Spotbeleuchtung ausgewählt. In den Abteilungen Fleisch, Käse und Wein kombinierte Ansorg leistungsstarke Funktionsleuchten mit wohnlichen Dekorationsleuchten aus Kupfer und Glas. Für Marktbesitzer Adebahr ist klar: „Nur die Symbiose aus Lichtqualität und Wohlfühlatmosphäre führen zu guten Absatzzahlen. Genau aus diesem Grund nimmt für uns eine detaillierte Lichtplanung – gerade in Bezug auf das Gesamtprojekt – einen hohen Stellenwert ein.“




 
 

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