Die Kapellbrücke im schweizerischen Luzern ist die wohl älteste überdachte Holzbrücke Europas. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich Teil der städtischen Befestigungsanlage. Die im 17. Jahrhundert angebrachten Bildtafeln zeigen Szenen aus der Schweizer sowie der Luzerner Geschichte. Die Kapellbrücke verläuft heute von der Neustadt am Südufer des Flusses Reuss, vorbei am alten Wasserturm, bis zum Rathausquai in der mittelalterlichen Altstadt. Sie gilt nicht nur als touristisches Aushängeschild der Stadt Luzern, sondern ist auch für viele Bürger ein wichtiger Teil des täglichen Lebens. So überqueren rund 14.000 Menschen täglich die Holzbrücke, um zwischen der Neu- und der Altstadt zu pendeln. Gemeinsam mit dem Wasserturm prägt sie heute das Stadtbild wie keine andere Sehenswürdigkeit.
Allerdings wurde diesem bedeutenden Kulturdenkmal insbesondere in den Abend- und Nachtstunden bislang nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die es verdient hat. Grund: Es gab bis vor kurzem lediglich eine Innenbeleuchtung, die den Fußgängern den Weg weist. Von außen hingegen war die Brücke bei Dunkelheit kaum sichtbar, wie es Tourismus-Verantwortliche und Bürger gleichermaßen monierten. So wurde die Brücke von weitem oftmals als „schwarzer Balken“ wahrgenommen, was der herausragenden Bedeutung des Luzerner Wahrzeichens nicht gerecht wurde.
Die Kapellbrücke ins rechte Licht rücken
Die Stadt Luzern hat daher beschlossen, die Kapellbrücke ins rechte Licht zu rücken und damit das Wahrzeichen auch bei Dunkelheit angemessen zu inszenieren. So hat die Stadtverwaltung die LG LIGHTGUIDE AG beauftragt, gemeinsam mit der Maréchaux Elektro AG, dem Amt für Denkmalschutz und EWL Energie Wasser Luzern eine neue Lichtlösung zu realisieren. Die Experten von LIGHTGUIDE entwickelten daraufhin eine speziell entblendete LED-Profilleuchte für die Außenansicht und entwarfen ein Konzept für die Umrüstung der bestehenden Innenbeleuchtung auf moderne LED-Technologie.
Ziel des ehrgeizigen Projekts war es, durch die Installation der neu entwickelten Dachrand-Leuchten die Sichtbarkeit der Brücke und die Aufenthaltsqualität bei Nacht zu steigern. Wichtig war dabei, dass sich die Lichtlösung unauffällig und nahtlos in das historische Ambiente integriert. Dabei musste die Umsetzung denkmalgerecht und in enger Abstimmung mit der Stadt und den Partnern erfolgen. Eine weitere zentrale Anforderung: Die neue Beleuchtung sollte ein Maximum an Energieeffizienz gewährleisten.
418 neue Leuchten sorgen für atmosphärische Stimmung
Die Techniker der Partnerunternehmen montierten hierfür über die gesamte Länge der Brücke entlang des Dachrandes beidseitig insgesamt 418 neue, energiesparende Leuchten, welche die Brücke von außen atmosphärisch erhellen. Die Leuchten verfügen über ein dezentes, unauffälliges Design und strahlen sanftes Licht nach unten, während die Dachfläche selbst nicht beleuchtet wird. Parallel dazu wurde die bestehende Illumination des Brückeninnenraums und der Giebelbilder modernisiert und mit energiesparender LED-Technologie ausgestattet.
Die Firma LIGHTGUIDE übernahm hierbei die gesamte Lichtplanung und Koordination des Projekts sowie die Entwicklung und Produktion der Dachrandleuchte. Für die mechanische Fertigung und Umrüstung der bestehenden Innenleuchten zeichnete die Firma Brändi Kriens verantwortlich. Die Montage vor Ort führte die Maréchaux Elektro AG durch.
Leistungsfähige Treiber-Technologie von Tridonic
Eine wichtige Rolle bei der technischen Umsetzung der Lichtlösung spielten moderne Systemkomponenten von Tridonic: Der Anbieter steuerte leistungsfähige Kompakttreiber vom Typ LC 28/300-700/42 o4a NF SC EXC3 für den Umbau der bestehenden Leuchten sowie weitere Kompakttreiber vom Typ LC 200W 48V one4all NF SC EXC als Converter für die Dachrandleuchten bei. Zudem lieferte Tridonic flexible, dimmbare 48 V Konstant-Spannungs-LED-Streifen (SELV) des Typs LLE FLEX 8mm 48V 10W 1200lm 927 EXC2 R10 für das neue Beleuchtungssystem.
Zusammen mit den von LIGHTGUIDE entwickelten LED-Profilleuchten sorgen die Komponenten von Tridonic für ein besonders stimmungsvolles Lichterlebnis an der Kapellbrücke in Luzern. Dabei ließ sich nicht nur die nächtliche Wirkung des Wahrzeichens steigern, sondern auch die Energieeffizienz des gesamten Lichtsystems auf eine neue Ebene heben: So rechnet die Stadtverwaltung durch die Umstellung auf moderne LED-Technik mit einer Energieeinsparung von rund 13,5 Prozent – obwohl nun deutlich mehr Leuchten im Einsatz sind. Zudem ist die neue Dachrandbeleuchtung dank Tridonic-Technologie flexibel dimmbar, sodass sich durch eine entsprechende Einstellung der Energieverbrauch weiter reduzieren lässt. Ein zusätzlicher Vorteil: Da nun kein Leuchtmittelwechsel mehr erforderlich ist, sinken auch die Wartungskosten signifikant.
Tradition und modernste Technologie in Einklang bringen
„Durch die intelligente Gesamtlösung aus LED-Profilleuchten von LIGHTGUIDE und leistungsfähigen Treiber-Systemen von Tridonic haben wir der Kapellbrücke ein dezentes, aber wirkungsvolles Nachtbild verliehen, das die Herzen von Touristen und Einheimischen höher schlagen lässt. Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir Tradition und modernste Technologie perfekt in Einklang bringen“, so das Resümee von Ronny Meier.
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