21. Juni 2018

Erweiterung Maria-Ward-Schulen - Licht und Architektur im Einklang

In der Bamberger Altstadt haben Peck.Daam Architekten die Maria-Ward-Schulen, ein Gymnasium und eine Realschule für insgesamt 1.200 Schülerinnen, erweitert. Für den Neubau hatte das Erzbistum Bamberg 2011 einen Wettbewerb ausgelobt. Die Auseinandersetzung mit dem historischen Baubestand – die Bamberger Altstadt ist als Weltkulturerbe klassifiziert – hatte dabei oberste Priorität.

Der Erweiterungsbau der Maria-Ward-Schulen in Bamberg von Peck Daam Architekten integriert sich gelungen in die umgebende Altstadt [Bild: Lichtwerk GmbH]

Die neue Aula wird von LED-Einbauleuchten „lopia Q“ von Lichtwerk mit Tunable-White-Technik mit dynamischem Licht beleuchtet. Die Lichtfarbe ist dadurch je nach Tageszeit und Veranstaltung optimal angepasst – mit unterschiedlichen Raumwirkungen, beispielsweise mit 6500 K Tageslichtweiß, das die Aufmerksamkeit und Konzentration fördert ... [Bild: Lichtwerk GmbH]

... oder mit 3000 K als helles Warmweiß für eine behagliche Atmosphäre [Bild: Lichtwerk GmbH]

Auch in den Fluren und Nebenräumen wurde die lopia Q - in verkleinerter Bauform „lopia Q 330-EG“ - eingesetzt [Bild: Lichtwerk GmbH]

Auch in den Fluren und Nebenräumen wurde die lopia Q - in verkleinerter Bauform „lopia Q 330-EG“ - eingesetzt [Bild: Lichtwerk GmbH]

Auch in den Fluren und Nebenräumen wurde die lopia Q - in verkleinerter Bauform „lopia Q 330-EG“ - eingesetzt [Bild: Lichtwerk GmbH]

Auch in den Fluren und Nebenräumen wurde die lopia Q - in verkleinerter Bauform „lopia Q 330-EG“ - eingesetzt [Bild: Lichtwerk GmbH]

Die Anbauleuchten-Variante micro AFA ist im Flur im Untergeschoss zur Voutenbeleuchtung eingebaut, so dass der Sichtbeton seine Wirkung ungestört entfalten kann [Bild: Lichtwerk GmbH]

Das Treppenhaus wird u.a. durch den integrierten Lichtkanal „fino“ wirkungsvoll beleuchtet [Bild: Lichtwerk GmbH]

In den Klassenzimmern ist als moderne Tafelbeleuchtung die LED-Wallwasher-Serie „micro“ von Lichtwerk installiert [Bild: Lichtwerk GmbH]

Für gutes Licht zum Lernen sorgt die Raumbeleuchtung mit abgependelten „cubus“-Leuchten und den Einbauleuchten „grande“ [Bild: Lichtwerk GmbH]

Der Erweiterungsbau - "Der Entwurf von Peck und Daam überzeugte durch seine kompakte Form und Wirtschaftlichkeit", sagt Diözesanarchitekt Karl-Heinz Rottmann aus der Bauabteilung des Erzbischöflichen Ordinariats. Der Neubau wurde angesichts der beengten räumlichen Verhältnisse als zurückhaltender Baukörper geplant. In dem nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellten Erweiterungsbau sind neun helle und modern ausgestattete Klassenzimmer, der Kunstbereich, eine Aula und eine Doppelturnhalle untergebracht. Die Entscheidung der Architekten, die Doppelsporthalle in das zweite Untergeschoss zu verlegen, trägt zu einer gelungenen Einbindung in den städtebaulichen Kontext wesentlich bei.



Der Erweiterungsbau besteht aus vier Gebäudeflügeln, die sich ringförmig um einen großzügigen Innenhof anordnen, den die Schülerinnen in den Pausen nutzen können. Diese innere Erschließung sollte als intimer, konzentrierter und introvertierter Rundgang um den Innenhof als Mitte der Schule verstanden und wahrgenommen werden. Das Dach der Turnhalle bildet den Hof auf Erdgeschossniveau, deren Oberlichter mit großzügigen Sitzflächen aus Holz gerahmt wurden. An der nördlichen Seite befindet sich ein dreigeschossiger und an der südlicher Seite des Hofs ein zweigeschossiger Trakt mit Klassenzimmern. Direkt an den Hof schließt sich die Aula mit der hellen Fensterfront an, die Platz für 200 Personen bietet.

Energieeffiziente und umweltschonende Bauweise
Die Qualität von Konstruktion und zeitgemäßer Architektur stand bei allen Entscheidungen von Peck.Daam Architekten konsequent im Vordergrund. Wichtig waren auch eine energie- und umweltschonende Bauweise und ein harmonisch zur Umgebung passendes Erscheinungsbild. Diese Anforderungen konnten in Zusammenarbeit mit dem Architektur Büro Dietz, Bamberg, das mit der Bauleitung beauftragt wurde, und der Diözese als Bauherr detailgenau realisiert werden. Das dreischalige Mauerwerk ist entsprechend energiebewusst gedämmt, das Gebäude durch Fernwärme beheizt. Sämtliche Räume sind barrierefrei zugänglich.

Klar und schnörkellos zeigen sich auch die Fassaden. Hier kamen sandfarbene, schmale Klinker zum Einsatz und gliedernde Betonbänder zeigen die Geschossebenen an. Mit der sandfarbenen Tönung des vorgesetzten Ziegelmauerwerks wird der Bezug zu den umgebenden Sandstein- und Putzfassaden hergestellt. Prägend für das Erscheinungsbild sind auch die großflächigen horizontalen Verglasungen. Optisch unterbrochen werden sie von Messingtafeln, die die Lüftungselemente verkleiden.

Modernste Ausstattung
Im Inneren wechseln Sichtbetonwände, die mit sägerauen Brettern geschalt wurden, mit großflächigen Eichenfurnieren ab. Im gesamten Gebäude sind an den Decken und Wänden absorbierende Elemente zur Verbesserung der Raumakustik eingebaut. Auch die technische Ausstattung ist auf dem neuesten Stand: In den Klassenzimmern gibt es beispielsweise große Bildschirme mit Touchscreens, die mit dem Internet verbunden sind und neue Möglichkeiten der Visualisierung und des Medieneinsatzes im Unterricht bieten.

Das beauftragte Elektroplanungsbüro IBF Ingenieurbüro Förner realisierte in Zusammenarbeit mit Lichtwerk ein auf die Architektur abgestimmtes Beleuchtungskonzept, das individuell auf jeden Raum und seine spezifischen Anforderungen zugeschnitten ist. Als moderne Tafelbeleuchtung wurde die LED-Wallwasher-Serie „micro“ von Lichtwerk installiert. Der Wandfluter ist extrem klein und leistungsstark und daher vielseitig einsetzbar. Dank Fresnel-Linse ermöglicht die Leuchte ein geschlossenes Design bei gleichzeitig asymmetrischer Lichtwirkung. Ihr kubisches Erscheinungsbild fügt sich gut in die Raumarchitektur ein und das geschlossene Gehäuse macht sie unempfindlich gegen Staub und Schmutz. Darüber hinaus eignet sich die micro für die Montage als Einbau-, Anbau- und Pendelvariante. So wurde beispielsweise die Anbauleuchten-Variante micro AFA auch im Flur im Untergeschoss zur Voutenbeleuchtung eingesetzt. Ihre Abstrahlung gewährleistet eine homogene Lichtwirkung an der Wand bei größtmöglicher Effizienz.

Lichttechnisches Highlight mit Tunable White-Technik: die Aula
Für den großen Auftritt in der Aula mit ihren Wandverkleidungen aus warmen Eichenholz und Deckenverkleidungen aus weiß pigmentierter Tanne sorgen die LED-Einbauleuchten „lopia Q 625-EG“ von Lichtwerk. Die Flächenleuchte (Kantenlänge 622 mm, wahlweise auch rund) erzielt mit Tunable-White-Technik die perfekte Lichtstimmung - ein lichttechnisches Highlight. Die Einbauleuchten sind mit hochwertigen LEDs ausgestattet und in der Lage, über eine Steuerung ihre Lichtfarbe zwischen 3.000 und 6.500 Kelvin zu verändern – von Warmweiß über Neutral- bis zu Kaltweiß. Sie bieten so die Möglichkeit, je nach Veranstaltung und Tageszeit mit der Lichtfarbe auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren. Dadurch sind eine hohe Farbwiedergabequalität und ein hoher Lichtkomfort garantiert.

In verkleinerter Bauform wurde die lopia Q auch in den Fluren und Umkleiden eingesetzt – hier als lopia Q 330-EG. Die Leuchtenfamilie verbindet diese Bereiche durch das einheitliche Erscheinungsbild und trägt mit ihrer homogenen Ausleuchtung wesentlich zur harmonischen Gestaltung der Raumatmosphäre bei.

Lichtkanäle inszenieren die Raumarchitektur
Die Beleuchtung durch integrierte Lichtkanäle war eine entscheidende Voraussetzung, um die Wirkung des Sichtbetons so wenig wie möglich durch Lichtinstallationen zu beeinträchtigen. Das gab den Ausschlag dafür, das Treppenhaus u.a. durch einen integrierten Lichtkanal „fino“ zu beleuchten. Eine Variante der minimalistischen fino wurde dafür in abgestimmten Längen gefertigt.

Für die Lichtkanäle sprach nicht zuletzt die bauliche Anforderung, eine Belastung der abgehängten Decke durch Einbauleuchten zu vermeiden. Dies ließ sich durch die Lichtkanäle „grande“ und „fi-no“ von Lichtwerk problemlos realisieren, da sie standardmäßig die Möglichkeit der Abhängung mit Stahlseilen zur Rohdecke boten.

Geradliniges Lichtdesign in den Klassenräumen
Die durchgängige Optik setzt sich bis in die Klassenräume fort, die mit abgependelten „cubus“-Leuchten und den Einbauleuchten „grande“ ausgestattet wurden – und die einen einheitlichen Diffusor mit Microprismatik erhielten. Der Lichtkanal grande bietet außerdem den Vorteil einer integrierten „Ausdehnungskorrektureinheit“. Während durch Wärmeausdehnung im Lichtbandbereich zwischen den Diffusoren normalerweise Spalten mit Lichtaustritt bzw. Eingangsöffnungen für Verschmutzung und Insekten entstehen, lassen sich diese durch die Korrektureinheiten an beiden Enden minimieren, da über einen Federspannmechanismus eine Rückstellung der Diffusoren erfolgt.




 
 

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