10. November 2010

Studie stellt fest: Das Lebensumfeld bestimmt unsere Zufriedenheit

Nicht etwa das Gehalt, der Beruf, die Anzahl an Urlaubstagen oder die Beziehung zum Partner ist den Deutschen in ihrem Leben am wichtigsten, sondern das Umfeld in dem sie leben. Das ist eins der überraschenden Ergebnisse einer von Philips in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Studie. Vorgestellt wurden die Ergebnisse des „Philips Health & Well-being Index“ am 09. November 2010 in Essen auf dem Symposium „Urbanes Leben – lebenswerte Städte“. Hochkarätige Experten verschiedener Fachrichtungen referierten und diskutierten darüber, welche Pläne, Visionen und konkreten Maßnahmen dazu beitragen, den urbanen Raum – auch mit Blick auf zukünftige Entwicklungen – lebenswert zu gestalten.

Eine gepflegte und sichere Wohngegend ist entscheidend [Bild: Philips Deutschland GmbH]

Gesundheit und Lebensumfeld sind wichtiger als Beruf und Urlaub [Bild: Philips Deutschland GmbH]

Draußen, Zuhause, mit Freunden und Familie: Wir wollen uns überall wohl fühlen [Bild: Philips Deutschland GmbH]

Straßenbeleuchtung CitySoul LEDGINE [Bild: Philips Deutschland GmbH]

LEDGINE Linsen [Bild: Philips Deutschland GmbH]

„Vor allem die zunehmend älter werdende Gesellschaft und bestimmte Folgen der Klimaentwicklung geben der Auseinandersetzung mit dem Thema lebenswerte Städte hohe Priorität. Bei der Stadtplanung müssen mehr denn je die demografische Entwicklung und die ökologischen Herausforderungen berücksichtigt werden. Staatliche und nichtstaatliche Institutionen, die unabhängigen Planer und natürlich auch Unternehmen sind gefordert, hier ihren Beitrag zu leisten“, so Andreas Wente, Vorsitzender der Philips Geschäftsführung in Deutschland, in seinen einleitenden Worten zum Symposium.



Gesundheit und Lebensumfeld wichtiger als Beruf und Urlaub
Die Ergebnisse der im Sommer dieses Jahres durchgeführten Philips Studie unterstreichen diese Aussage. Auf die Frage „Wie wichtig ist für Sie in Ihrem Leben…?“ stand mit 98 Prozent der eigene Gesundheitszustand an erster Stelle – dicht gefolgt, mit 97 Prozent, vom Umfeld, in dem der Befragte lebt. Erst deutlich danach kamen Aspekte wie Gehalt/Einkommen (88%), die Beziehung zum Partner oder zur Partnerin (78%), der Beruf (67%), die Anzahl an Urlaubstagen (64%) oder der persönliche Stresslevel der Befragten (61%).

Nicht nur die Wichtigkeit der einzelnen Faktoren wurde abgefragt. Auch der Grad der Zufriedenheit der Befragten in den einzelnen Bereichen war Thema. Die größte Differenz bei der Wichtig/Zufriedenheits-Abfrage gab es beim Einkommen – nur zur Hälfte (55%) sind die Befragten zufrieden mit ihrem Gehalt. Immerhin zu mehr als zwei Drittel sind sie zufrieden mit der Beziehung zu ihrem Partner (69%) und ihrem Gesundheitszustand (70%). Am zufriedensten (88%) sind die Befragten mit dem Umfeld, in dem sie leben.

Gepflegte und sichere Wohngegend ist entscheidend
Die Studie ermittelte auch die entscheidenden Aspekte für die Wohnortsbestimmung. Eine gepflegte und sichere Wohngegend (91%) und eine sozial ausgewogene Nachbarschaft (85%) sind hier die dominierenden Faktoren. Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort (74%), die Verkehrsanbindung und das Angebot an öffentlichen Nahverkehrsmitteln (72%), die Nähe zu Krankenhäusern und medizinischer Versorgung (71%) sowie die Nähe zu Parks und Erholungsgebieten (64%) folgen dahinter. Das Angebot an Kunst und Kultur ist für knapp die Hälfte der Befragten (48%) ein besonders wichtiger Aspekt beim Gedanken an den Wunsch-Lebensort.

Allerdings sind die Bewohner der deutschen Großstadt-Metropolen und der Rest der Bevölkerung nicht immer einer Meinung, was die persönlichen Standortfaktoren angeht. Die Verkehrsanbindung spielt bei den Metropolenbewohnern mit 89 Prozent beispielsweise eine höhere Rolle, als beim Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Auch Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sowie Parks und Erholungsgebiete in der Nähe punkten hier stärker als im Schnitt.

„Dass eine gepflegte und sichere Wohngegend als entscheidender Standortfaktor an erster Stelle steht, ist ein deutliches Signal, das bei allen Entscheidungen der Stadtplanung berücksichtigt werden muss. Es wäre aber sicherlich falsch, die hier aufgezeigten Aspekte gegeneinander auszuspielen oder gar zu schließen, dass beispielsweise Kunst und Kultur im urbanen Raum von untergeordneter Rolle sind. Im Gegenteil: für immerhin jeden Zweiten ist das Kulturangebot ein wichtiger Aspekt, der bestimmt, wo er oder sie leben will. Ein sicheres Umfeld ist allerdings Voraussetzung, um andere Aspekte genießen zu können, denn das beste Angebot in der Stadt nützt den Menschen nichts, wenn sie sich draußen nicht sicher fühlen und daher nicht aus dem Haus trauen“, so Andreas Wente.

Draußen, Zuhause, mit Freunden und Familie: Wir wollen uns überall wohl fühlen
Die Möglichkeit, Zeit „Draußen“ verbringen zu können, gehört laut Philips Index zu den wichtigen Wohlfühlfaktoren. 95 Prozent der Befragten geben an, dass Rausgehen für sie eine Maßnahme ist, um sich besser zu fühlen. Was nicht bedeutet, dass man sich zuhause oder bei Freunden und Familie unwohl fühlt. Im Gegenteil: Zuhause entspannen ist mit 92 Prozent Zustimmung ebenfalls eine Wohlfühlmaßnahme – bei den Metropolenbewohnern liegt diese sogar auf Platz 1. Zeit mit Freunden oder der Familie zu verbringen punktet mit 93 Prozent. Den eigenen Hobbys nachzugehen macht 83 Prozent der Deutschen (Metropolen 72%) zufrieden. Soziale Tätigkeiten oder Ehrenämter ausüben ist für 42 Prozent (Metropolen 34%) das Mittel der Wahl. 17 Prozent macht der Besuch eines Fitnessstudios zufrieden.

Auf die Frage, ob ihre Wohnumgebung für sie ein Stressfaktor wäre, antworten nur 13 Prozent mit Ja. Stärkere Sorgen bereiten zum Beispiel die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Land (54%), die eigene finanzielle Situation in der Zukunft (46%), der Job (39%), die Folgen des Klimawandels (31%) oder die persönliche Konfrontation mit Kriminalität (29%). Nur der Partner (12%) stresst noch weniger als das Wohnumfeld. Eine Überraschung bietet hier der Vergleich Großstadtmetropole zum Rest des Landes: Die Bewohner von Großstädten über 500.000 Einwohnern fühlen sich nur zu neun Prozent von ihrem Wohnumfeld gestresst – hingegen aber zu 17 Prozent von ihrem Partner.

„Global agierende Konzerne wie Philips können nur erfolgreich sein, wenn sie Trends frühzeitig erkennen, vorausdenken und passende Lösungen entwickeln, diesen Trends zu begegnen oder – besser noch – die Trends führend mit zu gestalten. Diese Lösungen müssen an den Menschen und ihren Bedürfnissen orientiert sowie sinnvoll und innovativ sein. Und wir wollen diese Lösungen zusammen mit Partnern diskutieren, planen und schließlich realisieren. Die Ergebnisse des „Philips Health und Well-being Index“ geben uns interessante Einsichten sowie Ansätze, weiterhin unseren Beitrag zur Erhaltung und Schaffung eines lebenswerten Umfeldes zu leisten“, erläutert Philips Chef Andreas Wente eine wesentliche Motivation des Unternehmens für die Durchführung der Studie.

Als seinen Beitrag sieht Philips beispielsweise die Beleuchtung des öffentlichen Raumes. „Licht trägt wesentlich dazu bei, dass wir uns im öffentlichen Raum sicher und wohl fühlen. Das umfasst sowohl Straßen und Wege, die durch gute Beleuchtung sicherer werden, als auch architektonische Beleuchtung, die zur Stadtverschönerung – und damit zum Wohlgefühl der Bürger – eingesetzt wird“, so Wente. Mit dieser Aussage steht er keineswegs allein: Mehr als zwei Drittel (71%) der Deutschen geben an – auch das ein Ergebnis der Index-Befragung –, dass Licht und Beleuchtung einen spürbaren Einfluss auf ihr Wohlbefinden haben.




 
 

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