01. Juni 2019

Projekt des Monats
Juni 2019

SARTORIUS CAMPUS - Ein Höchstmaß an Flexibilität

Sartorius, ein international führender Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie, will im Zuge seines Wachstumskurses die Zahl der Mitarbeiter bis zum Jahr 2025 auf rund 15.000 weltweit nahezu verdoppeln. Beim Bau eines neuen Campus in Göttingen setzte der Life-Science-Konzern daher nicht zuletzt auf ein attraktives Arbeitsumfeld. Dazu zählt auch die Beleuchtung der Büroräume nach neuesten Erkenntnissen der Lichtplanung.

Der Empfang im gläsernen Atrium wird homogen mit Deckenanbaustrahlern beleuchtet. Amorphe Pendelleuchten schaffen einen starken spielerischen Akzent [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

In den Vorräumen der Büros und Vorstandszimmer sind lineare Deckeneinbauleuchten querachsig montiert. Je nach Jahreszeit ändern sie ihre Farbtemperatur zwischen warm- und kalt-weiß [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Bei dem direkten und dem indirekten Lichtanteil vollzieht sich der Wechsel der Lichtfarbe etwas zeitversetzt. Für einige Minuten ist die Decke noch kalt-weiß, während das direkte Licht schon warm-weiß strahlt und umgekehrt [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Das kalt-weiße Licht und die hohe Lichtintensität der biodynamischen Beleuchtung am Morgen und am Mittag wirkten auf die Mitarbeiter aktivierend. Am Nachmittag verändert das Licht seine Farbtemperatur zu warm-weiß und leitet damit die Entspannungsphase während des Feierabends ein [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Das kalt-weiße Licht und die hohe Lichtintensität der biodynamischen Beleuchtung am Morgen und am Mittag wirkten auf die Mitarbeiter aktivierend. Am Nachmittag verändert das Licht seine Farbtemperatur zu warm-weiß und leitet damit die Entspannungsphase während des Feierabends ein [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Unter Einhaltung aller relevanten Normen bietet das Lichtdesign der Großraumbüros ein Höchstmaß an Flexibilität für sämtliche Raumkonzeptionen. Die direkt/indirekt strahlenden, speziell für Sartorius entwickelten Sonderleuchten orientieren sich nicht an den Arbeitsplatzkonfigurationen, sondern folgen der Längsachse des Raums. In den Think Tanks setzt eine dekorative Leuchte einen gestalterischen Akzent [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Im Konferenzraum folgen LED-Stripes der abgehängten Decke über dem großen Besprechungstisch. Dezente Downlights liefern die Grundbeleuchtung. Die mehrarmige Pendelleuchte ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch sehr funktionell. Jeder Leuchtenkopf ist beliebig justierbar [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

In der Ausstellung im Erdgeschoss, welche die Sartorius-Geschichte zeigt, werden die in Vitrinen präsentierten Exponate brillant von dezenten warmweißen LED-Stripes beleuchtet [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Mit ihrer konsequenten Leuchten-Setzung und Herausarbeitung markanter Gebäudeteile inszeniert die Innenraumbeleuchtung die Architektur und trägt mit ihrer auch saisonal abhängigen Lichtfarbe wesentlich zum Bild der Landschaftsarchitektur bei [Bild: Studio DL, Fotograf: Dirk-André Betz]

Der 170.000 Quadratmeter große Campus im Göttinger Stadtteil Grone vereint Produktion und Administration und bietet beiden eine funktionale, nachhaltige und außergewöhnlich attraktive Arbeitsumgebung. Mit ihrem Masterplan ist es den Hannoveraner Architekten Bünemann & Collegen gelungen, den Geist des Unternehmens, ein Zusammenspiel aus Nachhaltigkeit, Offenheit und Freude, zum Ausdruck zu bringen. Fünf versetzt zueinander stehende raumhoch verglaste Büroriegel, welche das schon mehrfach preisgekrönte Produktionsgebäude für die Herstellung von Laborinstrumenten flankieren, bieten auf vier Geschossen jeweils 2.600 Quadratmeter Fläche für die Administration. Im Westen der Halle schließt ein zweigeschossiger Stahlbetonbau für Produktentwicklung und Labore an. Ein den Admin-Gebäuden vorgelagertes Atrium, das sich mit seinen Glasfassaden zu einem Vorplatz öffnet, führt durch den Haupteingang auf den Campus.


Für die Admin-Gebäude entwickelte Studio DL aus Hildesheim ein biodynamisches Beleuchtungs-konzept, das sich positiv auf den natürlichen Biorhythmus der Mitarbeiter auswirken soll. Nach heutigem Wissensstand ist eine künstliche Beleuchtung, welche den Verlauf wechselnder Farbtemperaturen und Lichtintensitäten des Sonnenlichts über den Tag und über die Jahreszeit nachahmt, geeignet, Menschen adäquat zu aktivieren, respektive Entspannungsphasen zu fördern und die Nachtruhe einzuleiten.

Realisiert wurde das Human Centric Lighting Konzept in den Admin-Riegeln mit direkt/ indirekt strahlenden LED-Pendelleuchten, die sich nicht an den Arbeitsplatzkonfigurationen orientieren, sondern den Längsachsen der Großraumbüros folgen. Nach ausführlicher Diskussion unterschiedlicher Varianten kam der Bauherr zu dem Ergebnis, dass das in dem Campus-Masterplan der Lichtplaner vorgeschlagene Konzept die beste Lösung darstellt. Denn unter Einhaltung aller relevanten Normen bietet das Lichtdesign der Großraumbüros ein Höchstmaß an Flexibilität für sämtliche Raumkonzeptionen.

Diese uneingeschränkte Offenheit ist zum einen aufgrund der steten Expansion des Konzerns und zum anderen wegen der häufigen Clusterbildung temporärer internationaler Projektteams essenziell. Unabhängig davon, wie die Arbeitsplätze aufgabenbezogen im Raum konfiguriert und positioniert werden, erfahren sie jederzeit eine homogene und blendungsminimierte Beleuchtung. Die eigens für das Projekt entwickelte Sonderpendelleuchte mit Direkt- und Indirektlicht fügt sich mit ihrer zusätzlichen Präsenz- und Tageslichtsteuerung zudem in das Nachhaltigkeitskonzept des Sartorius Campus ein.

Stark gedämmtes Indirektlicht lässt bei Dunkelheit Raumtiefen erahnen
Das Direkt- und Indirektlicht zeigt bei der biodynamischen Steuerung eine kurze zeitliche Verschie-bung, aus der sich eine spannende Raumbeleuchtung generiert. So ist das Licht an der Decke bspw. am späten Nachmittag noch einige Minuten lang kalt-weiß, während die Leuchten bereits ein warm-weißes Licht aussenden. Diese gelungene Imitation eines Sonnenuntergangs mit kühlerem Himmels-licht und warmtonigem Sonnenlicht wird von den Mitarbeitern nicht bewusst wahrgenommen, bewirkt jedoch eine wiederum der Natur nachempfundene, weniger abrupte Anpassung der Lichtverhältnisse.

Am Abend wird das direkte Licht komplett ausgeschaltet und der indirekte Anteil auf 2 Prozent gedimmt. Damit bleibt die Ablesbarkeit der Raumtiefen im Kontext der reduzierten Außenraumbeleuchtung des landschaftsarchitektonisch gestalteten Geländes andeutungsweise erhalten.

Linearität war auch die erste Wahl für die außen sichtbaren Treppenaufgänge und Vorräume zu den Büros. Hier fiel die Wahl auf Deckeneinbauleuchten, die den Querachsen der Gebäuderiegel
folgen und diese in Summe in Laufrichtung verbinden. Eine im ersten Admin-Riegel in die Vorstands-etage im zweiten Obergeschoss führende Kaskadentreppe ist im Handlauf unterleuchtet. Die Licht-linien zeichnen die Treppenkontur außen ablesbar nach. Mit ihrer konsequenten Leuchten-Setzung und Herausarbeitung markanter Gebäudeteile inszeniert die Innenraumbeleuchtung die Architektur und trägt mit ihrer auch saisonal abhängigen Lichtfarbe wesentlich zum Bild der Landschaftsarchitektur bei. Im Winter ist der Gesamteindruck kühler, im Frühjahr ist er mit 2700 K besonders warm.

Die Innenraumbeleuchtung sämtlicher Campus-Gebäude ist ein Teilprojekt des Masterplans von Studio DL. Er berücksichtigt auch die gesamte Außenraumbeleuchtung. Das Forum, ein aktuelles Bauvorhaben, wird im zweiten Quartal 2019 fertiggestellt und von den Lichtplanern beleuchtet.




 
 

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