06. Juni 2025

Preisgekröntes Lichtkonzept für den „Roten Kubus“ in der Evangelischen Kirche Coesfeld

Die Evangelische Kirchengemeinde Coesfeld hat mit dem Projekt „Roter Kubus“ ein wegweisendes Beispiel geschaffen, wie historische Kirchenräume neu gedacht und nachhaltig belebt werden können. Das traditionsreiche Gotteshaus wurde mit einem architektonisch markanten und gleichzeitig behutsam integrierten Gemeinderaum erweitert, der den Spagat zwischen Bewahrung und Erneuerung meistert.

[Bild: Marvin Schwienheer]

Ein zentrales Element für das Gelingen dieses Konzepts: die innovative Lichtplanung von ANDRES + PARTNER. Das Projekt wurde mit dem 1. Preis der Stiftung KiBa 2025 ausgezeichnet. Der Preis würdigt fundierte Modelle, Konzepte und Ideen, mit denen Gemeinden ihre Kirchengebäude öffnen.

Maßgeschneidertes Lichtkonzept mit Feingefühl für Raum und Geschichte

Das Hamburger Planungsbüro ANDRES + PARTNER entwickelte ein präzise abgestimmtes Lichtkonzept, das den Charakter der barocken Kirche respektiert und zugleich die neuen Nutzungsmöglichkeiten unterstreicht. 



Zwei wesentliche Lichtsysteme bilden dabei das Rückgrat der Planung:

• Downlights: Präzise ausgerichtete Downlights gewährleisten eine homogene und blendfreie Grundausleuchtung des Kirchenraumes. Sie setzen gezielt Akzente auf architektonische Highlights wie den imposanten Altar aus dem 16. Jahrhundert und schaffen eine klare Strukturierung des Raumes.
• Wallwasher: Seitliche Wallwasher erzeugen eine gleichmäßige Lichtverteilung entlang der Wände und betonen so die historische Bausubstanz und deren Texturen. Die Lichtkegel überschneiden sich sanft und harmonisch, wodurch eine atmosphärisch dichte Lichtlandschaft entsteht, die den Raum gleichzeitig öffnet und zusammenführt.

Flexibilität für vielseitige Nutzung
Ein besonderes Augenmerk legten ANDRES + PARTNER auf die smarte Lichtsteuerung: Über eine flexible Steuerung können unterschiedliche Lichtstimmungen für verschiedene Nutzungsszenarien – vom Gottesdienst über Ausstellungen bis hin zu Gemeindesitzungen oder kulturellen Veranstaltungen – vorprogrammiert werden. Das Licht passt sich so intuitiv an die jeweiligen Bedürfnisse an und unterstützt die multifunktionale Nutzung des Kirchenraumes.

Licht als gestalterisches Werkzeug
Für ANDRES + PARTNER ist dieses Projekt ein Paradebeispiel für die Philosophie des Büros: Licht ist nicht nur funktional, sondern atmosphärisch wirksam und ein wesentliches Element für die Nutzererfahrung. „Unsere Aufgabe war es, das historische Erbe der Kirche zu bewahren und gleichzeitig neue Perspektiven zu schaffen – das Licht ist hier das verbindende Element“, erklärt das Planungsteam. „Es schafft emotionale Anknüpfungspunkte, strukturiert den Raum und macht ihn flexibel nutzbar.“

Der „Rote Kubus“ als architektonisches Herzstück
Der „Rote Kubus“ selbst ist ein 60 Quadratmeter großer, eigenständig beheizbarer Gemeinderaum, der als starkes architektonisches Element im hinteren Drittel der Kirche positioniert wurde. Mit seiner transparenten Gestaltung öffnet er den Blick zur Kirchendecke und dem Altarbereich und bildet so ein selbstbewusstes, farblich akzentuiertes Zentrum für das Gemeindeleben. Die Lichtplanung integriert den Kubus nahtlos in das bestehende Kirchenensemble: Einerseits wird der Kubus als eigenständiger Raum erlebbar, andererseits bleibt er in direkter Beziehung zum Kirchenraum.

Architektur und Licht im Dialog
Die bauliche Umsetzung durch Klodwig & Partner Architekten harmoniert perfekt mit dem Lichtkonzept: Großzügige Verglasungen bringen Tageslicht in die Gemeindebereiche und schaffen eine transparente Verbindung zwischen den neu geschaffenen Räumen und dem historischen Kirchenschiff. Flexible Vorhänge ermöglichen es, die Räume je nach Bedarf zu öffnen oder zu teilen. Das Licht übernimmt hier eine wichtige Rolle: Es unterstützt diese architektonische Flexibilität und verleiht den unterschiedlichen Raumsituationen jeweils den passenden Ausdruck.

Preisgekröntes Projekt

Für dieses innovative Konzept wurde das Projekt mit dem 1. Preis der Stiftung KiBa 2025 ausgezeichnet, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Der Preis würdigt fundierte Modelle, Konzepte und Ideen, mit denen Gemeinden ihre Kirchengebäude öffnen für die Bedürfnisse der Menschen aus dem Dorf oder der Stadt und dabei als Orte der Begegnung mit Gott und miteinander einladend bleiben. Die Jury lobte insbesondere die vorbildliche Anpassung des Kirchenraumes an zeitgemäße Anforderungen und die Schaffung eines offenen Ortes der Begegnung. Neben der Kirchengemeinde Coesfeld wurden drei weitere Projekte ausgezeichnet – doch das Zusammenspiel aus architektonischem Mut und sensibler Lichtplanung in Coesfeld setzte neue Maßstäbe.




 
 

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