01. Dezember 2025

Projekt des Monats
Dezember 2025

Museo de Arte de São Paulo (MASP) - Erweiterung einer kulturellen Ikone

Licht, Architektur und Nachhaltigkeit - Mit der Einweihung des Pietro-Maria-Bardi-Gebäudes hat eine neue Phase für das Kunstmuseum von São Paulo (MASP), eines der bedeutendsten kulturellen Wahrzeichen Brasiliens, begonnen. Dabei handelt es sich um die größte Erweiterung seit dem Umzug im Jahr 1968 in das von Lina Bo Bardi entworfene, emblematische Gebäude.

Museo de Arte de São Paulo (MASP) - Erweiterung einer kulturellen Ikone [Bild: Santiago Chaer]

[Bild: Santiago Chaer]

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[Bild: Santiago Chaer]

[Bild: Santiago Chaer]

[Bild: Santiago Chaer]

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[Bild: Santiago Chaer]

Der italienisch-brasilianische Architekt Bo Bardi prägte mit seiner Vision, die Funktionalität, Barrierefreiheit und soziales Engagement miteinander verband, die moderne lateinamerikanische Architektur maßgeblich. Nach seinem Entwurf wurde das MASP auf roten Säulen errichtet und verfügt über eine „freie Spannweite”, die als öffentlicher Raum dient.

Der von METRO Arquitetos Associados entworfene Erweiterungsbau respektiert den Maßstab und die Architektursprache des ursprünglichen Gebäudes und vermeidet es, mit dessen Monumentalität zu konkurrieren. Der neue Baukörper, ein schlichtes Prisma auf transparentem Sockel, ist über eine unterirdische Passage mit dem MASP verbunden. Das erleichtert die funktionale Integration beider Gebäude und optimiert den Besucherverkehr sowie den Transport von Kunstwerken. Bei dieser Umgestaltung stellte sich eine doppelte Herausforderung: Einerseits musste ein alter Wohnblock an die heutigen Anforderungen eines Museums angepasst werden, andererseits sollte ein neues Museum geschaffen werden, das mit dem architektonischen und symbolischen Erbe von Bo Bardi in Dialog tritt.


„Die größte Herausforderung bestand zweifellos darin, ein Gebäude zu entwerfen, das den ikonischen Hauptsitz der Architektin Lina Bo Bardi erweitert und gleichzeitig respektvoll mit dessen Architektur in Dialog tritt.“ Miriam Elwing, Projektmanagerin MASP.

Nachhaltige Architektur und verantwortungsvolles Design
Eines der markantesten Elemente des neuen Gebäudes ist seine Fassade. Sie ist mit perforierten und gefalteten Metallplatten verkleidet, die wie eine schützende „Haut“ wirken. Diese architektonische Lösung reguliert den Einfall von natürlichem Licht, reduziert die thermische Belastung und verbessert die Energieeffizienz, was auch die Klimaanlage entlastet. Das zeitlose Design mit einfachen Formen und langlebigen Materialien spiegelt eine Nachhaltigkeit wider, die über das Technische hinausgeht: Es handelt sich um eine Architektur, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist und keine größeren Eingriffe in der Zukunft erfordert.

Dank seiner intelligenten Belüftungssysteme, seiner effizienten thermischen Hülle und seiner respektvollen Integration in die städtische Umgebung hat das Projekt die LEED-Zertifizierung erhalten. Diese Nachhaltigkeitsvision steht im Einklang mit den Werten von ERCO, dessen Beleuchtungstechnologie für Langlebigkeit, Effizienz und Flexibilität konzipiert ist.

Museumsbeleuchtung - Präzision, Komfort und Vielseitigkeit

Die Beleuchtung des neuen MASP wurde von Fernanda Carvalho und Acenda studio by Paula Carnelós entwickelt. Dabei verfolgte sie einen technischen und kuratorischen Ansatz, der den Sehkomfort und die Konservierung der Werke in den Vordergrund stellt. Die Galerien verfügen über eine lichte Höhe von 4,95 Metern und bieten somit ein großzügiges Raumerlebnis. Dabei begleitet das Licht die Besucher, ohne zu stören.

Die Leuchtenfamilie ERCO Eclipse wurde aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ausgewählt: Mit nur einer Typologie können zahlreiche Effekte erzielt werden – von gleichmäßiger Wandflutung bis hin zur Spotbeleuchtung von Vitrinen und Skulpturen. Mit Eclipse kann das Licht an jede Arbeit und jeden Raum angepasst werden, ohne dass die Leuchten ausgetauscht werden müssen – dank austauschbarer Optiken, Zubehör und Darklight-Technologie. Auch der Nachhaltigkeitsaspekt wird so gefördert.

„Die Priorität lag von Anfang an auf der Lichtqualität und Flexibilität. Wir haben ein System entwickelt, mit dem sich verschiedene Umgebungen und Lichtdesigns konfigurieren lassen.“ Fernanda Carvalho + Paula Carnelós, Lichtdesigner.

Im roten Raum, welcher der Geschichte des MASP gewidmet ist, wurde ein ausgewogenes Lichtverhältnis zwischen der allgemeinen Raumausleuchtung und der punktuellen Ausleuchtung der Vitrinen erreicht. Die sorgfältige Beleuchtung der Vitrinen von oben mit einer ähnlichen Beleuchtungsstärke wie an den Wänden gewährleistet die visuelle Kohärenz auch auf tiefroten Oberflächen ohne Leistungserhöhung. Diese Strategie basiert auf den Prinzipien der menschlichen visuellen Wahrnehmung und ermöglicht eine hohe Effizienz bei reduzierter Beleuchtungsstärke.

Dank der Darklight-Technologie können sich Besucherinnen und Besucher mit hohem Sehkomfort im Raum bewegen und dabei die Werke sowohl an den Wänden als auch in der Raummitte ohne Blendung betrachten. Das Deckengitter ermöglicht eine flexible Positionierung der Leuchten, sodass der Lichtstrahl an jede bauliche Gegebenheit angepasst werden kann – selbst wenn die Leuchte nicht an der Wand montiert ist. Diese Anpassungsfähigkeit ist in einem Museum, das seine Ausstellungsnarrative ständig verändert, von entscheidender Bedeutung.

„Die kreative Freiheit, die das präzise und flexible Beleuchtungssystem bietet, konsolidiert den Status des Museums als internationales Referenzprojekt.“ Fernanda Carvalho + Paula Carnelós, Lichtdesigner.

Darüber hinaus sind ERCO Leuchten für eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren ausgelegt. Ihr Design entspricht Kriterien der Funktionalität und Langlebigkeit statt kurzlebiger Modetrends. Dank dieser Philosophie bleibt das Beleuchtungssystem über lange Zeit aktuell und effizient und kann an die sich ändernden Anforderungen des Museums angepasst werden, ohne Abstriche bei der Ästhetik oder Leistung.

Ein Museum für die Zukunft

Mit fünf neuen Galerien, Unterrichtsräumen, technischen Bereichen sowie einer umfassenden Optimierung der Klimaanlage, der Sicherheit und der Beleuchtung verdoppelt das neue Gebäude die Gesamtfläche des MASP und erhöht dessen Ausstellungskapazität um 66%. Diese Erweiterung verändert nicht nur die physische Struktur des Museums, sondern auch das kulturelle Erlebnis seiner Besucher.

„Der Neubau reagiert auf den Bedarf an mehr Ausstellungsfläche und Nebenräumen und entspricht den hohen Anforderungen an die Ausstattung.“ Miriam Elwing, Project Manager MASP.




 
 

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