20. Februar 2012

Neue Lichtperspektiven

Im Rahmen des Light+Building 2012 Preview stellte OSRAM ausgewählte Neuheiten zur größten und wichtigsten Messe der Lichtindustrie vor: Den ersten LED-Ersatz für die 75W-Glühlampe in Europa, sein erstes LED-Modul gemäß Zhaga-Standard, den sicheren Weg in die Welt der LED-Straßenbeleuchtung sowie die neueste Generation von Licht-Management-Systemen. „OSRAM hat sich während der vergangenen Jahre als Komplettanbieter aufgestellt und kann heute Produkte und Lösungen für die gesamte Bandbreite von Kundenbedürfnissen anbieten“, sagte Klaus-Günter Vennemann, CEO der OSRAM Business Unit General Lighting.

Die Parathom Classic A75: Erster LED-Ersatz für die 75W-Glühlampe in Europa [Bild: OSRAM AG]

Prevaled: Erstes LED-Modul von OSRAM, das dem Zhaga-Standard entspricht [Bild: OSRAM AG]

Encelium: Die neueste Generation von Licht-Management-Systemen [Bild: OSRAM AG]

Im Lichtmarkt vollzieht sich ein umfassender Technologiewandel. Halbleiterbasierte Technologien, wie LED und OLED, eröffnen für die Kunden neue Möglichkeiten in Bereichen wie Effizienz und Lichtqualität. An mehr als 50.000 Beratungstagen im Einzelhandel und auf einer Roadshow für rund 7.000 Lichtplaner, Architekten und Elektroinstallateure ist OSRAM seit der vergangenen Light+Building in den Dialog mit seinen Kunden getreten. Der Auftritt auf der Light+Building 2012 zeigt, welche Antworten das Unternehmen nun aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen gibt.



Die wirtschaftliche Antwort: Parathom Classic A75
Mit einer Stromersparnis von knapp 400 Euro pro Lampe über die gesamte Lebensdauer kann die LED-Lampe Parathom Classic A75 aufwarten. Das Leuchtmittel ist der erste LED-Ersatz für die 75W-Glühlampe auf dem europäischen Markt und passt in die handelsübliche E27-Fassung. LED-Retrofits wie die Parathom Classic A75 – also neue Lichtquellen für alte Sockel – sind für viele Kunden der einfache Einstieg in die LED-Technologie. Einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey zufolge soll sich die Zahl der verkauften Retrofits in den kommenden fünf Jahren verdreifachen und zu Beginn des kommenden Jahrzehnts die der Energiesparlampen überholen.

Die flexible Antwort: Prevaled
Die Schnelllebigkeit des LED-Zeitalters stellt Leuchtenhersteller vor neue Herausforderungen: Die großen Leistungssprünge bei den Leuchtdioden und die damit verbundenen technischen Änderungen erfordern derzeit mit bald jeder neuen LED-Generation auch ein von Grund auf neues Leuchtendesign. Eine Antwort auf diese Situation bieten standardisierte LED-Module. LED-Module sind Einheiten mehrerer zusammen geschalteter LED. Damit diese universell einsetzbar sind, haben sich derzeit 170 Unternehmen der Lichtbranche im so genannten „Zhaga-Konsortium“ zusammengeschlossen. Das Konsortium definiert bestimmte Schnittstellen-Spezifikationen für LED-Module und die dazugehörige Elektronik (das Vorschaltgerät) – gemeinsam bilden sie die so genannte „LED-Light-Engine“. Es werden dabei mechanische, thermische, photometrische und elektrische Schnittstellen betrachtet. Mit diesen Definitionen werden die Zhaga-zertifizierten Light-Engines das Pendant zu standardisierten Leuchtmitteln wie Glüh- oder Leuchtstofflampe in der traditionellen Lichtwelt. Definierte Eckdaten sorgen für Planungssicherheit bei Leuchtenherstellern. Sie ermöglichen den Herstellern Flexibilität, da sie sich auf ihr „Kerngeschäft“ – das Entwickeln von Leuchten – konzentrieren können.

Auf der Light+Building 2012 präsentiert OSRAM seine erste Zhaga-zertifizierte Light-Engine: Das runde LED-Modul Prevaled Core Z2 für Spot- und Downlights, das mit bis zu 108 lm/W etwa zehnmal so effizient ist wie eine Glühlampe. Zudem werden die stabförmigen LED-Module Prevaled Linear und Prevaled Linear Slim für Büro-Leuchten sowie Anwendungen in Industriegebäuden vorgestellt. Ihre LED-Lichtpunkte liegen eng beieinander, sodass die Module besonders gleichmäßiges Licht abstrahlen und als besonders gleichmäßige Lichtquelle wahrgenommen werden.

Die sichere Antwort: Siteco Streetlight10
Die Vorteile von LED-Modulen im Vergleich zu fest verbauten Einzel-LED demonstriert auch die Straßenleuchtenserie Streetlight10 LED von Siteco. Durch die Trennung von Leuchte und Modul können Module für verschiedene Einsatzzwecke – vom Zebrastreifen bis zur Flächenbeleuchtung – in derselben Leuchte integriert werden. Das senkt die Herstellungs- und Entwicklungskosten und wirkt sich damit positiv auf die Marktfähigkeit des Produktes aus. Zudem können die Leuchten durch ihre modulare Bauweise bei veränderten Anforderungen einfach auf andere und leistungsfähigere LED-Module umgerüstet werden. Die Streetlight10 ist damit für Gemeinden und Betreiber von Außenanlagen der anpassungsfähige, kosteneffiziente und zukunftssichere Weg in die Welt der LED-Straßenbeleuchtung.

Die professionelle Antwort: Encelium Licht-Management-Systeme
Wie man in Büros, Industriegebäuden und Zweckbauten wie Krankenhäusern oder öffentlichen Gebäuden bis zu 75% Energie sparen kann, zeigt das Licht-Management-System Encelium von OSRAM, das auf der Light+Building in Europa eingeführt wird. Möglich wird dies durch die Kombination von sechs Strategien zur Stromeinsparung. Gebäudebetreiber können das System über eine einzigartige Software mit 3D-Darstellung weltweit über das Internet steuern und überwachen. Der Büroangestellte kann zudem von seinem Arbeitsplatz aus das Lichtniveau am eigenen Schreibtisch regeln. In Verbindung mit der neuesten Generation der elektronischen Vorschaltgeräte (nach DALI-Standard) von OSRAM kann das Encelium-System den Energieverbrauch der Beleuchtung in Echtzeit erfassen und darstellen. Die Software ermittelt Optimierungspotentiale und ermöglicht punktgenauen Eingriff. So können kostengünstigere flexible Stromtarifmodelle genutzt werden. Zudem kann Encelium über eine entsprechende Schnittstelle ins Gebäudemanagementsystem einbezogen werden.

Der Messestand von OSRAM während der Light+Building befindet sich in Halle 2.0.




 
 

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