10. Juni 2015

Projektionsmappingevent in Kanazawa

Eines der größten Projektionsmappingevents in der Geschichte Japans wurde unlängst realisiert. Als Projektionsfläche diente das berühmte Schloss von Kanazawa in der Präfektur Ishikawa. Das Event war Teil der Feierlichkeiten zu Ehren der Streckenerweiterung des Hokuriku Shinkansen Zuges, der seit Anfang März bis nach Kanazawa fährt.

[Bild: Drawing and Manual]

[Bild: Drawing and Manual]

[Bild: Drawing and Manual]

[Bild: Drawing and Manual]

Der Inhalt des Projektionsmappings wurde als eine bezaubernde Digitalkunstfantasie konzipiert, die Licht und Ton miteinander kombinieren sollte. Drawing and Manual war die Kreativagentur, die sich für die künstlerische Gesamtumsetzung dieses Großprojekts verantwortlich zeigte.



Creative Director Seiichi Hishikawa und Art Director Yutaka Obara konnten dabei das Talent einer Vielzahl von inspirierenden Künstlern und Handwerkern aus verschiedenen Firmen  wie z.B. CENDO Inc., Invisible Designs Lab, Diorama und Radix Corporation miteinbeziehen. Während der dreimonatigen Vorbereitungsphase dieses Großevents wurden zahllose Stunden investiert, um sicherzustellen, dass die künstlerische Vision zu einer greifbaren Realität heranreifen würde. Allein die Breite der verwendeten Gerüste belief sich auch beeindruckende 140 Meter.

Um die sehr komplexe traditionelle Dachstruktur besser studieren zu können, wurde ein detailgetreues Miniaturmodel des Schlosses mit Hilfe von 3D Druckern kreiert. Die Verantwortlichen bedienten sich auch der Pandoras Box Echtzeit-Renderingsysteme, um ihre künstlerische Vision zum Leben zu erwecken.  Teil dieser Vision war auch die Verbindung zur traditionellen Handwerkskunst Japans. Eines der besten Beispiele für diesen Ansatz zeigt sich in der praktischen Analyse der klassisch japanischen Papierfärbekunst, die an einigen Stellen das Contentdesign deutlich inspirieren konnte.

Ein weiteres einzigartiges Element dieses Events dürfte auch die extra dafür entwickelte Body-Sonic Maschine sein, mit deren Hilfe die Klänge des Events in Vibrationen umgewandelt wurden, die es Schwerhörigen leichter machten, auch diesen Aspekt der Feierlichkeiten voll mitzuerleben. Die eigens für das Event komponierte Musik verwendete ausschließlich menschliche Stimmen für das Erschaffen einer eindringlichen Atmosphäre. Um den Effekt der Soundcollage noch zu verstärken, wurden die Lautsprecher um das Publikum herum angeordnet. Mehr als 50.000 Besucher besuchten das virtuos konzipierte Event, welches allen Anwesenden einen neuen, inneren Zugang zum jahrhundertealten Schloss von Kanazawa ermöglichte.




 
 

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