12. August 2011

Ausstellungsgestaltung in Analogie zu filmischer Inszenierung

Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main bietet seinen Besuchern vom 14. August 2011 an ein rundum erneuertes Haus mit inspirierender, hochwertig bestückter Dauerausstellung, konzipiert und gestaltet von ATELIER BRÜCKNER aus Stuttgart.

Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main, Dauerausstellung: Filmisches Sehen [Bild: Uwe Dettmar, Frankfurt/Main]

Über zwei Etagen und 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche entfaltet sich eine kompakte Inszenierung, die mit den Mitteln des Films arbeitet und diese reflektiert. Dramaturgisch durchdachte Raumbilder lassen den Besucher in die Welt des Films eintauchen.



Der gestalterische Nenner beider Etagen sind dunkel gehaltene Räume und sensitiv eingesetztes, pointiertes Licht – in Analogie zur Projektion im Film. Stilbildende Elemente des Films drücken sich ferner in der Raum- und Sounddramaturgie aus. „Wir möchten die Exponate zum Sprechen bringen, Geschichten erzählen, die den Besucher berühren und ein nachhaltiges Erleben ermöglichen,“ sagt Prof. Uwe R. Brückner, der mit seinem multidisziplinären Team die narrative Dramaturgie der neuen Dauerausstellung entwickelt hat. „Die content-generierte Szenografie fördert den Dialog zwischen Raum und Inhalt, zwischen Exponat und Betrachter.“

Im ersten Obergeschoss geht es um das „Filmische Sehen“. Den Besuchern wird eine Reise durch ein kaleidoskopartiges Raumbild geboten, das den technischen Entdeckungen und Erfindungen vornehmlich des 19. Jahrhunderts gewidmet ist. Die frühen Formen der Schaulust spiegeln sich in teils skurrilen Apparaten, die anhand von Nachbildungen neu entdeckt werden können. Die Gestaltungssprache der akzentuierten, Raumbild-prägenden Vitrinen erinnert an Filmtrommel und Filmband.

Die Ausstellungseinheit „Filmisches Erzählen” im zweiten Obergeschoss führt den Besucher zu den heutigen Möglichkeiten des Films. Der Fokus liegt auf der Gestaltung von Filmbildern und deren emotionaler Wirkung. Hier soll die Wahrnehmungssensibilität für das Medium Film geschärft werden. In einem studioähnlichen Raumbild blicken die Besucher hinter die Kulissen der Filmproduktion und werden animiert, aktiv an den filmtechnischen Prozessen teilzunehmen.




 
 

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