19. Februar 2021

WIRELINE – Das Elementare im Fokus

Eine Lichtquelle, ein Stromkabel und sonst nichts - Mit WireLine bietet FLOS eine minimalistische Hängeleuchte, die auf ihre elementaren Bestandteile reduziert ist. Die Designer Andrea Trimarchi und Simone Farresin vom Studio Formafantasma haben dabei ihre Gestaltungsidee verwirklicht, eine Leuchte zu kreieren, die nur aus der Lichtquelle und der Stromzufuhr besteht.

[Bild: Tommaso Sartori]

[Bild: Tommaso Sartori]

[Bild: Tommaso Sartori]

[Bild: Tommaso Sartori]

[Bild: Francesco Caredda]

[Bild: Olya Oleinic]

[Bild: Studio Formafantasma]

Bereits im Jahr 2017 hat Formafantasma mit WireRing eine skulpturale Wandleuchte gestaltet, die ein Muster an minimalistischer Formgestaltung darstellt. „Mit WireLine, unserer zweiten Leuchte für FLOS, haben wir das Prinzip der WireRing wieder aufgegriffen und einen Schritt weitergeführt“, so Andrea Trimarchi und Simone Farresin. „Beide Leuchten entstanden aus dem Wunsch, das elektrische Kabel als charakteristisches Designelement zu verwenden.“



Industrielle Anmutung – Raffinierte Sinnlichkeit
Mit ihrer sorgfältigen Mischung aus High-Tech und emotionaler Qualität, aus industrieller Produktion und handwerklichem Können ist WireLine angesiedelt zwischen Industriedesign und künstlerischem Ausdruck. Dabei fungiert das Stromkabel als formgebendes Element. Gefertigt aus einem farbigen, thermoplastischen, abgeflachten Gummi, ähnelt es einem Gürtel. Dieser wird in einem sanften Bogen von der Decke abgependelt und spannt beidseitig eine extrudierte, gerippte Borosilikatglas-Röhre mit internem Diffusor aus opalem Polycarbonat ein, in der sich die LED Lichtquelle befindet. Sie strahlt gleichmäßig nach allen Seiten und taucht die Umgebung mit einer Farbtemperatur von 2.700 K in ein angenehm warmes und homogenes Licht.

„Wir haben diese Materialien gewählt, um einen spielerischen Kontrast zwischen der industriellen Anmutung von Gummi und der raffinierten Sinnlichkeit von Glas zu schaffen“, erklärt das Designer-Duo und führt weiter aus: „Jeder Gestalter hat eine Obsession – unsere ist das Licht. Was wir am Licht lieben – es ist immateriell, aber auch technisch und emotional. Und es zählt zu den wenigen Bereichen des Designs, die sich letzter Zeit durch eine wichtige Innovation komplett verändert haben. Denn dank LED-Technologie ist das Licht zu einem Territorium für Pioniere und zum aufregendsten Forschungsfeld für Design geworden.“

Starker visueller Ausdruck
WireLine kann als skulpturales Einzelobjekt installiert werden, aber auch Kompositionen mit zwei oder mehreren, ineinander verwobenen Leuchten sorgen für eine außergewöhnliche Erscheinung. WireLine kann überall dort eingesetzt werden, wo hohe Decken vorhanden sind, z. B. in Hotellobbys und Lofts, in hohen offenen Räumen und im privaten Wohnumfeld.

Das abgeflachte, gürtelähnliche Soft-Touch-Gummiband mit integrierter Stromzuführung wird in den Farben Pink und Forest Green angeboten. Seine Länge kann je nach Deckenhöhe von ca. zwei bis acht Meter variiert werden. Für die Fixierung der gerippten Borosilikatglas-Röhre sorgen zwei formschöne, satinierte Edelstahlelemente, wovon eines die elektrischen Komponenten aufnimmt. Die Befestigung an der Decke erfolgt über zwei Deckenrosetten aus Polycarbonat. Mit der in der Rosette integrierten Elektronik können verschiedene Dimmersysteme (Push, 1-10V, Potentiometer, DALI) verwendet werden. Als Lichtquelle kommt ein dimmbares 45W LED-Modul mit 2793 lm, 2700 K und CRI90 zum Einsatz.

Studio Formafantasma
Andrea Trimarchi (Jahrgang 1983) und Simone Farresin (Jahrgang 1980) bilden das Studio Formafantasma. Das italienische Designer-Duo hat seinen Sitz in Amsterdam, Niederlande. Ihr Interesse an Produktdesign entwickelte sich im IM-Masterstudiengang an der Design Academy Eindhoven, wo sie im Juli 2009 ihren Abschluss machten. Seitdem hat Formafantasma ein kohärentes Werk entwickelt, das u. a. durch den experimentellen Umgang mit Materialien gekennzeichnet ist, und setzt sich mit Themen wie die Beziehung zwischen Tradition und lokaler Kultur, kritische Ansätze zur Nachhaltigkeit und die Bedeutung von Objekten als kulturelle Vermittler auseinander.
Zu den Kunden von Studio Formafantasma zählen Marken wie Fendi, Max Mara - Sportmax, Hermès, Droog, Nodus Rug, J&L Lobmeyr, Galerie Giustini / Stagetti Roma, Galerie Libby Sellers, Lexus, Krizia International und FLOS. Ihre Arbeiten werden international veröffentlicht und ausgestellt. Museen wie das New Yorker MoMA, das Londoner Victoria and Albert Museum, das Chicago Art Institute, das Centre Georges Pompidou in Paris und viele mehr haben Formafantasmas Entwürfe von Formafantasma für ihre ständigen Sammlungen erworben.




 
 

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