23. Juni 2014

Smart Lighting: Bartenbach setzt auf intelligente Lichtlösungen

Die Digitalisierung macht auch vor der Beleuchtungsbranche nicht Halt. Bartenbach hat die Zeichen der Zeit erkannt und forscht an intelligenten Lichtlösungen für das 21. Jahrhundert. Das so genannte „Smart Lighting“ ist mehr als bloße Beleuchtung: dank LED-Technologie und dem Einsatz von Hightech wird Licht zum hochwertigen und kostbaren Gut, das sich auf die Bedürfnisse der Menschen einstellt und so für mehr Lebensqualität sorgt.

Im Künstlichen Himmel bei Bartenbach können Modelle unter allen erdenklichen Tageslichtsituationen gezeigt werden. Die natürlichen Himmelszustände werden hinsichtlich Helligkeit, Lichtverteilung, Farbtemperatur und Sonnensituation perfekt simuliert [Bild: Bartenbach GmbH]

Die Elektronik einer LED - damit werden intelligente Lichtlösungen, angepasst an die Bedürfnisse der Menschen, möglich [Bild: Bartenbach GmbH]

Die LED als ‚digitales Leuchtmittel‘ verdrängt alle anderen Lampen und macht aus der klassischen Lichtindustrie eine Hightech-Elektronikindustrie [Bild: Bartenbach GmbH]

Bartenbach setzt „Smart Lighting“ bereits erfolgreich in der Praxis ein, wie Forschungsleiter Wilfried Pohl erklärt. Die modernen Medien der Informations- und Kommunikationstechnologie bestimmen immer mehr unser tägliches Leben: Internet, Handy, iPad und Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. 



Die aktuelle Studie „Kinder und Jugend 3.0“ von Bitkom zeigt, dass bereits 85% der 12-Jährigen ein Smartphone benutzen, und ab einem Alter von 10 Jahren bereits fast jedes Kind das Internet nutzt. Es ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft alle Menschen, zumindest in den Industrieländern, über soziale Netzwerke oder andere Internetdienstleistungen miteinander vernetzt sind.

Bisherige Bemühungen, in diese Kommunikation auch Geräte und Gegenstände des täglichen Lebens einzubeziehen, haben sich noch nicht wirklich durchgesetzt, auch wenn sie bereits technisch möglich wären. Das „Smart Home“, in dem alle Hausgeräte miteinander vernetzt sind und über das Mobiltelefon des Bewohners jederzeit von jedem Ort aus gesteuert werden können, und wo im Extremfall der Kühlschrank selbständig die fehlenden Lebensmittel im Supermarkt nachbestellt, ist nach wie vor Zukunftsmusik.

Im Lichtbereich hat sich mit dem Aufkommen der LED-Technologie die Situation aber bereits grundlegend geändert: die LED als ‚digitales Leuchtmittel‘ verdrängt alle anderen Lampen und macht aus der klassischen Lichtindustrie eine Hightech-Elektronikindustrie, die sich nahtlos in die Kommunikationstechnik einfügt. Diese  Vernetzung von Lichttechnik mit Elektronik sowie Informationstechnologie findet derzeit massiv statt und neue und global agierende Unternehmen erobern den Lichtmarkt. Die traditionellen Schnittstellen zwischen den einzelnen Gewerken und Industriezweigen verschwinden, und zukünftige Produkte sowie Lösungen erfordern neue und ganzheitliche Ansätze.

Auf der weltweiten Tagung „Smart Lighting 2014“ in Barcelona am 7. und 8. Mai 2014, wo Bartenbach mit zwei Beiträgen hochkarätig vertreten war, zeigten sich klare Trends: diese Vernetzung wird viele neue Lichtlösungen hervorbringen, insbesondere auch im privaten Wohnbereich, der massiv an Bedeutung gewinnen wird. Die wichtigsten technologischen Treiber sind dabei die Halbleiterindustrie (LEDs) mit der Elektronikindustrie (Stromversorgung, Steuerung, drahtlose Kommunikation), sowie die „Neuen Medien“.

Diese Technologien ermöglichen eine erhöhte Effizienz und Flexibilität der Beleuchtung, wie etwa eine laufende automatische Anpassung der Lichtfarbe und Lichtintensität an das Tageslicht und an die Tätigkeit, oder auch an individuelle Bedürfnisse. In Zukunft könnte über Sensoren die Befindlichkeit des Benutzers erfasst werden, und das Licht über lernende Regelsysteme entsprechend angepasst werden. Es bieten sich völlig neue Möglichkeiten, um eine optimale dynamische Beleuchtung zu schaffen, die den komplexen und unterschiedlichen Bedingungen unserer heutigen Lebenswelt gerecht wird.

Gleichzeitig mit diesem technologischen Wandel zeigen neueste Forschungen, dass Licht nicht nur zum Sehen notwendig ist, sondern darüber hinaus einen vielfältigen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen hat, und sogar therapeutische Wirkungen zeigt. „Für die Lichtindustrie ist der technologische Wandel eine extreme Herausforderung, aber zugleich im Zusammenhang mit diesen neuen Erkenntnissen eine große Chance“, erklärt Wilfried Pohl, Forschungsleiter bei Bartenbach. „Wahrend Licht bisher im Allgemeinen eine untergeordnete Bedeutung hatte und mit geringen Kosten verbunden war, könnte Licht in Zukunft ein hochwertiges und kostbares Gut sein.“

Für Bartenbach bedeutet eine intelligente Lichtlösung („Smart Lighting“) nicht nur, möglichst viele Parameter wie Intensität, Lichtverteilung oder Lichtfarbe einstellbar zu machen. „Smart Lighting“ ist mehr: es geht darum, mit der Beleuchtung möglichst den Bedürfnisse des Menschen entgegenzukommen. Was dazu aktuell mehr als alles andere benötigt wird, ist mehr über die Lichtbedürfnisse von Menschen zu verstehen.

Bartenbach, seit jeher bekannt für seine wahrnehmungszentrierten Lichtlösungen, erforscht selbst die Wirkung von Licht auf den Menschen. In mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten zum Thema „Smart Lighting“ wird versucht, diese Erkenntnisse in Lichtlösungen umzusetzen. „Im Forschungsprojekt ‚Guiding Light‘ (Licht für selbstständige SeniorInnen) werden in bis zu 19 privaten Testhaushalten vernetzte und sensorgesteuerte LED-Beleuchtungen eingebaut. Drei dieser Wohnungen befinden sich in Wörgl im Unterinntal. Alle Leuchten sind ans Internet angeschlossen und werden aus der sogenannten ‚Cloud‘ angesteuert“, erklärt Markus Laner, Projektleiter im Forschungs- und Entwicklungsteam.

„Entscheidend wird sein, diese Wertschöpfung durch Licht glaubwürdig zu vermitteln und entsprechende neue Lichtlösungen zu schaffen“, sagt Wilfried Pohl, „und nicht nur die konventionellen Lampen durch LED-Lampen zu ersetzen. Im letzteren Fall werden wir von asiatischen Billigstprodukten überschwemmt und die lokale Wertschöpfung wird noch mehr sinken.“




 
 

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