01. Mai 2013

Projekt des Monats
Mai 2013

Iglootel - Magie in Eis und Schnee

Kaum ist das Iglootel im subpolaren Abborrträsk naturgemäß den steigenden Temperaturen zum Opfer gefallen, plant Stefan Möller vom Licht-Team und Licht-Center Speyer bereits das Beleuchtungskonzept für die nächste Saison. Denn dann soll Europas größtes Iglu Hotel zum zweiten Mal aufgebaut werden, um ab Dezember zahlreichen Wiederholungstätern und neuen Gästen für Unternehmens-Events oder individuelle, unvergessliche Erlebnisse zur Verfügung zu stehen.

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

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[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

[Bild: HG Esch Photograph, Hennef - Stadt Blankenberg]

Die hat man allemal, wenn man bei Minusgraden einen abwechslungsreichen Abend im Gemeinschafts-Iglu, an der Bar aus blankem Eis, in Whirlpool und Sauna im Außenbereich genießt und sich anschließend im Polaranzug und mit dicker Mütze auf einem Rentierfell in einem der 10 Schlaf-Iglus bettet.

Allein das Beleuchtungskonzept mit dynamischen, farbigen Lichtstimmungen, die mittels DMX-Steuerung mit LED Leuchten realisiert sind, ist eine Reise nach Schwedisch Lappland wert. Nirgends besser als hier, im rein-weißen Schnee, lässt sich die Magie künstlichen Lichts erfahren, das Räume zu strukturieren und zu modulieren versteht.


Dem Lichtplaner Stefan Möller und seinem Team ließ Bauherr Michael Fender, der die Ingenieure und Rennfahrer der Autoindustrie seit vielen Jahren mit seiner Chartergesellschaft FlyCar nonstop zu den Teststrecken in Arjudsvar fliegt, völlig freie Hand. Denn man kannte und schätzte sich bereits aus der Kooperation bei einem anderen Projekt. Für Stefan Möller war die selbst gestellte Beleuchtungsaufgabe sehr schnell klar. Zur Kontrastierung der wortwörtlich schneeweißen Umgebung wollte er im Innenraum Farbe ins Spiel bringen, die signalisierend wirken und in der subpolaren Kälte gleichzeitig Wärme suggerieren soll. Und in den gleichförmigen, tunnelartigen Gängen, welche die kreisförmig um das Zentrum angelegten Schlaf-Iglus, die beiden Gemeinschafts-Iglus im Herzen der Anlage, die Rezeption, Bar und den Sanitärbereich erschließen, wollte Stefan Möller im Spiel von Licht und Schatten mittels verschiedener Farben und Farbintensitäten sowie Aufhellungen durch weißes Licht Tiefenwirkung schaffen.

Mit den deutschen LED Leuchten Anbietern Wibre und Terraluce System fand Licht-Team nicht nur adäquate, sondern auch begeisterungsfähige Partner für das abenteuerliche Projekt, das letztlich bei minus 30 Grad Außentemperatur realisiert wurde. Eine befruchtende Kooperation gab es auch mit den 15 Nachwuchsdesignern der Akademie für Handwerkskunst Gut Rosenberg, die das komplette Interior Design übernahmen und die Details ihrer Gestaltungsideen mit dem Beleuchtungskonzept in Einlang brachten.

Damit die Kälte beim Betreten des Iglu Hotels unversehens in Vergessenheit gerät, sind der mit LED Scheinwerfern homogen beleuchtete Empfangsraum (Wibre) und der Rezeptionstresen aus Eis, der zusätzlich mit weißem Licht aus LED-Bändern (Terraluce) strukturiert wird, in einen warmen Goldton getaucht. Honiggelbe LED Echtwachs-Kerzen – mit täuschend natürlich anmutender Flamme – auf dem Tresen unterstützen den Eindruck von Wärme. Lange dauert die gefühlsmäßige Aufwärmphase allerdings nicht, denn schon lockt auf der Sichtachse aus den zwei Gemeinschafts-Iglus ein Farbrausch, der sich im Spiel von kalten und warmen Farben mit sanfter Dynamik verändert. Doch bevor die Neugier zum Erkunden dieser Räume befriedigt wird, geht es links oder rechts durch den umschließenden Flur in die Schlaf-Iglus. Man folgt den gewölbten, mit Wibre LED Scheinwerfern unifarben beleuchteten Gängen, die ihre Raumfarbe über das gesamte Farbspektrum wechseln. Die in jeweils kontrastierender Farbe angestrahlten Türbögen sowie die mit Terraluce Sonderlösungen weiß hinterleuchteten, aus Eisblöcken gefertigten Türschilder mit traditionellen Motiven Schwedisch Lapplands markieren die einzelnen Schlaf-Iglus und rhythmisieren dabei gleichzeitig die räumliche Monotonie der Flure.

In den Gemeinschaftsräumen, die für das abendliche Beisammensein der Gäste oder für komplette Events genutzt werden, verzaubert wiederum ein Wechsel der Lichtfarbe von Violett- und Blautönen über Nuancen von Grün, Gelb, Orange bis zu Karminrot. Die Innentemperatur von minus 5 Grad geht keineswegs unmerklich an den Gästen vorüber, wird durch die Lichtfarben jedoch gefühlsmäßig gemildert. Und zur physikalischen Erwärmung steht schließlich eine gute bestückte Bar bereit, die von den Gut Rosenberg Studenten kunstvoll aus einem Eisblock gefertigt wurde.

Etwa 100 hochqualitative, absolut wasserdichte LED Leuchten, zuverlässige Elektronik sowie akribische Planungsleistung und Programmierung wurden benötigt, um das weiße Iglu-Hotel aus 35.000 Kubikmetern Schnee per DMX-Steuerung mit 30 Schaltkreisen und 70 Kanälen mit unterschiedlichen Lichtstimmungen und weißen Akzenten zu verzaubern. Ob der Aufwand für gerade mal vier Monate Standzeit lohnt? In jedem Fall, sind sich die Mitarbeiter von Licht-Team, die beteiligten LED Leuchten Anbieter, der Betreiber und – vor allem – die Gäste einig. Für die nächste Saison von Dezember bis April gibt es bereits Buchungen für das unvergessliche Abenteuer. Und damit es auch für Wiederholungstäter spannend bleibt, wird das Beleuchtungskonzept beim nächsten Mal variieren. Auch soll das Iglu-Hotel dann Dimensionen erhalten, die es zum größten der Welt avancieren lässt.




 
 

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