30. Juli 2010

Und es ward Licht - Das „Kaleidoskop des Glaubens“ erstahlt

Im Zuge der „Langen Nacht der Kirchen“ präsentierte sich der Linzer Mariendom nicht nur in unterschiedlichste Lichtstimmungen getaucht, sondern begleitet von der Orgelmusik Johann Sebastian Bachs vereinten sich dort Musik und Licht zu einer eindrucksvollen Performance. Traditionelles und Modernes, Gebet und Diskussion standen in dieser Nacht im Mittelpunkt, die parallel in 730 österreichischen Gotteshäusern mit über 3.500 Veranstaltungen und 350.000 Besuchern gefeiert wurde.

[Bild: Lukas Musilek]

[Bild: Lukas Musilek]

[Bild: Lukas Musilek]

[Bild: Lukas Musilek]

[Bild: Lukas Musilek]

[Bild: Lukas Musilek]

[Bild: Lukas Musilek]

Allein in Linz waren es über 70.000 Besucher, von denen eine Vielzahl den Mariendom besuchte. Lichtdesigner Michael Kantrowitsch war maßgeblich für das Projekt „Kaleidoskop des Glaubens“ im Dom verantwortlich.

Für die Umsetzung seines Lichtdesigns setzte Kantrowitsch auf das Produktportfolio von Lightpower: „Es bietet insbesondere für meine Sakral- und Architekturprojekte hervorragende Lösungen. Bei dieser besonderen Art von Beleuchtungsaufgabe sind eine Vielzahl von Kriterien entscheidend - unter anderem die Farbmischung, die Abbildungsqualität und die Lautstärke der eingesetzten Produkte.“



„Zum wiederholten Mal habe ich aufgrund ihrer Farbmischung und des Licht-Outputs die exzellenten LED-Produkte von DTS verwendet“, fuhr Kantrowitsch fort, „Mit 76 DTS FOS 33 Full-Colour Bars beleuchteten wir alle Säulen des Domes von zwei Seiten. Auf diese Weise erzeugten wir aus jeder Betrachtungsposition im Raum Tiefe und Spannung. Mit dem großen Bruder, dem FOS 100 Full-Colour, gestalteten wir die obere Fenstergalerie mit farblich variierendem Streiflicht. Als weitere Scheinwerfer von DTS kamen Delta B und Delta R Full-Colour bei der Beleuchtung von Bögen, Kuppeln und Fenstern der Apsis sowie im  Zuschauerbereich zum Einsatz.“

Mit diesen drei LED-Fixtures gliederte Kantrowitsch den weitläufigen Kirchenraum in Hauptschiff (Säulen), Umgebung des Schiffes (Fenster in Seitenschiffen und Apsis) und Obergalerie (Große Fenster). „Diese architektonischen Ebenen wurden kontinuierlich zueinander in Beziehung gesetzt, da sie wechselnd in kontrastiven Farben oder aber auch monochrom bespielt wurden.“

Als Moving Lights wurden unter anderem Vari*Lite VL1000 TSD genutzt. „Bei der Wahl dieses Moving Lights gab es keine Kompromisse: Im Kirchenschiff, unmittelbar in der Nähe der Besucher, durfte es keine störenden Lüftergeräusche geben. Dafür ist der VL1000 TSD ideal. Auch seine Blendenschieber zur Hervorhebung architektonischer Details waren in diesem Projekt sehr wichtig. So wurden die VL1000 TSD zur Betonung der oberen und unteren Fensterreihen genutzt.“

Mithilfe von zwei Vari*Lite VL 3500Q Spots auf der Orgelbühne inszenierten Kantrowitsch und sein Team die Rückseite des Raumes. „Darüber hinaus konnten wir mit diesen Moving Lights die Distanz von fast 90 Metern zu den Akteuren am Altar bequem überbrücken“, erläuterte der Lichtdesigner.

Elf DTS XR2000 dienten zur Bespielung des Altarraums, Beleuchtung des Hochaltars sowie Ausleuchtung der Künstler. „Einer der Scheinwerfer befand sich hinter dem Altar und hinterleuchtete das Kreuz, um es im Mittelschiff über den Köpfen der Besucher an die Decke zu projizieren. Verstärkt und dramatisch überzeichnet wurde dieser Effekt mit sechs der insgesamt acht DTS XR300 Beam FAR, die ebenfalls hinter dem Hochaltar positioniert waren. Sie erzielten den bereits in der Visualisierung mit grandMA 3D dargestellten Effekt eines gleißenden Strahlenkranzes hinter dem Kreuz mit Bravour.“

Im Außenbereich wurde der Dom mittels DTS XR3000 Moving Lights angestrahlt und mit einer Sequenz wabernder Gobos und farbiger Anstrahlungen des Eingangsportals und des 135 Meter hohen Turmes bespielt.

Die Steuerung erfolgte über ein MA Lighting Netzwerk bestehend aus 2 x MA Digital Dimmern 12 x 2,3kVA , 1x MA NSP (Network Signal Processor)und einer grandMA full-size mit einer grandMA light als Backup. Der Dom wurde in der Vorbereitungsphase komplett mittels grandMA 3D visualisiert.

Michael Kantrowitsch von arsluminis lighting design war für Konzept, Lichtdesign, Programmierung und Operating zuständig und hatte die technische Leitung inne. Projektinitiator Sebastian Frankenberger arbeitete mit am Konzept und sorgte für die Organisation sowie die theologische Beratung. Marius Bieckmann von arsluminis lighting design war als  Oberbeleuchter und Programmierer (Außenbereich) tätig. Zur Licht-Crew gehörten weiterhin Kai Ottenhues, Philipp Muschwitz und Christopher Baines. Pielage Showtechnik lieferte das Licht-Equipment.




 
 

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