21. April 2021

Licht für den „Palast der strahlenden Glückseligkeit“

ERCO Außenraum-Leuchten im Gyeongbokgung Palast, Seoul - Im 14. Jahrhundert einst imposante königliche Residenz, gilt der Gyeongbokgung Palast im Herzen Seouls heute als architektonisches Meisterwerk im Pagodenstil. Die monumentale Stätte erstreckt sich über eine Fläche von 400.000 m² und verkörpert Jahrhunderte der koreanischen Geschichte und Tradition. Als Touristenattraktion zieht der Palast Millionen von Besuchern aus der ganzen Welt an. Licht von ERCO schafft vor Ort eine magische Atmosphäre, die die architektonischen Besonderheiten der Gebäude bei Nacht hervorhebt.

[Bild: Jackie Chan]

[Bild: Jackie Chan]

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[Bild: Jackie Chan]

Der ursprüngliche Bau des Palastes geht bereits auf das Jahr 1395 zurück. Nach Kriegen und Konflikten stark zerstört, wurde der Komplex 1868 wieder aufgebaut, während der japanischen Kolonialzeit (1910-1945) allerdings erneut beschädigt und teilweise abgerissen. Erst 1990 wurde der Gyeongbokgung Palast mit seinen Residenzen schließlich wieder in ursprünglicher Form restauriert.



Ein Besuch der Anlage ist eine stilistische Zeitreise in das Korea des 14. Jahrhunderts. Die Residenzen innerhalb des Palastes sind ideale Darstellungen des traditionell koreanischen architektonischen Pagodenstils. Dieser kennzeichnet sich durch markante, mehrstöckige Gebäude mit einzelnen Ebenen, die durch vorspringende Gesimse voneinander getrennt sind. Die geschwungenen Dächer sind farbenfroh verziert und mit feinen Details geschmückt. Traditionell dienten die Pagoden dazu, die Gebeine besonders erleuchteter buddhistischer Mönche zu beherbergen.

Eine Zeitreise ins 14. Jahrhundert – gestaltet mit Licht
Die Lichtgestaltung übernahm bitzro & partners, eines der führenden Büros in Südkorea. Hinter ihrem Konzept für den Gyeongbokgung Palast stand das Ziel, die Besucher mit Licht auf eine Zeitreise mitzunehmen. „Wir leben im 21. Jahrhundert, aber die Nächte, die wir sehen, sind dieselben, die die Menschen vor 500 Jahren gesehen haben", sagt Kiyoung Ko, Gründerin und Design Leiterin von bitzro & partners. „Die Idee war, die Beleuchtung so zu planen, dass Menschen, die den Palast heute besuchen, ein ähnliches Gefühl erleben können wie diejenigen, die vor einem halben Jahrtausend dort zu Besuch waren und lebten: Was hat der König gesehen und gefühlt, als er unter dem nächtlichen Sternenhimmel durch seinen Palast schritt? Wie fühlten sich die Frauen des Palastes, als sie durch die Gärten schlenderten? Wie sah die Spiegelung des Palastes auf dem Wasser im Mondlicht aus? Wir wollten dieses Erlebnis für die Besucher so authentisch und nachvollziehbar wie möglich machen."

Früher bestand die traditionelle koreanische Beleuchtung in der Regel aus Kerosinlampen, die eine warme Lichtfarbe liefern. Durch die traditionellen Hanji-Fenster tritt das Licht sanft heraus und erzeugt von außen betrachtet eine mystische Aura. bitzro & partners setzte daher vorwiegend auf indirekte Beleuchtung aus warmweißem Licht mit 3000K, um die einstige Atmosphäre im Palast wiederherzustellen. Darüber hinaus entschieden sich die Designer bewusst dafür, die Gebäude in der Dunkelheit nicht komplett zu beleuchten, sondern bestimmte architektonische Merkmale wie Dachgesimse, Säulen und ornamentale Details hervorzuheben. „Um die Aura zu perfektionieren, mussten wir sicher sein, dass die Beleuchtung präzise und steuerbar ist und kein Streulicht entsteht", so Kiyoung Ko. „Dank ERCO konnten wir diese Anforderung erfüllen."

Wie Licht Größe gekonnt in Szene setzt
Inmitten eines weitläufigen Hofes im Herzen des Gyeongbokgung Palastes befindet sich die Geunjeongjeon Halle. In diesem Hauptthronsaal und wohl bekanntesten Komplex des Palastes, gewährte der König einst Audienzen, gab offizielle Erklärungen ab und empfing ausländische Abgesandte. Die hauptsächlich hölzerne Struktur des Gebäudes – versehen mit detailreichen Balustraden und verziert mit Skulpturen wie Drachen und Phönixen – fußt auf einem zweistufigen Steinpodest. Die Halle wird aus großer Entfernung mit Kona Scheinwerfern und einer präzisen, engen 6° narrow spot Lichtverteilung illuminiert. Da das Gebäude nationales Kulturgut ist musste es aus großzügiger Entfernung von ca. 70m durch insgesamt zehn an zwei Masten montierte Scheinwerfer beleuchtet werden. Der hohe Lichtstrom des 42W LED-Moduls macht Kona zum idealen Lichtwerkzeug für weite Projektionsdistanzen.

Wandflutung für Orientierung und architektonische Details
Inmitten einer kleinen Insel auf einem künstlich angelegten See innerhalb des Palastes thront der Gyeonghoeru Pavillon, ein einstöckiges Gebäude aus Stein und Holz. Der über drei Brücken zugängliche Pavillon war einst Schauplatz für Feste und Staatsbankette. Die Anordnung der Säulen repräsentiert die antike dualistische Philosophie des Yin und Yang. Um die Struktur zu beleuchten, setzte man quadratische Tesis Bodeneinbauleuchten ein, die die farbigen Ornamente auf dem Gesims hervorheben und die Aufwärtswölbung des Daches an den Seiten des Pavillons nachzeichnen. „Ein Vorteil der Leuchten ist, dass sie unauffällig im Boden und auf den Steinen installiert werden konnten", sagt Kiyoung Ko. „Die Besucher werden allein durch das Licht geführt, das die raffinierten architektonischen Details des Pavillons offenbart. Die Leuchte selbst ist kaum wahrnehmbar."
 
Moderne LED-Technologie für das wichtigste Kulturdenkmal Südkoreas
Um dem Beleuchtungskonzept und der architektonischen Komplexität des Palastes gerecht zu werden, setzte bitzro & partners modernste LED-Technologie ein: Wichtig war eine hohe Farbwiedergabe (CRI>92) und eine verlässliche Farbkonsistenz, um die feinen dekorativen Details der Strukturen unverfälscht darzustellen. Mit Blick auf die Anforderungen des Denkmalschutzes entschieden sich die Planer für wartungsarme ERCO Außenraum-Leuchten. Auch nach 50.000 Betriebsstunden haben 90% der LEDs noch über 90% ihres ursprünglichen Lichtstroms. Die Ausfallrate einzelner LEDs liegt in diesem Zeitraum bei unter 0,1%. Die neuen LED-Leuchten lösen eine alte Beleuchtung mit Halogen-Metalldampflampen ab. Mit dem Relighting kann ca. 80% Energie eingespart werden. „Die Texturen und die Details der Holz- und Steinoberflächen, die im Palast lange Zeit etwas verloren gegangen waren, kommen nun wieder perfekt zur Geltung", so Kiyoung Ko. „Dank der unterschiedlichen hochpräzisen Ausstrahlungswinkel konnten wir alle Details unseres Beleuchtungskonzepts ideal realisieren."

Der Gyeongbokgung Palast ist nicht nur Touristenattraktion für Besucher aus aller Welt. Mit der neuen Beleuchtung ist er nun auch ein herausragendes kulturelles Wahrzeichen, das die koreanische Geschichte und Tradition in einem neuen Licht erscheinen lässt.




 
 

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