01. September 2026

Projekt des Monats
September 2026

SCHLOSS MIRADOLO – Licht als verbindendes Element

Der Park des Castello di Miradolo, der am Fuße der Val Chisone im Herzen des Piemonts liegt, ist in der Region eines der bedeutendsten Beispiele für einen historischen Garten im romantischen Stil. Die zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert angelegte Landschaft wechselt zwischen Lichtungen, kleinen Wäldern, monumentalen Bäumen und panoramischen Ausblicken, die mit der neugotischen Architektur des Gebäudes und dem freien Blick auf den Monviso harmonieren.

Schloss Miradolo - Visuelle Kontinuität zwischen Architektur und Landschaft [Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

[Bild: Michele D’Ottavio]

Die Fondazione Cosso, die diesen Ort verwaltet, kümmert sich um dessen Pflege durch Renovierungsmaßnahmen, botanische Forschung und ein ständiges Augenmerk auf die Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts.

Das von Light Follows Behaviour entworfene Beleuchtungskonzept ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung mit dem Bauherrn und basiert auf einer sorgfältigen Landschaftsplanung. Nach der Begutachtung aller Bäume in Bezug auf Farbe, Struktur und Laubart wurden die repräsentativsten Exemplare ausgewählt, die dann bei den wichtigsten Events in Szene gesetzt werden.

Die Beleuchtung der Wege, der historischen Gebäude und Verweilbereiche schafft eine visuelle Kontinuität zwischen Architektur und Landschaft und begleitet den Besucher in ein klares, immersives und stimmiges Erlebnis, auch nach Sonnenuntergang. Jede Entscheidung ist das Ergebnis gezielter Prüfungen mit Optiken, Leistungen und Farbtemperaturen, die so abgestimmt wurden, dass sie dem Charakter des Ortes und seiner romantischen Identität gerecht werden. Wie in einem englischen Garten, in dem die Natur frei und ungezwungen wirkt, folgt auch das Licht diesem Prinzip: Es ist präsent, ohne aufdringlich zu sein. Es begleitet, ohne sich zu offenbaren, und schafft so eine diskrete und schlüssige Erzählung.


„In diesem Garten scheint sich die Natur frei entfalten zu können, und auch das Licht bleibt dieser Linie treu: Es ist da, aber unsichtbar. Dank der Leuchten von Luce&Light haben wir ein sorgfältig abgestimmtes Projekt entwickelt, das sich harmonisch in die Landschaft einfügt, ohne dabei das Gleichgewicht des nächtlichen Ambiente und der dort lebenden Arten zu stören, wie beispielsweise die zahlreichen Glühwürmchen im Park.“ Argun Paragamyan, MArch Lighting Designer für Light Follows Behaviour.

Im Außenbereich findet die Landschaftsgestaltung des Architekten Paolo Pejrone im Licht ein verbindendes Element. Entlang der Wege betonen die Ginko-Strahler in verschiedenen Größen und Ausführungen die Formen der markantesten Baumarten – Ginkgo biloba, Tulpenbaum, Eibe und Echte Sumpfzypresse – und bewahren dabei den natürlichen Charakter der nächtlichen Landschaft. Optiken, Farbtemperaturen und Farbwiedergabe wurden sorgfältig ausgewählt, um der botanischen Identität gerecht zu werden und ein harmonisches visuelles Gleichgewicht zu schaffen.

Besonders sorgfältig abgestimmte Lichtlösungen waren im Bambuswald und in den Calla-Bereichen erforderlich, die mit Ginko 2.0 und einem speziellen grünen dichroitischen Filter beleuchtet werden. Die Festlegung des Farbtons war Gegenstand einer gezielten Forschung, um die besondere, leicht silbrige Optik des Bambus wiederzugeben und auch in den Abendstunden die gleiche Farbqualität wie bei natürlichem Licht zu erhalten.

Alle im Garten installierten Leuchten sind in den Oberflächenausführungen Mineralgrün und Corten gehalten, um mit den Farben der Landschaft zu verschmelzen und tagsüber optische Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Im neugotischen Gewächshaus werden die Bögen der Arkade von unten durch die Einbauleuchten Bright 1.0 in 2700K beleuchtet. Das warme Streiflicht bringt das Schmiedeeisen, den Rhythmus der Glasfronten und die Oberflächen aus Ton, Erde und Sand zur Geltung und betont neben der Dreidimensionalität der architektonischen Elemente auch die von der Decke zwischen den Bögen herabwachsende Kriechfeige. Abgerundet wird die Lichtkulisse durch die Ginko 2.0-Strahler, die hängend an den Bogenscheiteln angebracht sind und die Kletterpflanzen sanft beleuchten, wodurch weiche Texturspiele und diffuse Schatten auf dem Boden entstehen.

In der historischen Landschaft des Castello di Miradolo fügt das Licht nichts hinzu: es interpretiert. Es legt architektonische Elemente, botanische Formen und Wege neu aus und trägt zur Wiedergabe eines Parks bei, der auch nach Sonnenuntergang in seiner ursprünglichen Harmonie weiterlebt.




 
 

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