Main-Light ist eine autarke, solarbetriebene Beleuchtungslösung für den öffentlichen Raum: ohne Kabelinfrastruktur, mit insektenfreundlichem Lichtspektrum und bedarfsabhängiger Steuerung. Das Pilotprojekt entsteht 2026 an der Weseler Werft in Frankfurt und läuft von Mai bis Oktober. Für ewo ist das Projekt unmittelbarer Ausdruck des eigenen Leitprinzips: empowering wellbeing outdoors.
Mit Technologie zu mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum
Tobias Trübenbacher und Andreas Lang haben Main-Light als Antwort auf konkrete urbane Situationen entwickelt. Viele Wege, Plätze oder Radinfrastrukturen in Städten sind nachts unzureichend erschlossen. Ausgestattet mit einem flexiblen Beleuchtungssystem würden die Orte für Menschen attraktiver, weil Orientierung, Sicherheit und Wohlbefinden gewährleistet wären. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich Beleuchtung, erneuerbare Energie und intelligente Gestaltung zu einer kohärenten Lösung verbinden lassen, die Nutzern urbaner Räume ein höheres Maß an Aufenthaltsqualität ermöglicht.
Das System Main-Light funktioniert vollständig autark. Transparente, farbig bedruckte Solarfolien von ASCA erzeugen tagsüber Energie aus Sonnenlicht, die lokal gespeichert wird. Nachts wird die gespeicherte Energie für eine bedarfsgerechte Beleuchtung des urbanen Raums genutzt. Die Anlage erzeugt nur dort Licht, wo sich Menschen konkret aufhalten, dafür sorgt eine integrierte Sensorik. Im Ruhezustand dimmt sie auf ein Minimum, was Menschen eine grundsätzliche Orientierung ermöglicht, dabei aber sehr energieeffizient ist und ungewollte Auswirkungen auf Natur oder städtische Umwelt vermeidet. Tagsüber werfen die Folien Lichtmuster auf den Boden und schaffen beschattete Aufenthaltsorte. Trübenbacher und Lang haben die Solartechnologie bewusst von einem funktionalen zu einem gestalterischen Element transformiert und mit der bestehendem ewo Leuchtenfamilie Chameleon kombiniert.
„Es ist uns sehr wichtig, die eingesetzte Technologie nicht zu verstecken, sondern das Gegenteil zu machen, sie bunt zu machen, laut zu machen, in den Vordergrund zu rücken und durch unsere Gestaltung zu feiern," betont der Designer Andreas Lang.
Das Pilotprojekt ist eingebettet in ein Bildungs- und Veranstaltungsprogramm der WDC 2026: Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Licht, Energie und nachhaltiger Stadtentwicklung begleiten die Installation an ihrem Standort. Trübenbacher und Lang planen, Main-Light anschließend als Modellprojekt weiterzuentwickeln. Für Radwege, Parks und bisher unerschlossene öffentliche Räume bietet das System eine technologisch niederschwellige und gestalterisch hochwertige Lösung, um städtischen Raum zu entwickeln und Menschen rund um die Uhr zugänglich zu machen.
ewo-Technologie als Schlüsselkomponente des Projekts
ewo liefert für das Projekt Main-Light die Licht- und Steuerungstechnik. Verwendet wird die bereits etablierte Leuchtenserie Chameleon, die von den deutschen Designern Geckeler Michels gestaltet wurde. In dieser Produktfamilie, die ewo auch in anderen Projekten erfolgreich einsetzt, steht eine große Auswahl unterschiedlicher Lichtverteilungen zur Verfügung, so dass das System für unterschiedliche Nutzungen und Ort optimiert werden kann. Fuß- oder Radwege können ebenso präzise beleuchtet werden wie Straßen oder großflächigere Plätze.
Das Lichtspektrum ist auf nachtaktive Insekten und Tiere abgestimmt: Kurzwellige Blauanteile, die Fauna und biologische Rhythmen beeinträchtigen, werden reduziert. Full-Cut-Off-Optiken lenken das Licht gezielt nach unten, vermeiden Blendung von Nutzern, ungewollte Abstrahlung auf Gebäude im Umfeld und stellen sicher, dass kein Licht in den Nachthimmel gestreut wird. Die Steuerung reagiert auf tatsächliche Präsenz und unterscheidet dabei über Infrarotsensorik zwischen Tieren und Menschen. So wird nur Licht emittiert, wenn es einen tatsächlichen Nutzen für den urbanen Raum hat.
Jede Komponente der Licht- und Steuerungstechnik trägt dazu bei, dass die Energie, die die Solarfolien tagsüber erzeugen, so effizient und sparsam wie möglich eingesetzt wird. Für ein netzunabhängiges System sind diese Eigenschaften entscheidend, um einen zuverlässigen Dauerbetrieb zu ermöglichen. ökologischer Anspruch und technische Präzision ergänzen sich hier gegenseitig.
Ein vergleichbarer technologischer Ansatz hat bereits beim Vorgängerprojekt Papilio funktioniert. Dabei handelt es sich um eine windkraftbasierte, netzunabhängige Straßenleuchte, die Trübenbacher im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelt hat und die ewo ebenfalls als Technologiepartner begleitet. Main-Light setzt diese Zusammenarbeit konsequent fort.
„Bei meiner ersten Zusammenarbeit mit ewo habe ich das Unternehmen und die Menschen als echte Möglichmacher erlebt. Das war für mich als Student sehr ermutigend und so stand es außer Frage, dass ewo auf für Main-Light unser erster Ansprechpartner sein würde," beschreibt der Architekt und Designer Tobias Trübenbacher.
Hannes Wohlgemuth, CEO von ewo, beschreibt die Zusammenarbeit der Partner in ähnlicher Weise und sieht eindeutige Parallelen: „Tobias Trübenbacher und Andreas Lang stellen mit Main-Light Fragen, die uns bei ewo ebenfalls bewegen: Wie schafft Licht Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Außenraum, und wie tut es das im Einklang mit der natürlichen Umwelt? Das Projekt lebt genau aus der Überzeugung heraus, die empowering wellbeing outdoors für uns bedeutet. Kreative und mutige Designansätze wie dieser brauchen verlässliche Technologiepartner. Diese Rolle übernehmen wir gerne."
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