31. Januar 2019

Zur Sonne, zum Licht - Rathaus als wohltuender Energiespender

Organische Formen. Eine schützende Hülle aus Glas und Holzlamellen, bestückt mit PV-Paneelen. Zurückhaltend elegante, helle Innenräume. Der menschliche Maßstab. Sie alle prägen das neue Freiburger Rathaus. Die von Zumtobel gemeinsam mit ingenhoven architects, Tropp Lighting Design und der Stadt Freiburg eigens entwickelten LED-Lichtlösungen tragen zudem maßgeblich dazu bei, dass das Gebäude mehr Energie generiert als es verbraucht.

Über den Service-„Rotunden“ mit rund 10 m Durchmesser befinden sich jeweils ein von der Decke abgehängter, filigraner Beleuchtungsring, der sie als Lichtinseln in der Halle inszeniert [Bild: HG Esch Photography]

Aufgabe von Zumtobel war es, eine Lichtlösung zu entwickeln, die neben atmosphärischen Anforderungen zahlreiche weitere Ziele zu erfüllen hatte [Bild: HG Esch Photography]

Für die in allen Büros von der Decke abgehängten Linienleuchten gelten in Bezug auf Lichtqualität, Farbechtheit und Revisionierbarkeit die gleichen Anforderungen wie für die Rotunden im Erdgeschoss [Bild: HG Esch Photography]

Als Antwort auf diese Herausforderung entwickelte Zumtobel auf Grundlage der Leuchte LINCOR [Bild: HG Esch Photography]

Die klare Gestaltung im Mitarbeiterrestaurant sorgt für einen übersichtlichen Raum, in dem die mit vertikalen Farbstreifen strukturierte Innenwand und die Holzstühle das Gefühl von Wärme entstehen [Bild: HG Esch Photography]

Für die flächenbündig in die Decke integrierten prismatischen Einbau-Sonderleuchten von Zumtobel gelten gleich hohe Gestaltungs-, Qualitäts- und Energieeffizienz-Standards wie in den restlichen Arbeitsbereichen [Bild: HG Esch Photography]

Dieser perfekte Mix aus Architektur, Gestaltung und Licht zugunsten hoher Ansprüche an Wohlbefinden, Design und Energieeffizienz ließ Deutschlands erstes Netto-Plusenergie-Verwaltungsgebäude entstehen, das auch international Beachtung findet ... [Bild: HG Esch Photography]

... z.B. beim Balthasar Neumann Preis und beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 [Bild: HG Esch Photography]

Ein sechsgeschossiger Baukörper. Hinter großen Platanen. Doch was den Rathausbesuchern sofort ins Auge sticht, ist seine Form. Seine organische Ovalform macht neugierig. Nähern wir uns ihm weiter an, wird eine Glasfassade mit umlaufend geschosshohen Lamellen sichtbar. Rückseitig aus hellem Lärchenholz, vorderseitig vollflächig als Photovoltaik-Paneel genutzt, sorgen diese Lamellen für ein feingliedriges Erscheinungsbild. Zugleich sind sie Symbol für die wesentlichen Charakteristika des neuen Freiburger Rathauses: die elegante sowie funktionale Gestaltung und die zukunftsweisende Energieeffizienz nach einem Konzept von Generalfachplaner DS Plan.



In enger Abstimmung mit ingenhoven architects, Tropp Lighting Design und der Stadt Freiburg entwickelte Zumtobel maßgeschneiderte, energieeffiziente LED-Lichtlösungen für die Büros, das Bürgerservicezentrum und die Kantine. Sie sind wesentlicher Teil der klar strukturierten, ergonomischen Arbeits- und Servicebereiche. Und sie tragen entscheidend dazu bei, dass mit dem Haus für 840 zuvor an verschiedenen Standorten verteilten Mitarbeitern das erste Netto-Plusenergie-Verwaltungsgebäude Deutschlands entstand.

Vom Rathaus-Vorplatz gelangen die täglich rund 1000 Besucher über einen Windfang direkt ins Bürgerservicezentrum. Hier können sie amtliche Dokumente beantragen und andere Dienstleistungen der Stadtverwaltung in Anspruch nehmen. Nicht etwa im Umfeld von fensterlosen Fluren mit Einzelbüros. Nein, in einer weitläufigen, lichtdurchfluteten Halle in elegantem Weiß, die die ganze Fläche des ovalen Innenhofs einnimmt. Unwillkürlich hebt sich ihr Blick zunächst nach oben zu den großen runden Glas-Oberlichtkuppeln, hin zur Holzfassade der fünf Bürogeschosse und zum Himmel über Freiburg. Erst dann schweift der Blick auf die vier runden Serviceinseln.

Jede dieser „Rotunden“ mit rund 10 m Durchmesser besteht aus einem mittigen Zylinder, in dem sich ein Rückzugsraum befindet. Mit kreisförmig angeordneten Beratungsplätzen darum herum. Darüber jeweils ein von der Decke abgehängter, filigraner Beleuchtungsring, der die Rotunde als Lichtinsel in der Halle inszeniert. Zugleich ermöglicht er es, die Arbeitsplätze ohne zusätzliche Leuchten zu belichten. Aufgabe von Zumtobel war es, mit Planern und Fries Innenausbau, dem Hersteller der als Einbaumöbel konzipierten Rotunden, eine Lichtlösung zu entwickeln, die neben atmosphärischen Anforderungen zahlreiche weitere Ziele zu erfüllen hatte.

Gestalterisch-konstruktive Aspekte spielten dabei ebenso eine Rolle wie die Vorgaben der Stadt Freiburg zur Arbeitsplatzbelichtung und Nachhaltigkeit. Für blendfreies Licht ohne erkennbare LED-Punkte sorgt ein mehrschichtiger Leuchtenaufbau mit Diffusor und mikroprismatischer Optik. Der geforderte erhöhte Farbwiedergabeindex (CRI) > 90 gewährleistet eine maximale Lichtqualität und Farbechtheit. Im Sinne der Ressourcenschonung waren zudem austauschbare Geräteträger erforderlich. Sollte eines Tages der Austausch der Lichttechnik erforderlich sein, können die maßgefertigten Leuchtengehäuse samt optischer Einheit erhalten bleiben.

Vom Bürgerservicezentrum führen zwei Wege zu den Büros der Stadtverwaltung in den Obergeschossen. Zurückhaltend elegante Farben, großflächig verglaste Fassaden und Bürotrennwände sowie eine offene Grundrissgestaltung lassen ein angenehm helles Arbeitsumfeld entstehen. Eine leichte Orientierung und eine offene Kommunikation zwischen den Kollegen sind so möglich. Für die in allen Büros von der Decke abgehängten Linienleuchten gelten in Bezug auf Lichtqualität, Farbechtheit und Revisionierbarkeit die gleichen Anforderungen wie für die Rotunden im Erdgeschoss.

Eine weitere Vorgabe war die Montage der Leuchten mittig auf den Achsen des Bürorasters. Mit der Konsequenz, dass zur optimalen Unterstützung der Sehaufgaben in zweiachsigen Büros lediglich eine Leuchte zur Verfügung steht. Als Antwort auf diese Herausforderung entwickelte Zumtobel auf Grundlage der Leuchte LINCOR eine 3 m lange Leuchte mit einem extrem schlanken Querschnitt von 63 x 64 mm und einer dennoch sehr hohen Lichtleistung von insgesamt 11.000 Lumen. Für exzellentes Licht sorgen die ideal festgelegte Farbtemperatur von 4000 Kelvin und die Entblendung mithilfe einer Minizellenstruktur. Maßgeblich ist aber auch das Verhältnis von direkt auf den Arbeitsplatz zu indirekt an die Decke gerichtetem Licht von 70/30. Für mehr Komfort und Energieeffizienz am Arbeitsplatz sind in den Leuchten Helligkeits- und Bewegungssensoren integriert. Die Beleuchtungsstärke wird permanent so angepasst, dass die auf dem Schreibtisch erforderliche Beleuchtungsstärke von 500 Lux erreicht wird. Ist kein Mitarbeiter im Büro, schaltet sich das Licht aus.

Zur Mittagszeit steht den im Rathaus arbeitenden Menschen das Mitarbeiterrestaurant im Erdgeschoss zur Verfügung – eine große offene Fläche ganz in Weiß, die an das Design des Bürgerservicezentrums anknüpft. Die klare Gestaltung sorgt für einen übersichtlichen Raum, in dem die mit vertikalen Farbstreifen strukturierte Innenwand und die Holzstühle das Gefühl von Wärme entstehen lassen. Für die flächenbündig in die Decke integrierten prismatischen Einbau-Sonderleuchten von Zumtobel gelten gleich hohe Gestaltungs-, Qualitäts- und Energieeffizienz-Standards wie in den restlichen Arbeitsbereichen. Eine besondere Rolle spielt hier der hohe Farbwiedergabeindex (CRI) > 90, der die Speisen auf den Tellern farbecht und appetitlich ins rechte Licht rückt.

Dieser perfekte Mix aus Architektur, Gestaltung und Licht zugunsten hoher Ansprüche an Wohlbefinden, Design und Energieeffizienz ließ Deutschlands erstes Netto-Plusenergie-Verwaltungsgebäude entstehen, das auch international Beachtung findet – z.B. beim Balthasar Neumann Preis. Die Jury zeichnete das neue Freiburger Rathaus als eines von drei Projekten aus, die „in ganz besondere Weise durch interdisziplinäres Zusammenarbeiten realisiert werden konnten.“ Darüber hinaus wurde das Gebäude von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie „Nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet.




 
 

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