04. August 2021

Verbesserte Arbeitsbedingungen und Energieeinsparung

Briefe, Post- und Warensendungen per Hand zu sortieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie erfordert eine hohe Konzentration und beste Sehbedingungen. Für das Briefzentrum der Schweizerischen Post in Härkingen hat Zumtobel gemeinsam mit Partnern eine Beleuchtungsanlage mit Vorbildfunktion entwickelt. Eine balanced tunableWhite-Lösung, speziell für die Handsortierung von Briefen, berücksichtigt die nicht-visuelle Wirkung von Licht mit dem Ziel, den menschlichen Biorhythmus durch Nachtarbeit so wenig wie möglich zu beeinflussen.

Im Bereich der Handsortieranlage setzt Zumtobel auf die balanced tunableWhite-Technologie. In Übereinstimmung mit dem natürlichen Biorhythmus werden nachts Lichtfarben um die 3.000 K eingesetzt und neutralweißes Licht (4.000 K) oder solches mit hohem Blauanteil vermieden [Bild: Zumtobel Lighting GmbH]

Neben der reinen Stromversorgung enthält die multifunktionale Tragschiene des TECTON-Systems eine Lichtsteuerung und das Notlicht und bleibt mit einem 11-poligen Stromleitprofil stets offen für zukünftige Schnittstellen. Je nach den Seh- und Beleuchtungsaufgaben kamen die Systemleuchten TECTON C, TECTON basic und TECTON basic RGL zum Einsatz [Bild: Zumtobel Lighting GmbH]

Mithilfe der hervorragenden Entblendung des Beleuchtungssystems können verschiedene Schriftgrößen, glänzende und matte Etiketten oder Folienverpackungen von den Mitarbeitern optimal abgelesen werden [Bild: Zumtobel Lighting GmbH]

Für eine besonders flexible Gestaltung des Lichtkonzepts werden einzelne Flächen mit 200 lx beleuchtet, andere mit bis zu 1.500 lx. Zudem ist eine Sensorik der KellerKom AG integriert, die An- und Abwesenheiten der Mitarbeiter erfasst. Die Beleuchtung wird automatisch abgeschaltet, sobald sich niemand mehr auf der jeweiligen Fläche befindet und somit Energie eingespart [Bild: Zumtobel Lighting GmbH]

In enger Abstimmung mit Experten für Arbeitssicherheit der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva sorgte Zumtobel dafür, dass alle Arbeitsplätze im Briefzentrum Härkingen nach gültigen Standards optimal und normgerecht beleuchtet sind [Bild: Zumtobel Lighting GmbH]

Das Briefzentrum der Schweizerischen Post in Härkingen ist ein wichtiger Umschlagsknoten für Briefe, Post- und Warensendungen. Darunter befinden sich jeden Monat mehrere Millionen Postsendungen, die nicht maschinell auslesbar sind, sondern von Mitarbeitern per Hand nach Postleitzahlen sortiert werden müssen.



Die Anlage in Härkingen umfasst eine Fläche von 38.100 Quadratmetern und ist 24 Stunden täglich und an 365 Tagen pro Jahr in einem Drei-Schicht-Modell in Betrieb. Gemeinsam mit der Sensor-Technologie der KellerKom AG, Experten für Arbeitssicherheit der Schweizer Unfallversicherung Suva sowie Wissenschaftlern der Hochschule Luzern, entwickelte Zumtobel für das Briefzentrum eine Lichtlösung mit Vorbildfunktion.

Entwicklung einer menschenzentrierten Lichtlösung

Ausgangspunkt der Zusammenarbeit war eine Lichtlösung, die auf Leuchtstofflampen ohne Lichtlenkung basierte sowie am Ende ihres Lebenszyklus stand. Das Beleuchtungsniveau im Briefzentrum der Schweizerischen Post war dementsprechend niedrig. Neben einer Verbesserung der Lichtqualität an sich strebten die Projektpartner eine moderne, sensorgesteuerte Lichtlösung an: Das bis dato statische Licht sollte sich automatisch an- oder ausschalten – je nach Präsenz der Mitarbeiter auf den einzelnen Teilflächen. Hinzu kam die spezielle Lichtsituation an den rund um die Uhr besetzten Briefsortierplätzen. Gerade während der Nachtschichten gilt es, den Blauanteil des Lichts zu reduzieren, um die innere Uhr des Menschen nicht zu beeinträchtigen, den sogenannten circadianen Rhythmus. Zudem sollten Blend- und Reflexionseffekte auf den per Hand zu sortierenden Warensendungen ausgeschlossen werden.

Beni Zehnder, Projektverantwortlicher und Lichtberater bei Zumtobel: „Bei unserem Sanierungskonzept wurde die Beleuchtung durch die Firma Lichtfunken deutlich stärker auf die Bedürfnisse der Beschäftigten ausgerichtet. Dazu setzen wir auf State-of-the-Art LED-Leuchten auf der ganzen Fläche, die mit der Sensorik von KellerKom steuerbar sind – abhängig von Tageslicht und Anwesenheit. Außerdem lassen sie sich dynamisch an den laufenden Betrieb und die menschlichen Bedürfnisse anpassen. In der Handsortierung kommt eine balanced tunableWhite-Lösung zum Einsatz. Unterschiedliche Farbtemperaturen imitieren den Wechsel zwischen Tag und Nacht. Dies unterstützt den menschlichen Biorhythmus vor allem in den Abend- und Nachtschichten.“

In enger Abstimmung mit Experten für Arbeitssicherheit der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva sorgte Zumtobel dafür, dass alle Arbeitsplätze im Briefzentrum Härkingen nach gültigen Standards optimal und normgerecht beleuchtet sind. „Unsere Mitarbeitende sind rund um die Uhr im Einsatz. Daher wollten wir sicherstellen, dass die Lichtverhältnisse deren Bedürfnisse auch optimal unterstützen. Die Verbesserung im täglichen Betrieb unseres Briefzentrums wird von allen Seiten dankend angenommen“, so Christian Mösch, Leiter des Briefzentrums Härkingen der Schweizerischen Post.

TECTON-System macht Umrüstung besonders einfach

Im Briefzentrum Härkingen war bereits eine große Anzahl von Schienen des multifunktionalen Zumtobel Lichtbandsystems TECTON verbaut. Somit konnten die bestehenden T16-Leuchtstoffröhren einfach und unkompliziert durch State-of-the-Art LED-Einheiten ersetzt werden. Die multifunktionale Tragschiene des TECTON-Systems enthält neben der Stromversorgung auch eine Lichtsteuerung und das Notlicht. Mit einem 11-poligen Stromleitprofil bleibt es dabei stets offen für zukünftige Schnittstellen. Abhängig von den Seh- und Beleuchtungsaufgaben kamen die Systemleuchten TECTON C, TECTON basic und TECTON basic RGL im Briefzentrum zum Einsatz. Die neuen LED-Leuchten müssen weniger häufig gewartet werden und senken so die Instandhaltungskosten. Zusätzlich konnte die Temperatur in der Halle dank LED-Technologie reduziert werden.

Sensorgesteuertes Licht spart 40 % der Energie
Die Flexibilität des Lichtkonzepts war bei diesem Projekt entscheidend: So werden einzelne Flächen mit 200 lx beleuchtet, während andere Beleuchtungsstärken bis zu 1.500 lx aufweisen. In der modernen LED-Lichtlösung integriert ist eine Sensorik der KellerKom AG. Diese erfasst An- und Abwesenheiten der Mitarbeiter und sorgt dafür, dass die Beleuchtung automatisch abgeschaltet wird, sobald sich niemand mehr auf der jeweiligen Fläche befindet. „Das spart 40% der bisherigen Energie und reduziert die Unterhaltskosten des Briefzentrums deutlich“, sagt Lichtberater Beni Zehnder von Zumtobel. „Gleichzeitig ist es uns gelungen, das Lichtniveau anzuheben – zum Teil sogar um das Doppelte.“

balanced tunableWhite imitiert den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus
Im Bereich der Handsortieranlage setzt Zumtobel auf die balanced tunableWhite-Technologie. Diese erlaubt, die Dynamik von natürlichem Licht ins Rauminnere zu transportieren – und so die Beschäftigten bei der Arbeit optimal zu aktivieren. So können sie in Übereinstimmung mit dem natürlichen Biorhythmus arbeiten. Nachts sorgen Lichtfarben um die 3.000 K (warmweiß) für eine als angenehm empfundene Lichtsituation. Neutralweißes Licht (4.000 K) oder Licht mit hohem Blauanteil wird hingegen während der Nachtschicht vermieden. Desweiteren hat Zumtobel hier auf eine hervorragende Entblendung geachtet: verschiedene Schriftgrößen, glänzende und matte Etiketten oder Folienverpackungen können von den Mitarbeitern optimal abgelesen werden.

Pilotprojekt mit Vorbildcharakter
Die Umrüstung des Briefzentrums Härkingen zeigt einmal mehr, wie wichtig und erfolgreich menschenzentrierte Lichtlösungen, speziell in industriellen Umgebungen, sind. Die Sanierung stieß auf durchweg positive Resonanz: Die Beschäftigten können ihre Sehaufgaben entspannt und unter optimalen Bedingungen wahrnehmen, während die Betreiber von deutlichen Energie- und Kosteneinsparungen profitieren. Der Schlüssel zur Kundenzufriedenheit liegt in der Beratung und Begleitung durch qualifizierte Zumtobel Lichtplaner – in diesem Fall unterstützt von Wissenschaftlern der Hochschule Luzern.




 
 

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