Entscheidung wird „am Zeichentisch“ getroffen - „Wenn ein Produkt auch in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren noch reparier- oder upgradefähig sein soll, muss diese Entscheidung bereits am Zeichentisch getroffen werden“, erläutert Sarah Depoortere, Sustainability Manager bei Deltalight. Für Planende und Bauherren erweitert sich damit der Blick auf die Leuchte. Neben Lichtqualität und Gestaltung spielen Energiebedarf, Wartbarkeit, verfügbare Ersatzkomponenten und nachvollziehbare Produktdaten eine zunehmend wichtige Rolle.
Effizienz über die Nutzungsdauer
Einen wesentlichen Ansatzpunkt sieht Deltalight beim Energieeinsatz. Interne Lebenszyklusanalysen zeigen, dass bei den Leuchten des Unternehmens mehr als 90 Prozent der Umweltwirkung während der Nutzungsphase entstehen. Für bestehende Produktfamilien entwickelt das Unternehmen deshalb High-Efficiency-Versionen. Bei ihnen liegt die Leistungsaufnahme im direkten Vergleich rund 30 Prozent unter der jeweiligen Standardversion derselben Leuchte. Entsprechende Varianten gibt es beispielsweise für Deep Ringo, Entero und Boxy.
„Lichtkomfort und Wohlbefinden sind zentrale Faktoren bei der Entwicklung unserer Leuchten. Gleichzeitig arbeiten wir daran, den dafür erforderlichen Energieeinsatz weiter zu optimieren“, führt Sarah Depoortere weiter aus.
Funktion erhalten, Technik weiterentwickeln
Wie sich eine lange technische Nutzbarkeit konstruktiv vorbereiten lässt, zeigt die SPY II 39. Optik, LED-Modul und Gehäuse können einzeln und direkt vor Ort ausgetauscht werden. Kritische Komponenten wie LED-Module und Treiber hält Deltalight bis zu 15 Jahre verfügbar. Dabei setzt das Unternehmen auf funktionale Kontinuität: Künftige Ersatzkomponenten können einer neueren Technologiegeneration angehören und stellen die vorgesehene Leistungsfähigkeit der Leuchte wieder her.
Auch der Umgang mit Produktionsmaterial wird bereits in der Entwicklung berücksichtigt
Aluminiumabschnitte aus der Produktion führt Deltalight an den Lieferanten zurück. Dort werden sie eingeschmolzen und als recycelte Profile wieder in den Produktionsprozess eingebracht. Bei der gemeinsam mit dem niederländischen Architektur- und Designbüro MVRDV entwickelten Kollektion High Profile entstand daraus eine weitere Idee: Die Aluminiumabschnitte werden unmittelbar zum Ausgangsmaterial für neue Leuchten. „Dabei entstand ein Perspektivwechsel im Unternehmen: die Erkenntnis, dass Produktionsreste einen eigenen gestalterischen Wert besitzen können“, berichtet die Expertin Sarah Depoortere.
Licht für Arbeitswelten im Wandel
Diese technischen und konstruktiven Ansätze sind für Deltalight Teil einer übergeordneten Frage: Wie lässt sich Licht für Arbeitswelten planen, die sich über viele Jahre verändern? Büros müssen beispielsweise unterschiedliche Formen des Arbeitens ermöglichen und sich an neue Nutzungen anpassen können. Licht prägt dabei Atmosphäre und räumliche Wahrnehmung, unterstützt konzentriertes Arbeiten ebenso wie Kommunikation und trägt zum Wohlbefinden bei. Zugleich wächst der Anspruch, Beleuchtung langfristig zu planen und technisch anpassbar zu gestalten.
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