In einem Parkhaus spielt die Sicherheit eine besonders große Rolle. Eine zuverlässige, helle Ausleuchtung erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern schützt auch vor Unfällen. Fällt der Strom aus, sorgt eine Notbeleuchtung dafür, dass die Parkflächen sowie die Verkehrs- und Rettungswege auch weiterhin gut ausgeleuchtet werden. Die hierfür verwendeten Leuchten und Systeme müssen dabei zuverlässig funktionieren, um optimale Sicherheit zu bieten.
Wunsch nach einheitlicher Lichtlösung
Bei der geplanten Lichtsanierung im Parkhaus des Westmorland Shopping Centers in Kendal, UK, war neben einer größtmöglichen Energieersparnis und einer wartungsarmen Lichtlösung die Notbeleuchtung ein zentrales Thema. Sie sollte mit einer effizienten, intelligenten Lichtsteuerung kombiniert werden.
Seit 1975 in Betrieb, bietet das Parkhaus auf 7 Ebenen Platz für 629 Fahrzeuge und ist täglich geöffnet. Die alte Beleuchtungsanlage war eine Mischung aus sechs veralteten Beleuchtungsarten mit insgesamt 544 Leuchten. Eine dauerhafte Beleuchtung während der Öffnungszeiten sorgte für hohe Energiekosten. Zudem beeinträchtigte eine schwache Ausleuchtung und Helligkeit die Aufenthaltsqualität erheblich.
Die Parkhaus-Betreiber entschieden sich für die Connected Lighting Lösung von STEINEL und damit für die Installation der LED-Sensor-Wannenleuchte RS PRO 5100 SC, die sowohl mit als auch ohne Notlicht erhältlich ist. So konnte ein homogenes Erscheinungsbild auf den Parkflächen und auch in den angrenzenden Treppenhäusern mit einer einheitlichen Lichttechnologie realisiert werden.
Connected Lighting für Notlicht und helles Licht
Damit Licht immer nur dort eingeschaltet ist, wo es auch benötigt wird, wurden insgesamt 754 Leuchten des Typs RS PRO 5100 SC installiert. Die bestehende Verkabelung sowie vorhandene Bohrlöcher der Altleuchten können für die Neuinstallation genutzt werden. Die Bluetooth Mesh-Technologie ermöglicht eine drahtlose Einstellung, Vernetzung und Inbetriebnahme mit der STEINEL Connect App. Die LED-Sensor-Wannenleuchte besitzt ein 31-Watt LED-Lichtsystem mit einer Lichtstärke von 4.250 Lumen. Sie liefert helles, funktionales Licht in einer neutralweißen Lichtfarbe von 4.000 Kelvin. Das LED-Lichtsystem erreicht eine Lebensdauer von 60.000 Stunden und muss damit praktisch nicht mehr gewechselt werden. So werden nicht nur die Energiekosten, sondern auch die Wartungskosten gesenkt.
Die RS PRO 5100 SC verfügt über einen 5,8 GHz Hochfrequenz-Sensor, der unsichtbar in die Leuchte integriert ist. Mit einem 360 Grad Rundum-Blick nimmt er jede Bewegung in einem Durchmesser von 1 bis 12 Metern wahr − unabhängig von der Gehrichtung und Umgebungstemperatur. Der Sensor schaltet das Licht nur dann automatisch ein, wenn es tatsächlich benötigt wird. Ein dimmbares Grund- und Hauptlicht sorgen für weitere Energieersparnis.
Notlicht nach EN 60598-2-22
In den definierten Notlicht-Bereichen des Parkhauses im Westmorland Shopping Center wurde die Notlicht-Version RS PRO 5100 SC EM von STEINEL installiert. Wie auch die reguläre Sensor-Version besitzt die Notlicht-Leuchte ebenfalls einen Bewegungsmelder und ist via Bluetooth-Mesh einstellbar und mit den anderen Leuchten vernetzbar. Fällt der Strom aus, schaltet sich das Notlicht (EM) nach EN 60598-2-22 für 3 Stunden automatisch ein. Mittels einer zweifarbigen Status-LED an der Leuchte wird das Notlicht (EM) angezeigt. Das Notlicht wird über ein Lithium-Eisen-Phosphat (LFP)-Akku versorgt und bietet eine Lichtleistung von 687 Lumen bei 4 Watt Leistung. Generell ist auch ein Anschluss an eine Zentralbatterie möglich.
Die Notlichter und die Notlichtbetriebsgeräte müssen regelmäßig kontrolliert werden, damit eine einwandfreie Funktion im Notfall sichergestellt ist. Dabei werden etwa alle 8 Tage Selbsttests der Sensorleuchte, der Status-LEDs und der Akkus automatisch ausgeführt. Durch die Simulation eines Netzausfalls erfolgt der Selbsttest der Akkukapazität 4 x pro Jahr. Die generelle Funktion der Sensorleuchte mit Hauptlicht und Sensorfunktion bleibt während des Tests bestehen.
Eine Besonderheit in diesem Parkhaus ist, dass die zwei untersten Ebenen als Zusatzparkplätze bei einer Spitzenauslastung vorgesehen sind. Die Parkhausbetreiber wünschten sich die Möglichkeit, die Sensoren auf diesen Ebenen zu deaktivieren, um eine Nutzung zu vermeiden – ohne die Notbeleuchtung zu unterbrechen, da deren Wiederaufladung Zeit in Anspruch nehmen würde. Diese Anforderung konnte problemlos erfüllt werden. Via STEINEL Connect App können Sensoren ausgewählter Beleuchtungsgruppen zu bestimmten Zeiten selektiv deaktiviert werden, während die Notbeleuchtung ohne Unterbrechung weiterläuft.
Vernetzung für mehr Sicherheit
Die Bluetooth Mesh Vernetzung ermöglicht es, dass die Leuchten untereinander kommunizieren und zu Leuchtengruppen zusammengefasst werden können. Die Leuchten in diesem Parkhaus wurden in 3-er-Gruppen zusammengefasst. Jede Gruppe wurde mit einer benachbarten 3-er-Gruppe verbunden. Erfassen die Sensorleuchten eine Bewegung, schalten die Leuchten der Gruppe auf 100% Beleuchtung mit einer Nachlaufzeit von einer Minute. Wird in der Nachlaufzeit keine Bewegung registriert, schalten die Leuchten auf ein 10%iges Grundlicht. So wird Energie gespart und gleichzeitig vermieden, dass eine Person ungewollt im Dunkeln steht. Wird auch weiterhin keine Bewegung detektiert, gehen die Leuchten vollständig aus.
Die sogenannte Nachbarfunktion sorgt für ein vorauslaufendes Licht und eine erhöhte Sicherheit auf großen Flächen. Bewegt sich eine Person von der Parkfläche zum Treppenhaus, schaltet die letzte Leuchtengruppe des Parkdecks bereits die erste Leuchtengruppe des Treppenhauses ein. Die Person wird somit vom Licht begleitet und ist nie im Dunkeln, was den Komfort und das Sicherheitsgefühl bei der Parkhausnutzung deutlich verbessert. Gleichzeitig bleiben nicht benötigte Leuchten aus oder im Grundlicht, so dass der Energieverbrauch drastisch reduziert wird.
„Da für die Stromversorgung der Leuchte, des Sensors und der Notlichtfunktion lediglich eine einzige Stromquelle erforderlich ist und die Verbindung zu anderen Leuchten über Bluetooth erfolgt, war nur ein minimaler Verkabelungs- und Verlegungsaufwand nötig, was die Installation beschleunigte“, führt James Richardson, Project Manager Qualified NICEIC Supervisor von Bainbridge Electrical Ltd, Kendal, aus.
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